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Kion am Abgrund, bei Nel ASA sinken die Daumen, BYD blickt in Richtung USA und die Deutsche Bank warnt vor schweren Tagen

Auch in der neuen Woche steht den Anlegern Gegenwind bevor

NTG24 - Kion am Abgrund, bei Nel ASA sinken die Daumen, BYD blickt in Richtung USA und die Deutsche Bank warnt vor schweren Tagen

 

Nachdem die letzten Handelstage von geradezu depressiver Stimmung beherrscht wurden, zeichnet sich für die neue Woche bisher noch keine größere Erholung ab. Die Futures für Dow Jones, DAX und Co. notierten am Montagmorgen bevorzugt leicht im roten Bereich und viele der Sorgen der Anleger sind so aktuell wie eh und je.

Befeuert wurden Ängste vor einer möglichen Rezession zuletzt auch durch schlechte Zahlen und die eine oder andere Gewinnwarnung. Für viel Aufmerksamkeit sorgte etwa, dass Kion (DE000KGX8881) im dritten Quartal mit Verlusten von 100 bis 140 Millionen Euro rechnet und außerdem einen negativen Cashflow in Aussicht stellte. Dafür verantwortlich sind vor allem rapide steigende Preise für Materialien und Energien, doch auch auf der Nachfrageseite ist längst nicht mehr alles eitel Sonnenschein.

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Werbebanner WikifolioDie Kion-Aktie hat entsprechend eine Woche zum Vergessen hinter sich. In den letzten fünf Tagen wurden immer wieder neue Tiefststände erreicht und es sind Kursabschläge von 36,83 Prozent zu beklagen. An eine schnelle Erholung scheint derzeit kaum zu denken zu sein. Nicht einmal die Schnäppchenjäger ließen sich bisher zu einem Investment hinreißen und die Reise könnte noch eine Weile weiter in Richtung Süden gehen.

 

Ausverkauf bei Nel ASA?

 

In einer nur wenig besseren Lage befindet sich derzeit die Aktie von Nel ASA (NO0010081235). Jene notiert zwar noch knapp oberhalb einer charttechnisch enorm wichtigen Linie bei 1,20 Euro. Immer mehr Analysten rechnen aber damit, dass es dabei nicht mehr lange bleiben wird. In den letzten Tagen senkten gleich drei Analysten den Daumen und rieten, die Papiere zu verkaufen. Die Kursziele bewegen sich umgerechnet bei den Pessimisten mittlerweile bei rund einem Euro und damit unterhalb des 52-Wochen-Tiefs, welches bei 1,05 Euro vorzufinden ist.

Natürlich gibt es auch noch optimistischere Naturen unter den Analysten, doch sie drohen immer mehr, in Unterzahl zu geraten. Derweil ließ auch das Anlegerinteresse in den letzten Tagen deutlich nach und die Nel ASA-Aktie stürzte bis auf 1,24 Euro am Wochenende herab. Aufgrund der anhaltenden Rezessionssorgen sind riskante Titel momentan ohnehin nur noch wenig gefragt. Langfristige Chancen treten da erst einmal in den Hintergrund.

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Keine Chance für BYD in den USA?

 

Zu den besseren Performern in den letzten Tagen gehörte noch die Aktie von BYD (CNE100000296). Der Konzern arbeitet momentan unter Hochdruck daran, auch im Ausland erfolgreich seine Elektroautos an die Frau und den Mann zu bringen. Auch der hochlukrative US-Markt soll dazu ins Auge gefasst werden. Wie die „IT-Times“ berichtet, könnte sich das aber schwierig gestalten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNicht nur sieht der Inflation Reduction Act vor, ab kommenden Jahr großzügige Subventionen für E-Autos auszuzahlen, deren Akku in den USA gefertigt wurde. Ab 2025 könnten in China hergestellte Batterien sogar vollständig verboten werden. Ob sich diese Pläne tatsächlich umsetzen lassen, ist erst einmal noch offen und von BYD wird das recht offen bezweifelt. Ein Markteintritt stünde aktuell aber unter keinem besonders guten Stern.

 

 

War das erst der Anfang?

 

Zuletzt herrschte an den Märkten eine derart schlechte Laune, dass manch einer glauben mag, viel schlimmer könnte es nicht mehr kommen. Genau davon geht aber die Deutsche Bank (DE0005140008) aus, sollte es tatsächlich zu einer Rezession kommen. In einem solchen Fall warnen Analysten des Geldhauses davor, dass der S&P 500 bis auf 3.000 Punkte in die Tiefe rutschen könnte. Aktuell steht der Index noch bei 3,873 Punkten, sodass Verluste von über 20 Prozent in Aussicht gestellt werden.

Die Anleger könnten also tatsächlich erst am Anfang eines großen Ausverkaufs stehen. In Stein gemeißelt ist ein solches Szenario aber noch nicht, was auch die Deutsche Bank selbst weiß. Sollte die Rezession ausbleiben, rechnet sie mit einer schnellen Erholung der Märkte und potenziell sogar mit einer Rückkehr zu vergangenen Höchstständen. Gegensätzlicher könnten diese Aussichten kaum sein, sodass Anleger ziemlich ratlos dastehen dürften. Investments scheinen da zu einer reinen Wette zu verkommen.

 

Nichts zu machen

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistLetztlich lässt sich derzeit nur abwarten, was die nächsten Tage für die Börsianer bringen könnten. Mit die größte Aufmerksamkeit wird die kommende Zinssitzung der Fed erhalten. Immer mehr Beobachter rechnen damit, dass die US-Notenbank das Tempo bei den Zinserhöhungen noch einmal anheben wird. Sollte es dazu kommen, würden die ohnehin schon bestehenden Ängste vor einer Rezession nochmals verstärkt werden. Außer abzuwarten können die Anleger in dieser Hinsicht erst einmal nicht viel tun und bis eine Entscheidung vorliegt, dürften die meisten Anleger eher vorsichtig bleiben.

 

19.09.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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