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BÖRSE TO GO - BioTest, Disney und L’Oréal

Disney schlägt die niedrigen Erwartungen - Starkes Wachstum im Streamgeschäft - Aktie steigt nachbörslich

 

Asien bietet heute früh nur wenige Indikationen und die sind negativ. Sowohl Tokio als auch Sidney notieren im Minus. Die restlichen wichtigen Börsenplätze sind aufgrund von Feiertagen geschlossen. Entsprechend schwach entwickelt sich heute auch der Terminmarkt am Morgen. Die wichtigsten Futures liegen alle im Minus. Der DAX-Future wird eine Viertelstunde vor Eröffnung der europäischen Vorbörse bei 13.987 Punkten (-0,16 %) gehandelt. Der S&P 500 Future liegt bei 3.903 Punkten (-0,21 %) und der Nasdaq-Future wird bei 13.708 Punkten (-0,15 %) gesehen. 

Eine deutliche Erholung ergab sich in Frankfurt. Die Käufer kamen am Donnerstag zurück und hoben alle deutschen Benchmarks weit ins Plus. Auch der DAX verbesserte sich, hielt mit dem kleinsten Zuwachs von 0,77 % auf 14.040,91 Punkte aber wieder die rote Laterne. Die Aktien von Infineon Technologies (+3,58 %) und adidas (+5,05 %) waren die größten Gewinner. Stärker erholten sich dagegen der MDAX (+1,29 %) und SDAX (1,53 %).

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Die stärkste Performance legte jedoch der TecDAX hin. Der deutsche Technologieindex kletterte stark um 1,67 % auf 3.537,37 Punkte und wurde dabei von den Aktien von Aixtron (+5,62 %) und Nordex (+5,95 %) angeführt. 

Die Wall Street verlor am Donnerstag auf hohem Niveau an Momentum. Der Seitwärtstrend muss vor dem Hintergrund der weitreichenden Börsenschließungen in Asien gesehen werden, die das Handelsvolumen insgesamt negativ beeinflussen. So schloss der Dow Jones Industrial Average Index bei 31.430,70 Punkten (-0,02 %) und der S&P 500 Index verbesserte sich leicht um 0,17 % auf ein neues Allzeithoch bei 3.916,38 Punkten. 

Die stärkste Benchmark war der Nasdaq Composite Index, der sich vom Rest absetzen und um 0,38 % auf 14.025,77 Punkte steigen konnte. Doch selbst die Nasdaq hatte Mühe, im Plus zu bleiben und sank nach einem starken Start unter den Schlusskurs des Vortages zurück, um sich dann zum Handelsende wieder ins Plus vorzuarbeiten. 

 

Biotest schlägt die eigene Umsatz- und EBIT-Prognose

 

Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte BioTest ein Umsatz von 484 Mio. Euro erreichen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen entspricht das einem Wachstum im Jahresvergleich von 15 % nach 419 Mio. Euro in 2019. Der Vorstand begründete das Wachstum mit einer Expansion der Absatzmärkte Richtung Osten, wobei der Eintritt in China eine wichtige Rolle gespielt hat. Auf Ebene des operativen Gewinns vor Steuern und Zinsen bleibt das Unternehmen mit voraussichtlich -1 bis -2 Mio. Euro knapp unter dem Break-Even. Die ursprüngliche Prognose ging von einem EBIT von -10 Mio. Euro aus. Biotest begründete das Ergebnis mit hohen Anlaufkosten. Den vollständigen Bericht wird das Unternehmen am 31. März vorlegen.

 

Disney schlägt die niedrigen Erwartungen

 

Die Pandemie hat das operative Ergebnis von Disney mit 2,6 Mrd. US-Dollar belastet. Die geringeren Erträge resultieren im Wesentlichen aus dem Park-Geschäft. Die meisten Vergnügungsparks des Konzerns waren im 1. Fiskalquartal entweder geschlossen oder konnten nur mit einer geringeren Besucherzahl arbeiten. Auch der Aufwand stieg, denn die stark erhöhten Hygienemaßnahmen kosten Disney viel Geld. Für das laufende Geschäftsjahr geht die Geschäftsführung davon aus, dass alleine dieser Posten sich auf 1 Mrd. US-Dollar belaufen wird. 

 

Walt Disney Company

 

Das Highlight des gestern Abend vorgelegten Berichts ist jedoch das Streaminggeschäft. Disney+ entwickelt sich zu dem Konkurrenten, den Netflix und Co. schon frühzeitig gefürchtet hatten. Obwohl der Service noch sehr jung ist, konnte Disney bereits 97 Mio. Abonnenten gewinnen. Allein im Dezember wuchs die Abonnentenbasis um 8 Millionen. Was unter anderem daran liegt, dass Disney den Streamingdienst zu Kampfpreisen anbietet. Da gleichzeitig auch die Kosten für den Dienst sehr hoch sind, verzeichnete der Konzern im 4. Quartal einen Rückgang des Gewinns um -99 % auf nur noch 17 Mio. US-Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal, als man 2,11 Mrd. US-Dollar verdiente. Der Umsatz sank um 22 % auf 16,2 Mrd. US-Dollar. Die Aktien stiegen nachbörslich um 1,53 % auf 193,72 US-Dollar.

 

L’Oréal gewinnt an Schwung in Q4

 

Die starke Erholung der Nachfrage in Asien hilft L’Oréal zum Jahresende. Der Kosmetikhersteller konnte seine Stellung in Fernost weiter ausbauen und China stieg zum zweitwichtigsten Markt hinter den USA auf. Auf vergleichbarer Basis wuchs das Geschäft in China um 27 % im Jahresvergleich. Ein Wachstum, das die anderen Regionen aufgrund der Covid-19-Krise nicht erreichten. Im 4. Quartal konnte L’Oréal einen Umsatz von 7,9 Mrd. Euro erreichen, was einem Wachstum von 4,8 % entspricht, wenn man negative Wechselkursveränderungen und den Einfluss von Akquisitionen herausrechnet. 

Der Gewinn sank im Jahresvergleich um 5 % auf 3,75 Mrd. Euro. Der Konzern konnte aber seine operative Marge stabil bei 18,6 % halten, indem der Betriebsaufwand reduziert wurde. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und dem anstehenden Wechsel an der Spitze verzichtete das Unternehmen auf einen Ausblick. Man avisierte jedoch eine Dividendenerhöhung um 3,9 % auf 4,00 Euro / Aktie. 

 

Tagestermine

 

Die Schweiz wird um 08:30 Uhr die Inflationsrate für Januar veröffentlichen. Der Verbraucherpreisindex lag im Dezember bei -0,8 % im Jahresvergleich und soll den Prognosen zufolge im Januar auf -0,6 % gestiegen sein. 

Um 16:00 Uhr bekommen wir wichtige Sentiment-Indizes aus den USA. Die Universität Michigan wird Indizes zur Inflationserwartung, zum Verbrauchervertrauen, die Konsumentenerwartungen und der aktuellen Lageeinschätzung bekannt geben. Im Vordergrund steht das Verbrauchervertrauen, das zuletzt im Januar bei 79,0 Punkten lag und nun im Februar auf 80,8 Punkte gestiegen sein soll.

 

12.02.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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