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OPEC+ flutet Welt mit Öl, Gewinnwarnung aus Asien und Gegenwind für Foxconn - BÖRSE TO GO

Die OPEC+ flutet die Welt mit Öl - die Produktion wird ab August stärker ausgeweitet

NTG24 - OPEC+ flutet Welt mit Öl, Gewinnwarnung aus Asien und Gegenwind für Foxconn - BÖRSE TO GO

 

Die OPEC+ überrascht mit weiteren starken Produktionserhöhungen. Die ursprünglichen Kürzungen werden im August zu 80 % zurückgenommen. Aus Asien erreicht uns eine Gewinnwarnung von LG Electronics. Das operative Ergebnis des Elektrogerätegiganten ging um -47 % zurück. Gegenwind auch bei Foxconn. Die Zollpolitik des Weißen Hauses nimmt dem Auftragshersteller den Wind aus den Segeln, was zu einer Abschwächung des Wachstums führt. 

Die Aktienmärkte in Asien starten die Woche überwiegend mit Verlusten. Im Verlauf der Sitzung liegen alle Benchmarks im Minus, abgesehen vom KOSPI. Die Liste der Verlierer wird vom Nikkei 225 Index und dem Hang Seng Index angeführt. Der Terminmarkt ist hingegen getrennt in Europa und Amerika. Während die US-Futures vor Eröffnung der europäischen Vorbörse deutlich im Minus notieren, wird der DAX-Future 0,17 % höher bei 23.938,00 Punkten gehandelt.

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Durchwachsen entwickelte sich die Börse Frankfurt noch in der vergangenen Woche. Der SDAX war bereits mit 0,29 % auf 17.480,28 Punkte der Wochengewinner. Es waren dabei die Aktien von Grenke (DE000A161N30), die mit einem Kurssprung um 10,79 % auf 16,84 Euro zum Indexplus beitrugen. Wie berichtet, hatte Grenke starke Zahlen für das 2. Quartal vorgelegt. Der TecDAX schloss nahezu unverändert bei 3.872,41 Punkten (-0,02 %) und der MDAX sank leicht um -0,25 % auf 30.280,91 Punkten, blieb aber über der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkten. Den größten Verlust handelte sich der DAX ein, der in der vergangenen Woche um -1,36 % auf 23.750,32 Punkte fiel. Hier belasteten die Kursverluste bei Rheinmetall (DE0007030009), deren Aktienkurs um -5,42 % auf 1.755,00 Euro sank. 

New York entwickelte sich in der stark verkürzten Woche hingegen sehr positiv. Der Handel blieb am Freitag komplett geschlossen und war am Donnerstag nur halbtags geöffnet. Dennoch konnten alle amerikanischen Benchmarks eine positive Wochenbilanz vorlegen, wobei der Dow Jones Industrial Average Index mit einem Gewinn von 2,30 % auf 44.828,53 Punkte herausstach. Hier stachen die Aktien von Nike (US6541061031) heraus, die in der Woche um 24,09 % auf 76,39 US-Dollar springen konnten, nachdem die Zölle für Vietnam geringer als befürchtet ausfallen. Der S&P 500 Index erzielte eine Wochenperformance von 1,72 % auf 6.279,35 Punkte und der Nasdaq 100 Index stieg um 1,48 % auf 22.866,97 Punkte. Beide Indizes konnten am Donnerstag auf einem neuen Allzeithoch schließen. 

 

Video -

 

OPEC+ flutet die Welt mit Öl

 

Die OPEC+ überraschte den Terminmarkt am Sonntag mit einer hohen Produktionsanhebung. Ab August wird das Ölförderer-Kartell die Produktion noch stärker anheben als bisher antizipiert. Im April hatte man mit einer langen Phase der Zurückhaltung gebrochen und die tägliche Förderung um 138.000 Barrel pro Tag erhöht. Im Mai, Juni und nun im Juli ist die Produktion jeden Monat um zusätzliche 411.000 Barrel pro Tag erhöht worden. Der Terminmarkt hatte sich darauf eingerichtet, dass diese starke Erhöhung nun vorerst der Gipfel der Produktionsausweitung wäre, doch auf dem Treffen am Sonntag entschied die Organisation der Erdöl exportierenden Länder, dass die Produktion um weitere 548.000 Barrel pro Tag erhöht wird. Insgesamt summieren sich die Erhöhungen damit auf 1,919 Mio. Barrel pro Tag. Ein Barrel entspricht 159 Litern. Im August werden die OPEC+ Länder rund 305 Mio. Liter Rohöl pro Tag mehr anbieten als zum Jahresbeginn. Damit werden nun etwa 80 % der Kürzungen zurückgenommen, die ursprünglich gegolten hatten. Insbesondere Saudi-Arabien ist sich sicher, dass die Nachfrage dennoch hoch bleiben wird und erhöhte parallel die Preise für die wichtigste Öl-Sorte Arab Light für den Verkauf nach Asien auf ein 4-Monatshoch. 

 

Gewinnwarnungen aus Asien

 

In der Nacht auf Montag veröffentlichte LG Electronics (KR7066570003) eine Gewinnwarnung. Den Quartalsbericht bekommen wir erst später im Juli, aber der südkoreanische Elektrogerätegigant warnte, dass das operative Ergebnis im 2. Quartal um -47 % eingebrochen ist und damit die Erwartungen des Kapitalmarktes verfehlt hat. Nach 1,197 Billionen Won im Vorjahresquartal werden es nun voraussichtlich nur 639,10 Mrd. Won werden, was rund 399 Mio. Euro entspricht. Der Analystenkonsens lag hingegen bei 901 Mrd. Won. Der Umsatz ist um -4,4 % auf 20,74 Billionen Won zurückgegangen, was ebenfalls die Erwartungen verfehlte. Schon morgen stehen die Zahlen von Samsung (KR7005930003) an. Hier erwarten die Analysten einen Einbruch des operativen Ergebnisses um -39 % auf nur noch 6,3 Billionen Won. Das wäre das schwächste operative Ergebnis in sechs Quartalen.

 

 

Gegenwind bei Foxconn

 

Die Warnung von Foxconn (TW0002317005) beginnt sich zu bestätigen. Foxconn, auch bekannt als Hon Hai Precision Industry, hatte im Mai gewarnt, dass die neue Zollpolitik des Weißen Hauses im laufenden Geschäftsjahr das Wachstum reduzieren kann. Das bestätigte sich nun auch umgehend in den Zahlen für Mai und Juni, die zwar im Jahresvergleich noch stiegen, aber sequenziell, also im Vergleich zu den Vormonaten zu sinken begannen. Das negative Momentum bei den Juni-Zahlen war deutlich zu erkennen. Mit 540,24 Mrd. NT-Dollar ergab sich ein sequenzieller Rückgang im Vergleich zum Mai von -12,26 %. Im Jahresvergleich konnte man aber immer noch um 10,09 % steigen. Aufgrund der Warnung vom Mai hatte sich die Börse allerdings schon auf den negativen Trend einstellen können. 

 

Tagestermine

 

Vor Börsenbeginn erwarten wir um 08:00 Uhr die Veröffentlichung der deutschen Industrieproduktion im Monat Mai. Die Produktion soll im Vergleich zum April erneut gefallen sein. Dieses Mal um -0,6 %. Im Jahresvergleich war die Industrieproduktion zuletzt im April um -2,02 % geschrumpft. 

 

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07.07.2025 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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