
BP mit Rückenwind an der Börse
BP entwickelte sich in einem schwierigen Umfeld besser als befürchtet
BP wurde im 2. Quartal von der hohen Volatilität am Ölmarkt erfasst, konnte sich aber sehr gut positionieren. Erfreulich ist insbesondere, dass man die Produktion gesteigert hat, im Raffineriegeschäft deutlich mehr verdiente und im Handelsgeschäft sehr gut abschnitt.
Ein Gebot von Shell (GB00BP6MXD84) hat BP (GB0007980591) (noch) nicht bekommen. Aber was noch nicht ist, kann noch werden. In der Zwischenzeit entwickelt sich BP operativ besser als erwartet. Und das, obwohl das Umfeld alles andere als einfach ist. Die Zahlen für das 2. Quartal werden erst am 05. August veröffentlicht, aber BP gab am Freitag einen ersten Einblick auf die wichtigsten Eckdaten:
Die niedrigeren Energiepreise dämpften den Erfolg im Juni-Quartal, aber man produzierte mehr und die Handelsabteilung machte einen guten Job. Der gesunkene Ölpreis, der im Durchschnitt bei 67,88 US-Dollar je Barrel (Q1: 75,73 US-Dollar) lag, drückte den Umsatz um 600 bis 800 Mio. US-Dollar. Das gleiche Bild beim Erdgas, wo BP zwischen 100 und 300 Mio. US-Dollar weniger Umsatz erlöste. Hier sank der Durchschnittspreis von 3,65 US-Dollar für eine MMBTU (Metric Million British Thermal Unit) auf 3,44 US-Dollar.
BP mit Rückenwind an der Börse
Die geringeren Verkaufspreise resultieren aus der massiven Erhöhung der Produktion bei OPEC+, die mit der kommenden Produktionsausweitung im August dann jeden Tag rund 1,9 Mio. Barrel Rohöl mehr als zum Jahresbeginn fördern wird. Damit hat das Kartell dann im August rund 80 % seiner Kürzungen zurückgenommen, die man in den letzten Jahren aufrechterhalten hatte, um den Preis zu stützen.
Doch es gab auch viele gute Nachrichten. BP erzielte im Raffineriegeschäft deutlich höhere Margen von 21,1 US-Dollar je Barrel (Q1: 15,2 US-Dollar). Ein Plus von 39 %. Gleichzeitig sorgte die hohe Volatilität im Handel dafür, dass die Handelsabteilung mehr Geld verdienen konnte. Insgesamt soll der Effekt bei rund 500 Mio. US-Dollar liegen, womit man die geringeren Preise nicht vollständig kompensierte, aber das Ausmass abdämpfte. Es gibt noch einen Wermutstropfen: Das Management erwartet Wertberichtigungen in einer Spanne von 500 Mio. US-Dollar bis 1,5 Mrd. US-Dollar für das 2. Quartal. Das Unternehmen teilte jedoch nicht mit, wofür die Wertberichtigungen vorgenommen werden.
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12.07.2025 - Mikey Fritz
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