Medienberichten zufolge verhandelt Volkswagen über eine Nutzung seines Werks in Osnabrück zur Herstellung von Rüstungsgütern
Rettet der „Iron Dome“ das Volkswagen-Werkt in Osnabrück?
Noch bis zum nächsten Jahr läuft die aktuelle Produktion im Werk von Volkswagen in Osnabrück. Wie es dann mit dem Standort weitergehen mag, steht in den Sternen. Entwickelt wurden wohl bereits mehrere Konzepte für neue Fahrzeuge, allerdings ohne eine feste Zusage für eine entsprechende Produktion. Nun könnte es auch ganz andere Pläne geben, welche den Standort in die Rüstungsindustrie befördern wurden.
Wie die „Financial Times“ berichtet, verhandelt Volkswagen (DE0007664039) aktuell wohl mit dem israerlischen Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defense Systems über seinen Standort in Osnabrück. Rafael ist insbesondere für den israelischen Raketenschirm „Iron Dome“ bekannt. Für eben jenen könnten im Werk von Volkswagen in Zukunft Komponenten gebaut werden.
Konkret soll es dabei um Schwerlast-Lkw gehen, welche Raketen des Systems transportieren, und Abschussvorrichtungen sowie Stromgeneratoren. Geschosse sollen in Osnabrück laut gegenwärtigen Insider-Informationen aber nicht hergestellt werden. Dafür wird von mit der Angelegenheit vertrauen Personen in Aussicht gestellt, dass das gesamte Personal von Rafael übernommen werden würde.
Sogar ein Ausbau mit neuen Arbeitsplätzen scheint vorstellbar zu sein. Offizielle Ankündigungen gibt es bislang jedoch nicht. Auf Anfrage des „Handelsblatt“ ließ ein Sprecher des Volkswagen-Werks in Osnabrück lediglich wissen, dass man mögliche Marktchancen und Perspektiven auslote. Verwiesen wurde zudem auf frühere Aussagen der Volkswagen AG, laut denen eine Produktion von Waffen am Standort ausgeschlossen sei.
Eine Chance für Volkswagen?
Ein Umfunktionieren zu einer Rüstungsproduktion dürfte sowohl bei den Angestellten von Volkswagen als auch in der Bevölkerung wenig populär sein. Gleichwohl befindet der Autobauer sich nach wie vor in einer tiefen Krise und könnte mit solchen Schritten wieder etwas nach vorne kommen. Es bleibt abzuwarten, ob es dazu tatsächlich kommen mag. Skeptiker erkennen in den entsprechenden Berichten vielleicht auch ein wenig Verzweiflung seitens Volkswagen. Der Aktie halfen die Meldungen zuletzt nicht weiter; der Kurs tappte am Dienstag auf überschaubarem Niveau auf der Stelle.
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25.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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