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Intel bekommt neuen CEO, um im Kampf gegen AMD und Nvidia wieder aufzuholen

Intel-Aktie bietet Chancen auf Trendwende

 

In den vergangenen zwölf Monaten geriet der Chipproduzent Intel (ISIN: US4581401001; WKN: 855681) gegenüber Konkurrenten wie AMD (ISIN: US0079031078; WKN: 863186) und Nvidia (ISIN: US67066G1040; WKN: 918422) immer stärker unter Druck. Während beide Titel dank neuer Produkte, die gut vom Markt angenommen werden, im Jahresvergleich um rund 74 % bzw. 95 % zulegen konnte, trat die Intel-Aktie unter hohen Schwankungen zeitgleich nahezu auf der Stelle. So litt Intel insbesondere unter einem Strategiewechsel des Apple-Konzerns, der seine Mac-Computer künftig mit eigenen Prozessoren ausstatten will.

Um das verloren gegangene Vertrauen nun wieder zumindest teilweise zu reparieren, wird bei Intel nun ein neuer Vorstandschef das Ruder übernehmen. Wie der Konzern mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara nun mitteilte, wird der eher erfolglose CEO Robert Swan die Firma nun bis Mitte Februar verlassen. Anschließend wird der noch amtierende VMware Chef Pat Gelsinger das Ruder übernehmen. Dem im Jahr 1961 in Kingston (Jamaika) geborenen Unternehmer dürfte Intel bereits bestens bekannt sein, da er bereits bis zum Jahr 2009 für Intel in leitender Position tätig war.

 

Q4-Zahlen werden am 21. Januar mit Spannung erwartet

 

In rund einer Woche wird der Intel-Konzern die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 (per März 2021) präsentieren. Derzeit erwarten die Analysten, dass Intel im Zeitraum von Oktober bis Dezember einen Umsatz von rund 17,4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat. Zudem dürfte ein Reingewinn von 1,12 US-Dollar je Aktie angefallen sein, womit der Vorjahreswert von 1,52 US-Dollar je Anteilschein wahrscheinlich deutlich unterboten wird.

 

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAllerdings versucht Intel bereits jetzt mit konkreten Maßnahmen den Gewinnrückgang schnell zu stoppen. So sind die Amerikaner optimistisch, wieder mehr Rückenwind zu erhalten, da zuletzt Fortschritte in der 7nm-Fertigung erzielt werden konnten. Da aber der Verlust des Apple-Geschäfts auch das laufende Geschäftsjahr negativ beeinflussen dürfte und die jüngsten Fortschritte diese Verluste noch nicht kompensieren dürften, sind für die laufende Zwölfmonatsperiode ein rückläufiger Umsatz sowie ein Gewinnrückgang zu erwarten.

 

Fazit:

 

Aktuell ist die Aktie mit einem geschätzten 2021er-KGV von 12 extrem günstig bewertet. Allerdings bleiben die Aussichten für das Jahr 2021 noch trübe. Anleger, die aber davon überzeugt sind, dass das Unternehmen, wie derzeit von optimistischen Analysten erwartet, ab dem Jahr 2022 wieder an Fahrt aufnimmt, können mit einer kleinen Position einsteigen.

 

13.01.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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