als .pdf Datei herunterladen

BÖRSE TO GO - Apple, Leonteq und Volkswagen

Apple Aktien im Aufwind - Nachfrage nach 5G-Handys boomt

 

Die Politik wird heute den Tagesverlauf beeinflussen. Die Bundesregierung bestätigte zum einen gestern Abend eine Verlängerung des landesweiten Lockdowns bis zum 31. Januar, aber auch eine Verschärfung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Zum anderen dominiert heute der Ausgang der Senatswahlen im US-Bundesstaat Georgia die Börse. Etwa 97 % der Stimmen in der Stichwahl um zwei Senatsplätze sind ausgezählt und den Demokraten scheint ein Senatssitz sicher. Das Rennen um den zweiten Sitz liegt aktuell bei 50,0 % zu 50,0 %. 

Die Aussicht, dass die Demokraten auch die Kontrolle über den US-Senat erlangen könnten, sorgt während der asiatischen Sitzung für Abschläge bei den wichtigsten US-Futures. Der S&P 500 Future liegt -0,35 % im Minus bei 3.706 Punkten und der Nasdaq-Future wird sogar -1,25 % tiefer bei 12.631 Punkten gesehen. Der DAX-Future notiert leicht im Plus bei 13.719 Punkten. 

Anzeige:

Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Die Stimmung in Frankfurt war gut am Dienstag, auch wenn sich das nicht am Schlusskurs des DAX widerspiegelte. Alle anderen wichtigen Benchmarks legten zu und profitierten von der positiven Stimmung an der Wall Street. Das Feld lag relativ dicht beieinander, aber der SDAX stach mit einem Tagesgewinn von 0,38 % auf 14.907,65 Punkte leicht heraus. Die Aktien von Nordex (+4,29 %) und Koenig & Bauer (+5,16 %) verzeichneten die größten Kursgewinne des Tages. Der DAX sank dagegen um -0,55 % auf 13.651,22 Punkte. Die Anleger fokussierten sich auf Abgaben bei E.ON (-2,45 %) und den Henkel Vorzügen (-2,62 %).

Die Bären konnten ihr Sentiment am Dienstag schon nicht mehr durchsetzen. Die Terminmärkte gingen zwar mit einem negativen Ausblick in die gestrige Sitzung, doch die Wall Street entwickelte sich positiv und lieferte sogar einige neue Highlights. Der S&P 500 Index beendete den Tag 0,71 % höher bei 3.726,86 Punkten, der Nasdaq Composite Index verbesserte sich um 0,95 % auf 12.818,96 Punkte und der Russell 2000 Index konnte sich sogar um 1,71 % auf 1.979,11 Punkte steigern. 

 

Apple: Starke iPhone-Nachfrage

 

Wie heute früh aus Asien zu hören ist, können sich die Hersteller von 5G-Telefonen auf ein starkes Jahr einstellen. Nachdem die Trump-Administration mit Huawei einen der wichtigsten Anbieter von Telekommunikationsgeräten mit scharfen Sanktionen belegt hatte, wandert die Nachfrage nach 5G-Mobilfunkgeräten zur Konkurrenz. Das spielt insbesondere Apple in die Hände, die gerade Ende 2020 ihre iPhone Angebote auf 5G-Technologie verbessert haben. So gab heute der größte Hersteller von Keramikkondensatoren, die japanische Murata Manufacturing, eine Jahresprognose ab, die von 500 Mio. 5G-Mobilfunkgeräten im kommenden Fiskaljahr (April 2021 bis März 2022) ausgeht. Das Produktionsvolumen der Branche ist im laufenden Fiskaljahr für 300 Mio. 5G-Mobilfunkgeräte ausgelegt. 

 

Apple Inc.

 

Leonteq baut Geschäft im Nahen Osten aus

 

Mit der Eröffnung eines eigenen Standorts in Dubai verfolgt Leonteq seine geografische Expansion konsequent weiter. Der schweizer Spezialist für strukturierte Produkte hatte bisher das Geschäft im Nahen Osten von dem Standort London aus bedient. Das Unternehmen erhielt Ende 2020 die regulatorische Genehmigung, um seine Dienstleistungen direkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten und darüber hinaus anzubieten. Leonteq verfolgt damit seine Strategie konsequent weiter, die erfolgreich entwickelten Plattformen auf die lokale Nachfrage in anderen Ländern anzupassen, was die Umsatzbasis und das zukünftige Wachstum stärkt. 

 

Volkswagen genießt hohe Nachfrage

 

Volkswagen meldete erste Erfolge für das 4. Quartal. In den USA konnte der Absatz im letzten Quartal um 11 % im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden. Insgesamt 94.330 Fahrzeuge wurden an Kunden ausgeliefert. Das positive Momentum ist ermutigend, reichte aber nicht ganz, um den tiefen Einbruch aus dem 1. Halbjahr wieder auszugleichen. Insgesamt verkaufte Volkswagen in den USA in 2020 325.784 Fahrzeuge, was 10 % unter 2019 lag. 

Exzellent schnitten die Wolfsburger auch in Norwegen ab. Das Land sorgte für Furore, nachdem bekannt wurde, dass 2020 erstmals mehr als 50 % der Neuzulassungen auf E-Autos entfielen. Alle bekannten E-Auto Hersteller sind vertreten, aber Volkswagen dominierte alle anderen. Am stärksten nachgefragt waren die e-tron Modelle von Audi. Die Volkswagen-Tochter konnte damit sogar den Platzhirsch Tesla auf den 2. Platz verweisen, die im vergangenen Jahr noch den Markt in Norwegen dominiert hatten. 

 

Tagestermine

 

Sehen wir heute eine Verbesserung im Dienstleistungssektor? Der Einkaufsmanager für den deutschen Dienstleistungssektor im Monat Dezember wird heute Vormittag um 09:55 Uhr veröffentlicht und der vorausschauende Index konnte sich bisher nicht über die Marke von 50 Punkten bewegen, die eine Expansion für den Sektor signalisieren würde. Im November lag der Index bei 46,0 Punkten und die vorläufigen Zahlen für Dezember signalisieren einen Stand von 47,7 Punkten, was heute bestätigt werden muss.

Ist die deutsche Inflation im Dezember angesprungen? Die Prognosen gehen jedenfalls davon aus. Um 14:00 Uhr wird der Verbraucherpreisindex nach deutscher Berechnung veröffentlicht, der im Monatsvergleich von einem Anstieg um 0,6 % ausgeht. Im Jahresvergleich läge die Inflation damit immer noch im negativen Bereich bei -0,3 %. Wendet man die harmonisierte europäische Berechnung an, wird ein Anstieg der Inflation im Monatsvergleich um 0,7 % erwartet. 

 

06.01.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)