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Der Tag – Deutsche Bank, SAP, Varta, BP, TUI, Bayer ziehen Aufmerksamkeit auf sich

Der Handelstag - Bericht zum 15.01.2021

 

Die Handelswoche endet so, wie sie begonnen hatte: mit Verlusten. Die weltweite Diskussion in über einen noch längeren und weiter verschärften Lockdown erinnert die Marktteilnehmer daran, dass das ,,Best Case – Szenario‘‘, welches einige scheinbar eingepreist hatten, nicht so sicher ist wie bislang angenommen.

An den Aktienmärkten geht nun also wieder die Angst vor einem noch härteren Lockdown um, die die Wachstumsprognosen für dieses Jahr schnell zur Makulatur werden lassen kann. Bund und Länder werden bereits am Dienstag zusammenkommen und über eine weitere Verschärfung der Coronavirus-Restriktionen beraten.

Der DAX gibt bis Handelsschluss 200 Punkte bzw. 1,44 % auf 13.788 Punkte ab. An der Wall Street gibt der Dow Jones aktuell 113 Punkte auf 30.888 Punkte ab.

Bei den Einzelwerten gab es im DAX heute nur 2 Werte ohne rotes Vorzeichen, aber auch nur mit minimalen Zuwächsen. Entsprechend lang war die jene mit den Minuszeichen. Ganz unten stand heute im DAX die Aktie der Deutschen Bank (DE0005140008), die nach den deutlichen Zuwächsen der letzten Tage zurückfiel und bis Handelsschluss 3,69 % abgab.

Die Aktien von SAP (DE0007164600) drehten nach anfänglichen Aufschlägen mit der allgemeinen Kursschwäche ins Minus. Die am Vortag publizierten vorläufigen Quartalszahlen fanden aber positive Resonanz. Der Konzern hatte auch mitgeteilt, dass der Vorstand um zwei neue Mitglieder erweitert wird Julia White wird den neuen Bereich des Chief Marketing and Solutions Officer übernehmen, Scott Russell künftig die Customer-Success-Organisation leiten. Russell folgt auf Adaire Fox-Martin, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch Ende Januar verlassen wird.

Auch auf der Insel kam es zu einer Personalveränderung: BP (GB0007980591) teilte mit, dass Alison Carnwath ihre Funktion als ,,Non-executive director‘‘ aufgibt. Er gehörte dem Board 3 Jahre an.

Die Aktien von Varta (DE000A0TGJ55) kam außerdem heute im MDAX stärker unter Druck und gaben zum Handelsschluss 5,36 % auf 114,80 Euro ab. Auslöser war eine Nachricht, der zufolge die Samsung und LG Electronics planen, eigene Mikrobatterien zu produzieren.

TUI (DE000TUAG000) hatte dagegen heute wieder einmal Rückenwind. Ein Grund: Die Ratingagentur Moody's hatte ihren Ausblick für die Bonität des Reisekonzerns auf stabil von negativ angehoben. Moody’s bestätigte das Corporate Family Rating (CFR) der Tui AG mit Caa1 und sieht weiterhin substanzielle Risiken für ausstehende Verbindlichkeiten.

,,Unsere Entscheidung, den Ratingausblick der Tui auf stabil zu heben, spiegelt die beträchtliche Liquiditätsspritze wider, die durch drei Unterstützungspakete mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Milliarden Euro bereitgestellt wurde", sagte Vitali Morgovski von Moody's. Diese hätten einen außergewöhnlich hohen Cash-Burn im Geschäftsjahr 2020 weitgehend abgedeckt und bietet einen signifikanten Puffer in einem immer noch sehr herausfordernden Marktumfeld.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBayer (DE000BAY0017) schließlich hielt sich mit einem Tagesverlust von 0,84 % auf 52,20 Euro insgesamt gut. Auf die Stimmung dürfte aber das kalte Wasser gedrückt haben, welches der Chef der Pharmasparte auf das Sentiment goss. Denn Stefan Oelrich sagte der ,,Financial Times‘‘, dass der Konzern auf eine ,,Patentklippe‘‘ zusteuert, welche nicht einfach so auszugleichen sei. Im Fokus standen der Blutverdünner und Blockbuster Xarelto sowie das Augenmedikament Eylea. Beide hatten nach zweistelligem Wachstum 2019 einen Umsatz von 6,62 Mrd. Euro erzielt. Oelrich sagte nun, dass es für neue Medikamente ,,mathematisch unmöglich‘‘ sei, diese Patent-Klippe auszugleichen. Die Patente für beide Medikamente hatten 2020 den Patentschutz für wichtige Inhaltsstoffe in China verloren.

Und was gab es sonst noch am Markt? Der US-Dollar war heute erneut fester und gewinnt bisher gegen den Euro 0,51 % auf 1,2089 Dollar je Euro.

Öl gibt 2,12 % auf 55,03 Dollar ab, Bitcoin erlebt einen Schwächeanfall und verliert 8 % auf 36.000 Dollar.

Die US-Zinsen sind weiter im Aufwärtsmodus. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt derzeit 4 Stellen tiefer bei 1,09 %, während die 10-jährige deutsche Bundesanleihe 1 Stelle zulegt und auf eine Rendite von – 0,5421 % steigt.

 

15.01.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 









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