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Section 899 sorgt für Panik, US-Strafzölle bleiben und Meyer Burger entlässt alle - BÖRSE TO GO

Section 899 sorgt für Panik - Trump will Dividenden und Zinsen von Ausländern besteuern

NTG24 - Section 899 sorgt für Panik, US-Strafzölle bleiben und Meyer Burger entlässt alle - BÖRSE TO GO

 

Section 899 sorgt für Panik. Das neue Gesetzespaket der Trump-Administration könnte ausländische Investoren vergraulen. Kein Ende für die US-Strafzölle. Die überraschende gerichtliche Aussetzung der Strafzölle wurde selbst innerhalb weniger Stunden ausgesetzt. Meyer Burger muss alle Mitarbeiter in Arizona entlassen. Der Solarmodul-Fabrik geht das Geld aus. 

Am letzten Handelstag der Woche sieht Asien rot. Die Anleger sichern sich vor dem Wochenende ab, was alle Benchmarks in der Region unter Abgabedruck setzt. Am stärksten erwischt es den Nikkei 225 Index und den Hang Seng Index, der zwischenzeitlich mehr als -1,5 % abgibt. Der Terminmarkt neigt ebenfalls zur Schwäche. Alle amerikanischen Aktienindex-Future notieren tiefer, während der DAX-Future (Juni) sich vor Eröffnung der europäischen Vorbörse bei 24.010,50 Punkten halten kann.  

Der Handel am Vatertag verlief in Frankfurt ruhig, aber überwiegend positiv. Der SDAX setzte sich mit einem Tagesplus von 0,23 % auf 16.713,30 Punkte an die Spitze. Die Stämme von Sixt (DE0007231326) führten dabei die Liste der Gewinner mit einem Anstieg um 2,61 % auf 84,65 Euro. Der MDAX verbesserte sich leicht um 0,16 % auf 30.697,55 Punkte und der TecDAX schloss nahezu unverändert bei 3.852,02 Punkten (+0,07 %). Der einzige Ausreißer war der DAX, der um -0,73 % auf 23.957,386 Punkte sank. Die Aktien von Zalando (DE000ZAL1111) waren hier die größten Verlierer mit einem Tagesverlust von -2,25 % auf 30,84 Euro. 

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Der Handel in New York fiel ebenfalls ruhig, aber positiv aus. Der S&P 500 Index führte die Liste der Gewinner mit einem Anstieg um 0,40 % auf 5.912,17 Punkte, wobei das Schwergewicht Nvidia (US67066G1040) nach den Quartalszahlen 3,25 % auf 139,19 US-Dollar zulegen konnte. Der Dow Jones Industrial Average Index verbesserte sich um 0,28 % auf 42.215,73 Punkte und der Nasdaq 100 Index stieg um 0,21 % auf 21.363,95 Punkte. 

 

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Section 899 sorgt für Panik

 

Abschnitt 899 im neuen „Big, Beautiful Bill“ von Präsident Trump sorgt für Panik an der Wall Street. Das Gesetzespaket, das laut den Republikanern für umfassende Steuersenkungen für Amerikaner sorgen soll, enthält einen kleinen Abschnitt, der die bisherige Besteuerung für ausländische Investoren erheblich zu deren Ungunsten ändern kann. Im Kern geht es um die Höherbesteuerung und die Einführung neuer Steuern auf Erträge ausländischer Investoren. Die Besteuerung von Dividenden und sonstigen Erträgen wie Zinsen auf Unternehmensanleihen soll für vier Jahre lang jedes Jahr um 500 Basispunkte bzw. 5 Prozentpunkte steigen. Unklar ist, ob Zinsen auf amerikanische Staatsanleihen besteuert werden. Heute erhalten ausländische Investoren ihre Zinsen steuerfrei und müssen die Erträge dann an ihrem Sitz versteuern. Auch sollen bisher steuerbefreite Gruppen wie Sovereign Wealth Funds ihren Status verlieren. Diese neuen Steuern sollen für Länder eingeführt werden, die „unfaire ausländische Steuern“ erheben. Dazu zählen aus Sicht der Trump-Administration die meisten Länder der EU, Großbritannien, Australien, Kanada und viele andere. Die neuen Steuern sollen zusätzlich zu den bereits bestehenden Steuern der Sitzländer des Investors erhoben werden. Zu den möglichen Folgen gehört, dass der US-Dollar abwertet und die positive Rolle der Kapitalbilanz, die die traditionell negative Leistungsbilanz auffängt, geschwächt wird. 

 

Kein Ende der Zollpolitik

 

Am Vatertag sorgte in Europa eine Gerichtsentscheidung in den USA für hohe Aufmerksamkeit. Das Gericht für Internationalen Handel hatte am Donnerstag entschieden, dass das Weiße Haus mit der Einführung der Zollpolitik ihre Befugnisse überschritten hat und untersagte die Belegung von Importen mit Strafzöllen. Das Handelsgericht betonte, dass die Verfassung dem Kongress das exklusive Recht zugesprochen hat, den Handel mit anderen Ländern zu regeln. Die Rechtsgrundlage des Weißen Hauses, dass es sich hier um eine wirtschaftliche Notlage der Nation handelt, erkannte das Handelsgericht nicht an. Doch die Gerichtsentscheidung wurde innerhalb weniger Stunden von einem Berufungsgericht zeitweilig ausgesetzt, bis das Weiße Haus seinen Fall am 09. Juni vor dem Berufungsgericht vortragen kann. Präsident Trump selbst bedauert die Entscheidung des Handelsgerichts und kündigte an, den Fall im Zweifel vor den Supreme Court für eine endgültige Entscheidung zu bringen. 

 

Meyer Burger entlässt US-Mitarbeiter

 

Der Absturz von Meyer Burger (CH1357065999) geht in die nächste Runde. Das Werk für Solarprodukte in Goodyear, USA, sollte dem Unternehmen helfen, aus der Krise zu kommen. Jetzt wird der Ausflug zum Rohrkrepierer und Meyer Burger muss alle 282 Mitarbeiter vor Ort entlassen.  Versprochen wurde eine Jahresproduktion von 1,4 Gigawatt, doch man schaffte es noch einmal, die Produktion komplett aufzubauen, weil das Geld ausging. Die Fabrik in Goodyear sollte die Solarzellen zu Modulen weiterverarbeiten, die im deutschen Werk Thalheim produziert werden. 

 

 

Tagestermine

 

Der heutige Freitag begann um 08:00 Uhr mit den Einzelhandelsumsätzen in Deutschland im Monat April, die von starken Revisionen geprägt waren. Im Jahresvergleich war mit einem Rückgang des Wachstums von 3,3 % auf 1,8 % gerechnet worden. Die Zahl für das Vorjahr wurde jedoch von 3,3 % scharf auf 1,3 % gekürzt, womit sich ein höheres Wachstum in diesem Jahr von 2,3 % ergibt. Im direkten Vergleich zum März 2025 sind die Einzelhandelsumsätze jedoch um -1,1 % (Prognose: +0,2 %) eingebrochen, nachdem die März-Zahlen von -0,2 % auf +0,9 % revidiert wurden. 

Am Nachmittag um 14:00 Uhr erwarten wir die vorläufigen Inflationsdaten für Deutschland im Monat Mai. Der Anstieg der Inflationsrate im Jahresvergleich soll sich von 2,1 % auf 2,0 % abgeschwächt haben. Im Vergleich zum Vormonat April wird mit einem leichten Anstieg um 0,1 % gerechnet.

 

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30.05.2025 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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