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Der Commerzbank geht die Puste aus, Puma gibt auch schon wieder nach, Tesla macht mal wieder große Versprechen und SFC Energy rudert zurück

An den Märkten machen sich wieder Sorgen und Ernüchterung breit

NTG24 - Der Commerzbank geht die Puste aus, Puma gibt auch schon wieder nach, Tesla macht mal wieder große Versprechen und SFC Energy rudert zurück

 

Ein weiterer schwacher Handelstag liegt hinter uns, der wieder einmal bestimmt war von diversen Unsicherheiten. Die Freude über eine mögliche Zinssenkung der Fed trat schon wieder vollständig in den Hintergrund, nachdem US-Präsident Donald Trump die Märkte mit der angekündigten Entlassung einer Notenbankerin erschütterte und den Zolldeal mit der EU durch neuerliche Maßnahmen schon wieder aufweichte. Dazu gesellten sich bei manchem Einzeltitel noch ganz andere Sorgen.

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Die Anleger der Commerzbank (DE000CBK1001) bekommen es verstärkt mit der Angst darüber zu tun, dass die Aktie nach einer fulminanten Rallye vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen sein könnte. Genau zu diesem Schluss kam nun auch die Bank of America, welche vor einer Überbewertung warnt und ihre Einschätzung auf „Underperform“ senkte. Zuvor kassierte auch die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung für die Commerzbank-Aktie.

 

 

 

Die Aktionäre nehmen das durchaus ernst und so scheint das Papier in den Korrekturmodus überzugehen. Um etwas mehr als fünf Prozent segelte der Kurs am Dienstag in die Tiefe und landete schließlich bei 34,36 Euro. Sehr gelegen kommt dies freilich den Übernahmeplänen von Unicredit. Je mehr der Kurs nachgibt, desto günstiger wird das Vorhaben der Italiener. Eine Reaktion auf den kleinen Kursrutsch gab es von dort allerdings noch nicht.

 

Puma kühlt sich ab

 

Die Aktie von Puma (DE0006969603) hat schon länger keine Rallye mehr erlebt. Zuletzt gab es aber immerhin einen kleinen Sprung in die Höhe zu sehen, nachdem Gerüchte über einen Verkauf der Anteile der Familie Pinault die Runde machten. Doch selbst wenn es dazu kommen sollte, würde dies wenig an den fundamentalen Problemen beim Sportartikelhersteller ändern.

Das ist den Börsianern durchaus bewusst und so wurde das Kursplus von zeitweise 15 Prozent genutzt, um Gewinne einzustreichen bzw. Verluste zu reduzieren. Der Dienstag beförderte die Puma-Aktie um 5,1 Prozent zurück in die Tiefe bis auf 20,63 Euro zu Handelsschluss. Der Chart bleibt ein trauriger Anblick und eine Wende ist weiterhin nicht in Sicht. Sollten die Gerüchte sich etwas verdichten, könnte aber durchaus noch etwas Bewegung in die Angelegenheit kommen.

 

Tesla redet viel, wenn der Tag lang ist

 

Die Aktie von Tesla (US88160R1014) lebt angesichts mauer Absatzzahlen dieser Tage vor allem von großen Erwartungen rund um Robotaxis, die seit einer Weile testweise unterwegs sind. Experten zweifeln weiterhin daran, dass der Hersteller vollständig autonome Fahrsysteme nur mit Kameras auf die Beine stellen kann. CEO Elon Musk machte aber mal wieder große Versprechen. Auf dem Kurznachrichtendienst „X“ teilte er noch am Wochenende mit, dass die nächste Version von FSD zwei bis dreimal besser als ein menschlicher Fahrer sei.

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Zu Beginn der laufenden Woche relativierte Musk diese Aussage wieder etwas, wie „Teslamag“ berichtet. Es werde wohl noch „ein paar Monate“ dauern, bis FSD V14 sicherer als ein durchschnittlicher menschlicher Fahrer sei. Doch am grundsätzlichen Versprechen ändert sich nichts. Obschon Musk in der Vergangenheit etliche Versprechen rund um das autonome Fahren nicht einhalten konnte, scheinen ihm noch immer viele Anleger zu vertrauen. Der Aktienkurs legte am Dienstag um 1,5 Prozent auf 351,67 US-Dollar zu.

 

SFC Energy zieht den Sparstrumpf an

 

Für überzogene Versprechungen ist SFC Energy (DE0007568578) eher nicht bekannt. In der Vergangenheit konnte das Unternehmen seine Prognosen häufig erfüllen, teils sogar übertreffen. Doch die Lage scheint sich einzutrüben, denn Zölle und ungünstige Wechselkurse ließen das um Sondereffekte bereinigte Ebit zuletzt um etwa die Hälfte auf nur noch 4,6 Millionen Euro einbrechen. Wachstum gab es lediglich beim Umsatz, der sich um vier Prozent steigerte.

Um wieder für etwas mehr Gleichgewicht zu sorgen, will SFC Energy nun Kosten senken. Wie dies im Detail geschehen soll, bleibt allerdings noch offen. Die Aktionäre reagierten gefasst und scheinen das Vorgehen des Unternehmens zu unterstützen. Die Aktie konnte sich gestern um 1,4 Prozent auf 16,18 Euro verbessern, allerdings kam es bereits zu Monatsbeginn zu einer heftigen Korrektur und die schwächeren Gewinne waren wohl bereits eingepreist.

 

Übernehmen die Bären das Steuer?

 

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Werbebanner DegussaEs wäre verfrüht, schon von einer breiten Korrektur oder gar einem Bärenmarkt zu sprechen. Doch die Stimmung an den Märkten bleibt äußerst fragil und es ist vollkommen unvorhersehbar, welche Impulse die Geopolitik als nächstes aussenden könnte. Insbesondere Donald Trumps zunehmend autoritärer Führungsstil sorgt für große Verunsicherung. Bisher konnten die Börsen noch jeden Schock verkraften, der seit Jahresbeginn aus dem Weißen Haus kam. Allerdings muss es dabei nicht bis in alle Ewigkeit bleiben. Es ist weiterhin zu besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht zu raten.

 

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27.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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