
Erneut schreibt Nvidia Börsenrekorde und festigt seinen Titel als wertvollstes Unternehmen auf dem Planeten
Der KI-Hype treibt Nvidia weiter an
Es ist erst ein paar Tage her, dass Nvidia von Apple aufgestellte Rekorde bezüglich der Marktkapitalisierung übertreffen konnte. Die Bullen bekommen aber noch immer nicht genug und die Rallye setzt sich munter fort. Am gestrigen Mittwoch gab es einmal mehr grüne Vorzeichen und neue Höchststände zu sehen und die Hausse scheint einfach kein Ende finden zu wollen.
Im frühen US-Handel kletterte die Aktie von Nvidia (US67066G1040) bis auf 164,42 US-Dollar und übertraf damit kurzzeitig die magische Marke von 4 Billionen Dollar. Das ist bisher keinem anderen Unternehmen je gelungen. Bis Handelsschluss ging es zwar wieder auf 162,88 Dollar zurück und der Tagesgewinn belief sich letztlich „nur“ auf 1,8 Prozent. Das bedeutet im Falle von Nvidia aber ein Plus von mehr als 70 Milliarden Dollar bei der Bewertung. Das entspricht in etwa der Marktkapitalisierung von Siemens Energy oder Rheinmetall.
Dass Nvidia zu Handelsschluss bei einer Bewertung von 3,97 Billionen Dollar landete, dürfte für die Anleger absolut verschmerzbar sein. Denn der Abstand zum von Microsoft belegten zweiten Platz wächst rasant an. Dort müssen die Anleger sich mit 3,75 Billionen Dollar zufriedengeben. Auf dem dritten Platz folgt der einstige Platzhirsch Apple, welcher vor einigen Jahren noch als erstes die Schallmauer bei einer Billion Dollar durchbrechen konnte. Heute wirkt man mit 3,1 Billionen Dollar schon fast ein wenig abgehängt unter den ganz großen Tech-Riesen.
Nvidia zurück in alter Stärke
Es sah in diesem Jahr nicht immer danach aus, als könnte Nvidia immer neue Rekorde aufstellen. Probleme auf dem chinesischen Markt und Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump drückten zeitweise sichtlich auf die Stimmung. Anfang April ging es mit dem Kurs bis auf rund 87 Dollar im Tief abwärts. Seither hat der Kurs sich fast wieder verdoppelt.
Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass der KI-Boom sich vollständig erholt hat. Seinen Anfang nahm dies vielleicht mit einem Großauftrag aus Saudi-Arabien, wo derzeit unter Einsatz von Nvidia-Chips ein gigantisches KI-Rechenzentrum geplant ist. Wenig später folgten ähnliche Pläne aus Deutschland. Spätestens damit wurde bewiesen, dass es an Nachfrage noch immer nicht mangelt und die schon fast frechen Margen anstandslos gezahlt werden.
Vergleichen lässt sich die Ausgangslage sehr schön mit dem Goldrausch, wobei Nvidia als Verkäufer von Schaufeln auftritt. Die Abnehmer müssen sich darum sorgen, ob und wie sie mit den Werkzeugen tatsächlich Geld verdienen können. Nvidia steht aber in jedem Fall als strahlender Sieger da. Zwar bringen sich auch andere in Stellung, darunter Dauerkonkurrent AMD. Deren Schaufeln können es mit der Crème de la Crème von Nvidia aber nicht aufnehmen, wenngleich für das kommende Jahr große Verbesserungen in Aussicht gestellt werden.
Höher, schneller, weiter?
Auf lange Sicht ist der Erfolgskurs von Nvidia noch sehr viel beeindruckender. Auf 10-Jahres-Sicht ist der Aktienkurs um über 30.000 Prozent in die Höhe geschossen. Wer 2015 nur 5.000 Euro in das Papier gesteckt hätte, wäre heute also locker Millionär. Von dieser Erkenntnis können sich Anleger heute aber freilich nichts kaufen und so stellt sich viel mehr die Frage, wohin es von hier aus noch gehen mag.
Mit Sicherheit beantworten lässt sich dies leider stets erst im Nachhinein. Die Zeichen für eine Fortsetzung der Rallye stehen aber nicht schlecht. Solange der Hunger nach besserer und schnellerer KI-Hardware nicht abebbt, wird Nvidia auch fleißig Chips verkaufen können. Das gilt selbst für den Fall, dass die Konkurrenz hier und da aufholen sollte. Dann würde das Wachstum sich aller Voraussicht nach lediglich etwas verlangsamen. Möglich bleibt aber auch, dass der Hype eines Tages wieder einen Rückschlag erhält und kritische Stimmen warnen schon seit Längerem davor, dass möglicherweise eine Blase zum Platzen kommen könnte. Ob sich ein Einstieg mit solchen Risiken im Hinterkopf noch lohnt, das kann letztlich nur jeder für sich selbst entscheiden.
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10.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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