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BYD sichert sich Lizenz für E-Zigaretten in China

Hauptsache elektrisch?

NTG24 - BYD sichert sich Lizenz für E-Zigaretten in China

 

Mit seinen Elektroautos, die mittlerweile vollständig im Fokus stehen, sorgte BYD in den letzten Jahren bereits für viel Aufmerksamkeit. Noch immer sehen viele Beobachter in dem chinesischen Konzern einen der am schnellsten aufsteigenden Sterne am E-Auto-Himmel. Einmal mehr beweisen die Verantwortlichen nun, dass es sich im Kern um einen recht diversifizierten Konzern handelt, der offenbar auch vor manchem Experiment nicht zurückschreckt.

Die „IT-Times“ berichtete kürzlich darüber, dass in China Genehmigungen für den Verkauf von E-Zigaretten an diverse Unternehmen ausgegeben wurden. Eines davon ist BYD (CNE100000296), welches nun bereits ab Anfang Oktober die elektrischen Glimmstengel sowohl verkaufen als auch importieren und exportieren darf. Ob und inwieweit diese Lizenz nun auch genutzt wird, wurde von BYD nicht näher kommuniziert. Es ergibt sich dadurch auch nur bedingt eine Neuerung.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDenn erst durch eine Gesetzesnovelle im Reich der Mitte ist es in Zukunft überhaupt notwendig, in China eine Lizenz für den Vertrieb von E-Zigaretten zu benötigen. Zuvor war das Ganze schlicht kaum geregelt und es konnte mehr oder weniger jeder auf dem Markt mitmischen. Bisher hat BYD selbst noch keine E-Zigarette am Markt platziert. Es gibt aber schon seit einigen Monaten Gerüchte darüber, dass sich das bald ändern könnte. Die werden durch die jüngsten Meldungen natürlich weiter angefacht.

Schließlich wird BYD die Lizenz nicht nur aus lauter Spaß an der Freude erworben haben. Es ist daher mehr oder weniger fest davon auszugehen, dass es in nicht allzu ferner Zukunft die erste BYD-E-Dampfe zu sehen geben wird. Wie die aussehen könnte und was sie von anderen Modellen unterscheidet, darüber darf munter spekuliert werden. Verlässliche Antworten gibt es für den Moment aber nicht.

 

Verwechslungsgefahr bei BYD

 

Abseits der E-Zigaretten konnte BYD vor Kurzem vermelden, künftig Komponenten für das kommende Mate 50 Pro von Huawei (HK0000HWEI11) zu liefern. Auch hier scheinen abseits der E-Autos große Erfolge gefeiert werden zu können. Die betreffen letztlich aber vor allem BYD Electronic (HK0285041858), welches bereits vor über einem Jahrzehnt vom Mutterkonzern abgespalten wurde. Entsprechend dürfte der Einfluss auf die BYD-Aktie minimal sein.

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Letztere performte in den letzten Jahren deutlich besser als jene von BYD Electronic. Das lag und liegt vor allem an der Erwartung der Börsianer, dass der E-Auto-Markt noch einmal richtig durch die Decke gehen wird. Erfolge an anderer Stelle sind zwar nicht schlecht. Sie haben aber schlicht viel zu wenig Gewicht, um auf die BYD-Aktie ernsthaften Einfluss auszuüben. Daher ist es aus Anlegersicht auch nicht verkehrt, weiterhin die E-Autos von BYD voll und ganz in den Fokus zu rücken.

 

Die Sorgen der Aktionäre

 

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Werbebanner EMH PM TradeDie größten Sorgen der Anleger von BYD kamen zuletzt weder aus Richtung steigender Zinsen, noch einer drohenden Rezession. Selbst Corona-Lockdowns traten zuletzt wieder etwas in den Hintergrund. Große Verunsicherung herrscht aber, nachdem Berkshire Hathaway sich von einigen Anteilen des Autobauers verabschiedet hat. Das führte zu einem spontanen Kurssturz und der Sorge, dass ein vollständiger Abschied von Warren Buffet bevorstehen könnte. Das könnte der BYD-Aktie empfindlichen Schaden zufügen. Denn vor allem viele westliche Anleger vertrauen dem Urteil der Investorenlegende. Dafür gibt es auch viele gute Gründe, denn auch in jüngerer Vergangenheit lag Buffet mit seinen Investments oft genug goldrichtig.

Fundamental läuft es für BYD derweil bestens. Da der Konzern viele Komponenten selbst fertigt, war und ist er von gestörten Lieferketten deutlich weniger betroffen als viele Konkurrenten. Die Verkaufszahlen gingen so zuletzt immer weiter in die Höhe und auch bei Umsatz und Gewinn gibt es wenig Grund zum Meckern. Die zuletzt gesunkenen Kurse nach den Spekulationen um Warren Buffet wirken da schon fast einladend und der langfristige Aufwärtstrend ist weiterhin aktiv. Zwischenzeitliche Rückschläge lassen sich aber freilich nie ausschließen.

 

26.09.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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