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Micron im Höhenflug, SK Hynix darf wohl weiter Anlagen nach China liefern und Samsung setzt auf moderne Technologie in den USA – BÖRSE TO GO

Die Speicherhersteller scheinen vor glänzenden Zeiten zu stehen

NTG24 - Micron im Höhenflug, SK Hynix darf wohl weiter Anlagen nach China liefern und Samsung setzt auf moderne Technologie in den USA – BÖRSE TO GO

 

Der letzte Handelstag des Jahres 2025 liegt hinter uns und damit steht nun auch endgültig fest, wer die größten Gewinner sind. Das Thema KI spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings konnten die höchsten Kursgewinne nicht durch die üblichen Verdächtigen in Form von Nvidia oder Alphabet erreicht werden. Stattdessen sind es die Speicherhersteller, bei denen die Kurse frei drehen und die Aussichten für das neue Jahr kaum besser sein könnten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie US-Börsen konnten 2025 weiterhin schwer davon profitieren, dass die mit Abstand wertvollsten Titel auf dem Planeten an der Wall Street gehandelt werden. Da jene aus dem Tech-Segment stammen, überrascht es nicht, dass der Nasdaq 100 mit einem Plus von 21,5 Prozent erneut der große Star geworden ist. Da die US-Wirtschaft mehr oder minder vom KI-Boom getragen wurde, muss sich aber auch der Dow Jones mit Aufschlägen von rund 14 Prozent nicht verstecken. Der reguläre Handel an der Nasdaq findet heute noch statt, doch die NYSE bleibt geschlossen. Nennenswerte Impulse sind nicht zu erwarten.

In Hongkong findet am letzten Jahrestag noch einmal ein verkürzter Handel statt, was die Jahresperformance allerdings auch nicht mehr großartig beeinflussen dürfte. Gestern landete der Index beim Ertönen der Schlussglocke bei respektablen 25.855 Punkten und damit 31,8 Prozent höher als voriges Jahr. Trotz der wieder aufgeflammten Immobilienkrise und Problemen im E-Auto-Segment sowie dem noch immer tobenden Handelskrieg mit den USA scheinen die Marktakteure sich nicht weiter beeindrucken zu lassen.

Der DAX schlug sich mit einem Plus von 22,3 Prozent und diversen neuen Rekorden im auslaufenden Jahr ebenfalls wacker. Die Konjunkturkrise kann die Börsenrallye nicht aufhalten, wenngleich nicht wenige Unternehmen doch etwas enttäuscht von der nicht mehr ganz so neuen Bundesregierung sind. Der Herbst der Reformen ist ins Wasser gefallen. Nun wird auf mehr Impulse im Jahr 2026 gehofft.

 

Micron Technology profitiert von hohen Preisen

 

Der zuletzt größte Megatrend im Technologiebereich waren zuletzt nicht immer neue KI-Modelle, die noch bessere Ergebnisse lieferten oder dergleichen. Stattdessen starrten sowohl die Märkte als auch Verbraucher geradezu ungläubig auf rasant steigende Speicherpreise. Die Lager sind leer, die Nachfrage erreicht Höchstwerte und zu den großen Profiteuren gehören die drei großen Hersteller von Speicherchips. Dazu gehört Micron Technology (US5951121038), wo der Kurs in diesem Jahr um knapp 250 Prozent in die Höhe schoss. Zwar ist es nicht das erste Mal, dass Speicherpreise ansteigen und die Erwartung ist, dass steigende Kapazitäten die Lage irgendwann wieder abkühlen lassen. Doch anders als in der Vergangenheit scheint Micron nur wenig Ambitionen zu haben, mit seiner Expansion die Nachfragespitzen bedienen zu wollen und dann in eine Korrektur zu laufen, wenn die Nachfrage wieder nachlässt.

 

SK Hynix: Gute Aussichten für 2026

 

Der südkoeranische Chiphersteller SK Hynix (KR7000660001) scheint einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen. Die hohen Margen aufgrund der Speicherkrise werden gerne mitgenommen und die Aktie notiert derzeit mit 385 Euro hierzulande gut 230 Prozent höher als vor einem Jahr. Für 2026 zeichnet sich eine Verschärfung bei der Speichersituation ab, was die Gewinne noch weiter anfachen könnte. Zusätzlich dazu gibt es Gerüchte, laut denen die USA eine weitere Jahreslizenz zur Ausfuhr von Anlagen nach China erteilen könnten. Eigentlich wäre eine Ausnahmeregelung am heutigen Tage ausgelaufen. Da SK Hynix in China wichtige Standorte betreibt, würde dies die Zukunft noch etwas hübscher aussehen lassen.

 

Samsung setzt auf 2 nm

 

Umgekehrt scheint Samsung (KR7005930003) bei einer Fab in den USA einen Schritt vorangehen zu wollen. Laut einem Bericht der südkoeranischen Zeitung Munwha Ilbo will Samsung wohl bereits im kommenden Jahr im 2nm-Prozess fertigen und dabei einen Output vergleichbar mit jenem von TSMC in ähnlichen Werken erzielen. Von monatlich 50.000 Wafern ist die Rede. Ursprünglich angepeilt wurden 20.000 Wafer im 4nm-Prozess. Sollten die Gerüchte zutreffen, würden sich noch freundlichere Aussichten ergeben. Auch bei Samsung bleibt aber zunächst die Speichersituation der größte Kurstreiber. Gereicht hat es im laufenden Jahr immerhin für Aufschläge von rund 80 Prozent.

 

Tagestermine

 

Am letzten Tag des Jahres stehen an der Börse keine wichtigen Termine mehr an und auch Bilanzen sind kein Thema. Der wichtigste Termin für Anleger und alle anderen bleibt daher die Mitternachtsstunde, wenn das alte Jahr verabschiedet und ein neues begrüßt wird. Mir bleibt an dieser Stelle nur, allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2026 zu wünschen.

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31.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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