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Das Ende einer Ära – Apple entlässt Intel

Apple will Markenvorsprung vergrößern

 

15 Jahre der symbiotischen Zusammenarbeit haben laut der Ankündigung von Apple-Chef Tim Cook auf der WWDC Entwicklerkonferenz nun ein Ende. Apples MacBooks sollen demnach in Zukunft nicht mehr mit Prozessoren der x68er-Architektur des Weltmarktführers Intel bestückt werden. Stattdessen sollen die Chips für Apples MacBooks und iMacs, wie schon länger spekuliert wird, demnächst in Eigenproduktion entstehen. Apple erhofft sich von den eigenen Chips eine höhere Performance, mehr Energieeffizienz und Konnektivität mit iPhone-Apps.

 

Apple

Bildnachweis: © EMH Service GmbH

 

Nähere Informationen zu den technischen Details gab Apples Chef der Chipentwicklung, Johny Srouji, welcher vormals bereits für Intel und IBM tätig war. So sollen die neuen Chips auf derjenigen Software basieren, welche auch schon heute in iPhones und iPads verarbeitet ist. Indem Apple eigene Chips mit der eigenen Software kombiniert, konnten sie auch schon bei iPhones und iPads einen Marktvorsprung generieren. Perfekt aufeinander abgestimmte Chips und Software können mit einer größeren Funktionsbreite und mehr Leistung punkten. Verschiedenste andere Softwareentwickler arbeiten laut Apple bereits an angepassten Programmen. So sei beispielsweise Microsoft bereits an einer kompatiblen Office-Version, oder Adobe an der Anpassung von Bildbearbeitungsprogrammen wie Lightroom oder Photoshop tätig, wie Software-Chef Craig Federighi angab. Geräte mit Intel-Chips sollen allerdings weiterhin unterstützt werden, zumal für den Übergang zwei Jahre eingeplant seien.

Intel verliert damit einen seiner größten Kunden, der insbesondere auch für das Image des Unternehmens von nicht unerheblicher Bedeutung war. Auf der anderen Seite etabliert Apple sich weitergehend als mehrheitlich autonomes System, welches zum Großteil unabhängig von Externen ist. Ganz nebenbei wird Apple wohl auch von höheren Gewinnmargen profitieren.

 

24.06.2020 - Lena Beermann - lb@ntg24.de

 









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