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Coinbase mit 845 % Umsatzwachstum, Airbnb mit hohem Buchungsvolumen und Disney+ enttäuscht - BÖRSE TO GO

Coinbase legt außerordentliches starkes Quartal vor - Umsatz steigt um 845 %

Exzerpt: Coinbase brilliert mit starken Zahlen, Airbnb weist starkes Wachstum aus und Disney enttäuscht mit Streaming-Service Disney+.

 

Der heutige Rebound im asiatischen Handel ist stark und breit aufgestellt. Alle wichtigen Börsenplätze liegen deutlich im Plus und holen Teile der Verluste der vergangenen Tage wieder auf. Allen voran steigen die Kurse in Tokio, wo der Nikkei 225 Index über 2 % im Plus notiert. Auch die Futures folgen der positiven Stimmung und klettern alle höher vor Eröffnung der europäischen Vorbörse. So wird der DAX-Future leicht höher bei 15.287 Punkten (+0,21 %) gesehen, der S&P 500 Future verbessert sich um 0,49 % auf 4.127 Punkte und der Nasdaq-Future steigt um 0,59 % auf 13.178 Punkte. 

Frankfurt traute sich am Donnerstag noch nicht. Die Stimmung war leicht optimistisch, aber der Rebound-Stimmung in den USA folgte man nur sehr verhalten. Der größte Gewinner des Tages war der TecDAX, der um 0,68 % auf 3.284,58 Punkte stieg, gefolgt vom DAX, der sich um 0,33 % auf 15.199,68 Punkte verbesserte und dem MDAX, der leicht um 0,18 % auf 31.695,57 Punkte stieg. Der einzige Verlierer des Tages war der SDAX. Der Index der Small-Caps gab um -0,22 % auf 15.453,09 Punkte ab.

Nach dem starken Sell-off am Mittwoch erholten sich die Kurse an der Wall Street am Donnerstag. Der S&P 500 Index stieg um 1,22 % auf 4.112,50 Punkte, der Dow Jones Industrial Average Index verbesserte sich um 1,29 % auf 34.021,45 Punkte und der Nasdaq Composite Index hinkte mit einem kleineren Gewinn von 0,72 % auf 13.124,99 Punkte hinterher. Der Russell 2000 Index erlebte mit einem Plus von 1,68 % auf 2.170,95 Punkte den stärksten Tagesgewinn von allen wichtigen Benchmarks. 

 

Coinbase mit außerordentlichem Quartalsabschluss

 

Die Kryptobörse Coinbase (US19260Q1076) legte ihren Quartalsbericht vor und zeigte außerordentlich starkes Wachstum beim Umsatz und Gewinn. Die Erlöse explodierten im Jahresvergleich regelrecht um 845 % auf 1,80 Mrd. US-Dollar. Obwohl die operativen Kosten ebenfalls stark stiegen, konnte Coinbase am Ende vor Steuern einen Gewinn von 997 Mio. US-Dollar und einen Gewinn nach Steuern von 772 Mio. US-Dollar ausweisen.

 

Coinbase Global Inc.

 

Die Kundenbasis wuchs sehr stark und gleichzeitig handelten die Kunden im Durchschnitt auch mehr als zuvor im 4. Quartal. Coinbase verweist auf einen Stamm von 56 Mio. verifizierten Kunden, wobei auch 8.000 institutionelle Kunden sein sollen. Die Zahl der Transaktionen der Endkunden pro Monat stiegen auf 6,1 Millionen und lagen damit mehr als doppelt so hoch wie im 4. Quartal 2020. Das Volumen der Assets auf der Plattform stieg von 90 Mrd. US-Dollar zum Jahresende auf 223 Mrd. US-Dollar zu Ende März. Die Aktien von Coinbase stiegen im nachbörslichen Handel nur leicht um 0,60 % auf 266,70 US-Dollar und bleiben damit deutlich unter dem Höchstkurs des ersten Handelstages, das bei 429 US-Dollar lag. 

 

Airbnb schlug die Umsatzerwartungen, enttäuschte beim Ergebnis

 

Airbnb (US0090661010) schlug die Umsatzerwartungen der Analysten. Die hatten sich aufgrund von Covid-19 auf einen Rückgang im Jahresvergleich auf 721 Mio. US-Dollar eingestellt. Doch die Kunden von Airbnb kamen schneller zurück als erwartet und zahlten obendrein auch mehr. So erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 887 Mio. US-Dollar, was 5 % über dem Vorjahresquartal lag. Die Zahl der Buchungen stieg um 13 % auf 64,4 Millionen und der Tagessatz für Mieten kletterte um 35 % auf 160 US-Dollar. Das Gesamtbuchungsvolumen stieg sogar um 52 % auf 10,3 Mrd. US-Dollar, während die Erwartungen bei 7,87 Mrd. US-Dollar lagen. 

Das Ergebnis verfehlte jedoch deutlich die Erwartungen. Airbnb wies für das abgelaufene Quartal einen Verlust von 1,8 Mrd. US-Dollar aus, während die Wall Street sich auf einen Verlust von 680 Mio. US-Dollar vorbereitet hatte. Zu den zusätzlichen Verlusten führten im wesentlichen Kosten für Aktienoptionsprogramme und Kosten für die Notfallfinanzierungen, die man im vergangenen Jahr aufnehmen musste. Das „bereinigte“ EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) sieht das Unternehmen bei -59 Mio. US-Dollar, was besser als erwartet war. Die Aktien sanken im nachbörslichen Handel um -1,77 % auf 133,35 US-Dollar.

 

Disney+ Wachstum enttäuscht die Anleger

 

Disney (US2546871060) enttäuschte die hohen Erwartungen der Wall Street. Die Aktien des Unterhaltungsgiganten sanken nach Vorlage der Quartalszahlen im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als -5 % und schlossen letztlich -3,89 % tiefer bei 171,40 US-Dollar. Damit setzte sich die Skepsis der Anleger fort, die bereits Mitte März einsetzte. Im Mittelpunkt der Enttäuschung steht ausgerechnet der Streaming-Service Disney+. Die Plattform erreichte im abgelaufenen Quartal 103,6 Millionen Abonnenten, was jedoch deutlich unter der Mindesterwartung der Analysten lag, die auf 110,3 Millionen Abonnenten und mehr getippt hatten. Das größte Problem der Plattform ist derzeit die Tiefe des Angebotes. Die Qualität ist sehr hoch, aber die Vielfalt an neuem Content ist zu gering. 

 

Tagestermine

 

Am letzten Handelstag der Woche stehen im Wesentlichen nur die amerikanischen Makrodaten im Vordergrund. Die wichtigsten sind heute um 14:30 Uhr die Einzelhandelsumsätze für den Monat April. Nach einem starken Anstieg um 9,7 % im März wird nun für April ein leichterer Anstieg um 1,0 % im Vergleich zum Vormonat erwartet. 

Auch der Entwicklung der Inflationserwartungen im Monat Mai kommt heute um 16:00 Uhr besondere Bedeutung zu, nachdem die Inflationsrate in Amerika jüngst stark gestiegen ist. 

 

14.05.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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