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Meg O´Neill nimmt BP viel an Attraktivität

BP steigert seinen Gewinn auf ein 3-Jahreshoch - zufrieden ist die Börse jedoch nicht

NTG24 - Meg O´Neill nimmt BP viel an Attraktivität

 

BP steigert den Gewinn im 1. Quartal um mehr als 400 % auf ein 3-Jahreshoch und ist damit einer der grossen Kriegsgewinner. Zufrieden ist die Börse jedoch nicht, und das hat viel mit der neuen Chefin Meg O’Neill zu tun. 

Die Erwartungen an BP (GB0007980591) waren ausgesprochen hoch. Dennoch schlugen die Briten die Konsensschätzung quasi mit Links. Schaut man sich den bereinigten Gewinn (Underlying Replacement Cost Profit) an, dann legte BP 3,20 Mrd. US-Dollar vor, während die Analysten im Schnitt „nur“ mit einem Anstieg auf 2,64 Mrd. US-Dollar gerechnet hatten. Damit hat der Öl-Major kein sehr gutes, sondern ein herausragendes Quartal abgeschlossen. Vor allem auch im Vergleich zum Vorjahresquartal, wo der bereinigte Gewinn auf dieser Berechnungsgrundlage nur bei 1,38 Mrd. US-Dollar lag.

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BP Plc.

 

Einer der Katalysatoren für den Gewinnsprung im 1. Quartal war die hauseigene Handelseinheit. Die performte im extrem volatilen Umfeld des Iran-Krieges überdurchschnittlich gut und nutzte ihre Marktkenntnis, um von den starken Kurssprüngen für BP zu profitieren. Insgesamt erreichte der Konzern einen Gewinn von 3,8 Mrd. US-Dollar nach 0,7 Mrd. US-Dollar vor einem Jahr. Das soll sich jedoch nicht in gleichem Masse im 2. Quartal fortsetzen. Meg O’Neill, die neue Chefin bei BP, kündigte an, dass der Konzern im Juni-Quartal aufgrund von Wartungsarbeiten und dem Krieg im Iran weniger fördern wird. Die gleiche Warnung gab O’Neill aber auch für das Gesamtjahr, was auf wenig Gegenliebe am Aktienmarkt stossen wird. 

 

BP stellt Bilanzsanierung in den Vordergrund

 

Was der Börse nicht gefällt, ist, dass das neue Management den Rückkauf von Aktien in Zukunft nachrangig priorisieren wird. Das Aktienrückkaufprogramm wurde bereits im Februar 2026 pausiert. Unklar ist, wann BP das Programm fortsetzen wird. Eine wichtige Frage, denn viele (institutionelle) Investoren kaufen BP unter anderem wegen des Aktienrückkaufprogramms. Neu in den Vordergrund rückt man die Sanierung der Bilanz, die zu stark verschuldet ist. Neben einer Beschleunigung des Schuldendienstes will die neue Vorstandsvorsitzende vor allem die teuren Hybrid-Anleihen loswerden. Konkret will man die rund 13,3 Mrd. US-Dollar an Hybrid-Kapital um möglichst 4,3 Mrd. US-Dollar bis Ende 2027 reduzieren, wobei man schon 2,5 Mrd. US-Dollar im aktuellen Quartal tilgen und nicht verlängern wird. 

Eine klare Ansage an den Bondmarkt, dass es keine Verlängerungen geben wird. Da Hybrid-Anleihen fast so nachrangig wie Aktien im Falle einer Insolvenz sind, muss eine Emittentin sehr hohe Kupons anbieten im Vergleich zu klassischen vorrangigen Unternehmensanleihen ohne Besicherungen. Neben den ausserordentlichen Gewinnen aus dem Iran-Krieg und den geringeren Cash-Abflüssen für Aktienrückkäufe setzt BP auch seine Verschlankung des Konzerns fort. Man bestätigte noch einmal, dass die Raffinerie in Gelsenkirchen wie geplant verkauft wird.

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29.04.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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