Neue Übernahmegerüchte um Puma, die Deutsche Börse schielt auf Allfunds und Rheinmetall zeigt Volkswagen die kalte Schulter – BÖRSE TO GO
Übernahmegerüchte bringen Bewegung in die Märkte!
Aufgrund des ausbleibenden Handels an der Wall Street kündigte sich am Donnerstag eigentlich ein recht entspannter Handelstag an. Doch die Anlegerinnen und Anleger kamen hierzulande nur bedingt zum Verschnaufen. Einige Einzeltitel konnten für unerwartete Überraschungen sorgen, was den Kurs mal mehr und mal weniger beeinflusste. Langweilig ist es trotz fehlender Vorgaben aus Übersee aber nicht geworden.
Der Fokus lag dabei nicht auf dem DAX, der sich um eher überschaubare 0,2 Prozent auf 23.768 Punkte verbesserte. Für immerhin ein wenig Antrieb sorgten anhaltende Spekulationen um einen möglichen Friedensschluss in der Ukraine sowie das allgemeine Hintergrundrauschen rund um die Konjunkturerwartungen für das kommende Jahr. Die allgemeine Zuversicht blieb erhalten, ohne dass sich daraus neue Signale ergeben hätten. Auch bekannte Baustellen begleiten die Märkte wohl noch etwas länger.
Sehr viel mehr Aktivität war im MDAX festzustellen, was zum allergrößten Teil auf Übernahmegerüchte rund um Puma zurückzuführen war. Es ist nicht das erste Mal, dass derartige Spekulationen an den Märkten aufkommen. Doch je öfter es dazu kommt, desto eher scheinen die Börsianer dem Ganzen auch Glauben entgegenbringen zu können.
Die asiatischen Börsen traten derweil weitgehend auf der Stelle; der Hang Seng schaffte nur ein Mini-Plus von 0,07 Prozent, was kaum der Rede wert ist. Etwas erholt hatten die chinesischen Börsen sich bereits am Donnerstag als die Punktestände in Peking und Hongkong sich von Zwischentiefs wieder lösen konnten. Richtig aus der Deckung trauen die Bullen sich jedoch weiterhin nicht.
Steht ein Bieterkrieg bei Puma an?
Für muntere Spekulationen sorgte ein unbestätigter Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“, laut dem gleich mehrere Interessenten sich für eine mögliche Übernahme des kriselnden Sportartikelherstellers Puma (DE0006969603) erwärmen könnten. Dazu sollen unter anderem der chinesische Konzern Anta Sports, dessen Konkurrent Lin Ning und Asics aus Japan gehören. Obschon Puma das Ganze nicht kommentieren wollte, hoffen die Anleger schon mal auf einen Bieterkrieg, der die Bewertung munter in die Höhe treibt. Die Aktie reagierte darauf mit einem satten Plus von knapp 16 Prozent.
Deutsche Börse: Milliardenübernahme im Gange?
Bei der Deutschen Börse (DE0005810055) machten sich ebenfalls Übernahmegerüchte breit, wobei das Unternehmen dabei selbst als möglicher Käufer ins Spiel gebracht wird. Allem Anschein nach könnte eine Übernahme der Fonds-Handelsplattform Allfunds schon kurz bevorstehen. Entsprechende Gespräche bestätigte die Deutsche Börse, doch die Übernahme sei bisher noch nicht fix. Geboten werden in einem unverbindlichen Angebot 8,80 Euro je Aktie, sodass das Gesamtvolumen bei 4,7 Milliarden Euro liegen könnte. Die Anleger scheinen die Pläne zu begrüßen. Die Aktie der Deutschen Börse kletterte um 2,8 Prozent auf 226,40 Euro.
Rheinmetall hat keinen Bedarf
Mehr als genug Handlungsspielraum für mögliche Übernahmen oder Kooperationen gäbe es derzeit wohl bei Rheinmetall (DE0007030009) und vor einiger Zeit machten sich Gerüchte breit, laut denen das Unternehmen mit Volkswagen in Gesprächen um eine Umstellung eines Fahrzeug-Werks in Osnabrück auf militärische Güter stehen könnte. Rheinmetall-Chef Armin Papperger erteilte dem jedoch eine Absage und ließ wissen, dass Rheinmetall derzeit bereits über genügen eigene Kapazitäten verfüge, um bestehende Aufträge erfüllen zu können. Dies könne sich in Zukunft zwar noch ändern. Aktuell bestehen aber keine konkreten Pläne für eine Übernahme eines VW-Standorts. Die Anleger störte es nicht weiter, doch große Sprünge legte die Rheinmetall-Aktie am Donnerstag nicht hin. Es ging um 0,9 Prozent auf 1.518,50 Euro in Richtung Norden.
Tagestermine
Während in den USA nur ein verkürzter Handel stattfindet, dürften die Blicke sich heute auf Japan richten. Dort stehen gleich mehrere Wirtschafsdaten an, darunter Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und Arbeitslosenquote. Da Nippon ein paar Stunden in der Zukunft lebt, dürften die Daten bei Erscheinen dieses Artikels bereits vorliegen. In westlichen Gefilden könnte es weiterhin ruhig zugehen, so es nicht Überraschungen aus der Politik geben mag. Zahlen werden von Warimpex aus Österreich und CPI Property aus Luxemburg erwartet, was weitere Einblicke in den Zustand der europäischen Immobilienmärkte erlauben könnte.
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28.11.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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