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Bald endlich mehr Impfstoff von BioNTech, Pfizer, Moderna, CureVac, AstraZeneca, Johnson & Johnson und Sanofi. Altmaier für Corona-Lockerungen

Wann gibt es Lockerungen?

 

Am Mittwoch ist es wieder so weit. Bund und Länder kommen erneut zusammen, um über weitere Schritte in der Corona-Pandemie zu beraten. Dabei wird die Lage für die Noch-Kanzlerin Angela Merkel immer ungemütlicher, denn sie kann bei ihrer Lockdown-Politik längst nicht mehr auf das Maß an Rückendeckung setzen, welches sie noch vor einigen Wochen genoss.

Nachdem die Fallzahlen in Deutschland im Januar deutlich zurückgingen und man schon geglaubt hatte, die Kontrolle über die Pandemie zurückgewinnen zu können, zeichnete sich ab Mitte Februar jedoch eine Trendwende ab. Experten warnen deshalb schon vor einer dritten Welle.

 

Altmaier für Lockerungen bereits ab März

 

Momentan liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 65,8. Nach aktuellem Stand seien Öffnungen erst ab einer Inzidenz von unter 35 möglich. Gerade deshalb werden momentan die Stimmen nach einer Inzidenz-entkoppelten Lockerungspolitik immer lauter. Wirtschaftsminister Altmaier sprach sich dafür aus, sich bei der Lockerungsdebatte von Inzidenz-Schwellen zu distanzieren und stellt weitgehende Öffnungen in Aussicht.

Dabei müsse abgewogen werden, ob Lockerungen, einhergehend mit strengeren Schutzmaßnahmen im Einzelfall vertretbar sind. Hier sollen unter anderem Schnelltests und digitale Formen der Kontaktnachverfolgung zum Einsatz kommen.

Zusammen mit Verbänden und den Wirtschaftsministern der einzelnen Länder habe man sich nachdrücklich für verantwortungsvolle branchenübergreifende Öffnungsschritte ausgesprochen. Diese sollen auch für den Einzelhandel und die Gastronomie greifen. Das Konzept solle nun am kommenden Mittwoch diskutiert werden. Es wird jedoch aller Voraussicht nach auf viel Gegenwind stoßen, da besonders nach Expertenmeinung vieler Virologen die kommenden Wochen darüber entscheiden, wie Deutschland durch den Sommer kommt. Deshalb sei es notwendig, noch ein paar Wochen durchzuhalten, um nicht in die nächste Infektionswelle zu laufen.

Wirklich entspannen könne sich die Lage jedoch erst, wenn genug Menschen geimpft sind und so die Infektionsketten durchbrochen werden.

 

Wer liefert wie viel Impfstoff?

 

Nachdem letzte Woche besonders im Zusammenhang mit dem Impfstoff von BioNTech (ISIN: US09075V1026) und Pfizer (ISIN: US7170811035) positive Nachrichten im Zusammenhang mit der Wirksamkeit des Vakzins die Runde machten, wartet man immer noch vergeblich darauf, dass die Impfkampagne endlich ins Rollen kommt. Der Grund für die schleppenden Impfungen liegt an einer mangelnden Versorgung von Impfstoff. Nachdem die EU letzten Sommer nur zögerlich Verträge mit den Herstellern abgeschlossen hatte, steht man jetzt weiter hinten auf der Versorgungsliste. Bis zum Ende des ersten Quartals 2021 sollen die Bundesrepublik insgesamt knapp 20 Millionen Dosen erreichen. Dieser Impfstoff reicht jedoch gerade einmal für gut 10 Millionen Menschen, wenn man bedenkt, dass zwei Dosen für die Immunisierung benötigt werden.

 

Deutlich mehr Impfstoff im zweiten Quartal

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm zweiten Quartal des Jahres sollen jedoch deutlich mehr Dosen folgen. Insgesamt knapp 77 Millionen. Davon entfällt der größte Teil auf den deutschen Hersteller BioNTech und seinen amerikanischen Partner Pfizer. 40,2 Millionen Dosen werden von dem begehrten Vakzin ihren Weg nach Deutschland finden. Von Moderna (ISIN: US60770K1079) sollen es gerade einmal 6,4 Millionen Dosen sein. Der schwedisch-britische Pharmakonzern AstraZeneca (ISIN: GB0009895292), welcher in den letzten Wochen aufgrund einer angeblich niedrigen Wirksamkeit für Furore sorgte, rechnet im nächsten Quartal mit 16,7 Millionen Impfdosen.

Auch die beiden Hersteller Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046) und CureVac (ISIN: NL0015436031), welche beide noch auf die finale Zulassung der europäischen Zulassungsbehörde warten, planen 10,1 Millionen bzw. 3,5 Millionen Impfdosen für Deutschland ein. Im Falle von Johnson & Johnson wird mit einer Zulassung Mitte März gerechnet. Besonderheit des Vakzins ist, dass nur eine Dosis für die vollständige Wirksamkeit benötigt wird. Die Zulassung für CureVac wird Anfang Juni erwartet.

 

Impfangebot bis Sommer

 

Die Bundesregierung plant, jedem Deutschen ein Impfangebot im Sommer machen zu können. Deshalb werden im dritten Quartal die Impfstoff-Lieferungen noch einmal erhöht und sollen sich nach aktuellem Stand auf 126,6 Millionen Dosen belaufen. Für das viertel Quartal wird zudem mit einer Versorgung durch Sanofi (ISIN: FR0000120578) kalkuliert. Der Hersteller soll 27,5 Millionen der 100,2 Millionen geplanten Dosen liefern.

 

02.03.2021 - Tim Gerstenberg - tg@ntg24.de

 









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