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Tesla startet wieder durch, auch Daimler Truck strebt in Richtung Norden, Valneva verliert derweil an Rückhalt und auch TeamViewer tut sich wieder schwer

Die „German Angst“ lässt wieder nach

NTG24 - Tesla startet wieder durch, auch Daimler Truck strebt in Richtung Norden, Valneva verliert derweil an Rückhalt und auch TeamViewer tut sich wieder schwer

 

Auch am letzten Handelstag vor Weihnachten drehte sich mal wieder viel um die Omikron-Variante. Immer mehr Ergebnisse von klinischen Studien trudeln ein und die scheinen mehr oder weniger das gleiche Bild zu zeichnen. Zwar überträgt die neue Corona-Variante sich ziemlich eindeutig schneller als bisherige Mutationen. Dafür scheinen aber auch schwere Verläufe mit langen Krankenhausaufenthalten seltener zu werden.

Experten warnen davor, daraus vorschnell und falsche Schlüsse zu ziehen. Doch an der Börse ist das Ganze mitverantwortlich dafür, dass es eine allgemeine Erholung zu sehen gibt. Von der kann auch Tesla (US88160R1014) profitieren. Nachdem die Aktie des E-Auto-Pioniers zuletzt weit gefallen und bei knapp 800 Euro angekommen war, ging es in den letzten zwei Tagen wieder um gute 16 Prozent auf 927,40 Euro aufwärts.

Damit stieg die Marktkapitalisierung auch wieder über die prestigeträchtige Marke von einer Billion USD, was angesichts der jüngsten Meldungen nicht selbstverständlich ist. Nicht stören lassen die Anteilseigner sich von erneuten Ermittlungen der US-Behörden. Ein Video eines Finnen, der seinen Tesla aufgrund einer zu teuren Reparatur sprengte, ist auch kaum mehr als eine Kuriosität am Rande.

 

Daimler Truck beschenkt seine Anleger

 

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Werbebanner ClaudemusAuch bei Daimler Truck (DE000DTR0CK8) konnten die Anteilseigner sich gestern wieder über grüne Vorzeichen freuen. Um 4,85 Prozent konnte das Papier sich verbessern und damit den jüngsten Abwärtstrend endlich wieder beenden. Nachdem die Bären sich schon verdächtig nahe an die 30-Euro-Marke herantasteten, standen bei Handelsschluss am Donnerstag wieder 32,40 Euro auf der Anzeigetafel.

Das dürfte den Bullen in der kommenden Woche wieder etwas mehr Mut geben und möglicherweise den Startschuss zu einer neuen Rekordjagd bilden. Mit einer solchen rechnen die Analysten weiterhin fest, deren Kursziele sich mit überwältigender Mehrheit jenseits von 40 Euro bewegen, obwohl Daimler Truck solche Sphären bisher noch nicht erreicht hat.

 

Valneva hält dem Druck nicht stand

 

Während Daimler Truck und Tesla ohne nennenswerte Impulse steigen konnten, gab es bei Valneva (FR0004056851) tatsächlich gute Nachrichten zu vernehmen. Die standen nicht einmal mit Corona in Verbindung. Stattdessen präsentierten die Franzosen erfreuliche Testergebnisse um einen Impfstoff gegen das Chikungunya-Fieber, welches vor allem in Asien und Afrika verbreitet ist.

Valneva zeigt damit einmal mehr, dass das Unternehmen aus mehr als nur dem Tot-Impfstoff gegen Corona besteht. Der zieht aber nach wie vor alle Aufmerksamkeit auf sich und jegliche Informationen um andere Produkte in der Pipeline interessieren die Anleger augenscheinlich gar nicht weiter. Entsprechend gab es auch keine Kursgewinne zu sehen, stattdessen bewegte sich Valneva am Donnerstag um rund vier Prozent auf 25,44 Euro in Richtung Süden. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass die mutmaßlich weniger dramatische Omikron-Variante Aussichten auf einen höheren Impfdruck etwas abschwächten.

 

Besser als nichts?

 

Ein kleines Geschenk zum Fest konnte auch TeamViewer (DE000A2YN900) den Anlegern nicht bieten. Zwar gab es weder eine bessere Prognose noch unerwartete Umsatzsprünge zu sehen. Zumindest gelang es den Bullen aber, die Rückeroberung der 12-Euro-Marke mit in die Feiertage zu nehmen. Mit 12,02 Euro notieren die Anteile des Software-Herstellers knappe 12 Prozent höher als beim Allzeit-Tief von 10,75 Euro.

Damit einher geht die vage Hoffnung darauf, dass TeamViewer endlich den Tiefpunkt hinter sich lassen könnte und der Blick nun wieder vorsichtig in Richtung Norden läuft. Allerdings ist weiterhin Vorsicht walten zu lassen. Ähnliche Erholungen gab es in den vergangenen Wochen schon einmal zu sehen, nachhaltig waren die bisher nicht. Die Trendwende wird in der nächsten Woche also erst noch bestätigt werden müssen. Zumindest können die Anleger sich aufgrund des Börsenfeiertags an Heiligabend nun ganze drei Tage am aktuellen Kurs laben.

 

Frohes Fest

 

Im Großen und Ganzen verlief der gestrige Handel recht erfreulich und versöhnlich, was angesichts der Weihnachtstage wohl als angemessen angesehen werden darf. Natürlich konnte von der allgemein guten Stimmung nicht jeder profitieren. Vor allem jene Titel, die zu Wochenbeginn schwer Federn lassen mussten, kamen aber wieder auf deutlich ansehnlichere Kurse.

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Werbebanner ISIN-WatchlistBleibt abzuwarten, was die kommenden Tage mit sich bringen, denn trotz Weihnachten wird die Welt vor allem mit Blick auf die Pandemie kaum stillstehen. Es ist aber bereits absehbar, dass die Panik rund um Omikron an den Märkten im ersten Moment (mal wieder) etwas überzogen ausfiel. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf dürften die meisten Anleger recht entspannt die Feiertage begehen und das sei ihnen auch gegönnt. Auch von mir an dieser Stelle ein gesegnetes und entspanntes Fest und die einfache Empfehlung, sich an diesem Wochenende auf das Positive zu konzentrieren. Denn das kam in letzter Zeit viel zu oft zu kurz, sowohl an der Börse als auch anderswo.

 

24.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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