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BÖRSE TO GO - mit Google, Roche und Tesla

Ist jetzt der Startschuss für die Herbstrallye gefallen?

 

Guten Morgen,

der Knoten an der Wall Street ist geplatzt! Anders kann die neue Signalwirkung des gestrigen Handelstags nicht umschrieben werden. Wer jetzt noch immer an einer Herbstrally zweifelt, läuft Gefahr, am Ende des Jahres als der Dumme dazustehen. Die letzte und finale Hürde sind nun die alten Rekordstände, die an der Wall Street schon jetzt zum Greifen nah sind. Fallen eine mögliche Zinssenkungen und ein Fortschritt in den Handelsstreitigkeiten zusammen, ergibt das einen Cocktail, der es in sich hat. Gut möglich, dass die alten Höchststände schon in diesem Monat erreicht werden.

 

Kursverlauf S&P 500

 

Sie wissen, was jetzt passieren kann, oder? Jeder, der nicht dabei ist, gerät mit jedem Tag mehr unter Zugzwang. Steigen die Kurse weiter, springen am Ende auch die letzten Skeptiker auf den fahrenden Zug. Das gilt insbesondere für die professionellen Anleger, die sich ein Abwarten nicht leisten können. Die Bären unter ihnen sowieso nicht. So nährt die Hausse dann die Hausse und das Jahr endet, wie es keiner erwartet hatte.

An technischen Signalen mangelt es auch bei den Einzelwerten nicht. Von unseren jüngsten Empfehlungen: GOODYEAR, NVIDIA, ACTIVISION BLIZZARD, UBS, KLÖCKNER – überall erfolgen nun Kaufsignale, also bitte beachten, falls Sie das noch nicht getan haben.

Unterdessen warnen sämtliche Ökonomen rauf und runter vor dem Risiko einer Rezession. Aber Ökonomen sind keine Börsenexperten. Die einen spiegeln das „Jetzt“, die anderen blicken in das „Übermorgen“. Und darin liegt der Grund, warum die Kurse steigen, obwohl der Datenkranz noch (!) abwärts gerichtet ist. Ignorieren Sie sie. Uns interessiert nicht, was schon ist, sondern was sein kann, und da kommt es eben auf die Unternehmen und ihre Perspektiven an.

 

GOOGLE landet Coup

 

Dass immer mehr Unternehmen aus unserem Beobachtung-bzw. Empfehlung-Universum Kaufsignale generieren, haben wir eben angeführt. Eine der spannendsten Fragen im Markt ist dabei allerdings auch, wie sich die Stars der letzten Rallye nun schlagen werden. Konkret geht es um die FAANG-Aktien, also FACEBOOK, APPLE, AMAZON, NETFLIX und GOOGLE/ALPHABET. Letztere kann gerade mit einer neuen Kooperation punkten. So hat der amerikanische Autokonzern GENERAL MOTORS angekündigt, dass er ab 2021 das GOOGLE-Betriebssystem Android sowie weitere Online-Dienste des Internetgiganten in seine Fahrzeuge integrieren wird. Dabei handelt es sich insbesondere um Kartensysteme wie auch Sprachassistenten.

Damit gelingt GOOGLE inzwischen schon der zweite (eigentlich sogar dritte) große Coup. Denn im vergangenen Jahr konnte man RENAULT-NISSAN für sich gewinnen. Davor hatte auch schon VOLVO entsprechende Pläne offenbart. Das interessante daran: GOOGLE setzt damit zunehmend erfolgreicher seine Strategie um, sich von den klassischen Umsatzquellen wie Suchmaschine/Werbung abzusetzen. Diese werden natürlich auf längere Sicht noch den überwiegenden Teil des Geschäftes ausmachen. Doch GOOGLE gehört bekanntlich mit zu den umtriebigen Technologie-Giganten, die auch in andere Bereiche expandieren, umso eine deutliche Risikostreuung im Geschäftsmodell zu erreichen.

 

Kursverlauf Alphabet

 

An der Börse kommt dies zunehmend wieder besser an. Bereits seit Anfang Juni hatte die GOOGLE-Mutter ALPHABET an der Börse einen deutlichen Erholungstrend aufbauen können. Bis zum bisherigen Allzeit-Hoch fehlen nur noch knapp 7 %. Sollte dann der Break gelingen, worauf wir durchaus wetten, hätte ALPHABET ein vorheriges Doppel-Top überwunden und das dürfte allein schon aus der Charttechnik heraus einen großen Impuls geben.

 

ROCHE erreicht weitere Zulassung

 

Ein Blick in die Schweiz. Dort hat der Pharmakonzern ROCHE einen weiteren Pluspunkt sammeln können. Das Unternehmen hat gerade die Zulassung für zwei Therapien in der EU erhalten, die auf dem Medikament Tecentriq basieren. Dieser Wirkstoff ist ein humanisierter Antikörper, der vorrangig bei Lungenkrebs eingesetzt wird. Die bisherigen Anwendungen, die sich bislang vorrangig auf Therapien nach Chemo-Behandlungen beschränken, werden jetzt durch Erstbehandlungen erweitert.

Zuletzt hatte die Aktie von ROCHE deutlich an Momentum verloren und war zunehmend seitwärts gelaufen. Mit solchen Nachrichten und einer zunehmend freundlicheren Börsenstimmung könnte allerdings auch hier kurzfristig das Erreichen der alten Hochs bei 281,45 Franken im Raum stehen. Tatsächlich bietet ROCHE dabei die ähnliche Konstellation wie gerade bei GOOGLE gezeigt. Denn auch hier gab es im März und im Juni ein Doppel-Top. Was bedeutet, dass bei einem Ausbruch nach oben hier ein deutlich anziehendes Aufwärtsmomentum zu erwarten ist.

 

TESLA punktet in China

 

Und auch der E-Auto-Pionier TESLA hat Neuigkeiten zu bieten. Und das sogar sehr überraschende. Denn der US-Hersteller konnte in China eine recht erstaunliche Ausnahme erreichen. Üblicherweise gibt es im Reich der Mitte pro verkauftem Auto eine Umsatzsteuer von 10 %. Von dieser wird TESLA nun aber als erster ausländischer Hersteller befreit, ohne in China einen Joint-Venture-Partner zu haben. Wobei aus den entsprechenden Dokumenten hervorgeht, dass diese Ausnahmeregelung nicht nur für das Massenprodukt Model 3 gilt, das zukünftig auch in China selbst produziert werden soll. Vielmehr sind alle 16 in China verkauften TESLA-Modelle davon befreit.

Die Umsatzsteuer-Befreiung gilt im übrigen auch für andere Firmen wie beispielsweise DAIMLER, TOYOTA, GEELY oder NIO. Entscheidend ist hier, dass die Fahrzeuge über neue Antriebsformen, insbesondere Elektromotor verfügen. Aber wie schon eben ausgeführt: Alle anderen haben bereits Joint-Venture-Partner in China. Womöglich hat TESLA hier auch frühzeitig die Entlastung bekommen, weil man wie gesagt Produktionskapazitäten im Reich der Mitte aufbaut.

 

Kursverlauf Tesla

 

Die Anleger freut es jedenfalls. Zwar bleibt die Aktie von TESLA bislang noch im charttechnischen Abwärtstrend. Doch der Moment, wo der Ausbruch wahrscheinlich wird, rückt immer näher. Bis es soweit ist, sollten Sie die Aktie auf jeden Fall weiter halten.

 

06.09.2019 - Carsten Müller - cm@ntg24.de

 









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