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Für Volkswagen könnte es ungemütlich werden, Rheinmetall hingegen macht wohl weiter gute Geschäfte, Donald Trump nimmt JPMorgan ins Visier und Nvidia scheint in China abzublitzen

Es geht heiß her, während die Börsen am Wochenende geschlossen blieben

NTG24 - Für Volkswagen könnte es ungemütlich werden, Rheinmetall hingegen macht wohl weiter gute Geschäfte, Donald Trump nimmt JPMorgan ins Visier und Nvidia scheint in China abzublitzen

 

In der Regel ist das Wochenende für Anlegerinnen und Anleger eine willkommene Gelegenheit zum Durchschnaufen. Die Kurse bewegen sich an den offiziellen Handelsplätzen nicht und auch die Nachrichtenlage fällt zumeist etwas übersichtlicher aus. Doch an diesem Wochenende kann davon keine Rede sein. US-Präsident Donald Trump greift nach Grönland und will ab Februar all jene strafen, die ihm dabei im Wege stehen.

Gelten soll dann ein Zoll von zehn Prozent für acht europäische Nato-Staaten, darunter Deutschland. Sollte bis Juni keine Einigung über einen „vollständigen Kauf“ von Grönland erzielt werden, so sollen die Zölle auf 25 Prozent steigen. Als wären die Lebenshaltungskosten in den USA nicht ohnehin schon genug gestiegen, setzt Trump noch einen drauf und meint, die Frage um Souveränität mit Geld lösen zu können.

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Nichts spricht dafür, dass er sich damit durchsetzen können wird. Daher ist an der Börse wohl mit dem Zorn Trumps zu rechnen, welcher der Welt seinen Willen aufzwingen will und dafür am liebsten den Friedensnobelpreis bekommen würde. Ungemütlich werden könnte es vor allem für Unternehmen wie Volkswagen (DE0007664039), die schon jetzt unter US-Zöllen leiden. Vielleicht ist es in diesem Fall ganz gut, dass die Lage sich ein wenig beruhigen kann, ehe morgen die Reaktion beim Aktienkurs erfolgt. Zuletzt notierte die VW-Aktie bei 101,25 Euro.

 

 

 

Chaostage befördern Rheinmetall in die Höhe

 

Entspannter dürften die Aktionäre von Rheinmetall (DE0007030009) sein. Denn dass Donald Trump mit seinem Vorhaben die Nato infrage stellt, für politisches Chaos und noch mehr Unsicherheit sorgt, das dürfte das Vorhaben zur Aufrüstung in Europa nur noch beschleunigen. Es ist daher nun noch wahrscheinlicher als ohnehin schon, dass die Auftragsflut bei Rheinmetall so schnell nicht abebben wird.

Die Ereignisse in Venezuela und im Iran verliehen dem Papier im noch jungen Jahr bereits Auftrieb. Am Wochenende forderte Trump ebenfalls eine neue Regierung für den Iran, allerdings ohne dies mit neuerlichen Drohungen von Militärschlägen zu untermauern. Dass es mit ihm im Weißen Haus nicht friedlicher wird, liegt jedoch auf der Hand, und genau diese Erkenntnis könnte die Rallye im Rüstungssegment noch weiter beschleunigen. Die Rheinmetall-Aktie legte in den vergangenen zwei Wochen bereits um annähernd 20 Prozent auf 1.906 Euro zu.

 

Trump klagt gegen JPMorgan

 

Nicht nur gegen Europa, China und Russland teilte Trump am Wochenende aus. Auch gegen die US-Bank JPMorgan (US46625H1005) scheint der selbsternannte Friedensfürst einen Groll zu hegen. Trump kündigte auf seiner Plattform „Truth Social“ eine Klage gegen die größte Bank Amerikas an und begründete dies damit, dass ihm nach den Protesten vom 6. Januar „fälschlicherweise und unangemessen“ das Konto gekündigt worden sei. Beweise dafür legte Trump nicht vor.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAm 6. Januar 2021 drangen Demonstranten gewaltsam in das Kapitol in Washington ein, um den offiziellen Beschluss über die Wahl von Joe Biden zu verhindern. Es gab hunderte Verletzte, vor allem unter dem Sicherheitspersonal, und fünf Tote zu beklagen. Das FBI stufte den Vorfall als inländischen Terrorismus ein. Kritiker geben Trump aufgrund seiner recht klaren Aufforderungen damals eine Mitschuld an dem für die USA beispiellosen Ereignis.

 

Nvidia blitzt ab

 

Während die USA mit Zöllen wieder einmal die eigenen Verbündeten behelligen, greift China wohl im Falle von Nvidia (US67066G1040) durch. Wie die „Financial Times“ berichtet, sollen chinesische Zollbeamte in Shenzhen Logistikfirmen angewiesen haben, keine Anträge auf Zollabfertigungen für H200-Chips mehr zu stellen. Erst im Dezember wurden die Chips durch die USA für den Export wieder freigegeben. China hat jedoch offenbar wenig Interesse daran, dass wieder mehr US-Hardware im eigenen Land im Einsatz ist.

Bereits bekannt war, dass der Import strengen Regelungen unterworfen sein würde. Nun zieht die Regierung in Peking wohl das ultimative Mittel. Das würde Nvidia durchaus schwer treffen, rechnete man dort Medienberichten zufolge doch mit einer Million verkauften Chips. Sollten die Berichte sich bestätigen, wäre eine positive Reaktion an der Börse nicht zu erwarten.

 

Es geht heiß her

 

Die Börsen starteten ausgesprochen freundlich ins neue Jahr. Doch die Ereignisse vom Wochenende zeigen erneut, dass der Trump-Faktor nie zu unterschätzen ist. Die Zolldrohung gegen einige der engsten Verbündeten erinnert fast ein wenig an den letztjährigen „Libration Day“, der einen veritablen Börsencrash auslöste. Zwar gibt es Widerstand gegen die Pläne, doch die wachsende Unsicherheit verschwindet deshalb nicht. Anleger können sich also wahrscheinlich auf eine bewegte Woche einstellen.

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18.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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