Um die Übernahme von Warner Bros. zu forcieren, denkt Paramount wohl über einen Wegzug aus Kalifornien nach
Die Zeit drängt bei Paramount
Pläne für eine schnelle Übernahme von Warner Bros. musste der Unterhaltungskonzern Paramount bereits aufgeben. Eine Wettbewerbsklage von mehreren US-Bundesstaaten seht dem Vorhaben im Weg, welches sich damit wohl ins kommende Jahr verschiebt. Damit scheinen die Verantworlichen wenig glücklich zu sein und nun wird wohl über drastische Maßnahmen nachgedacht.
Wie unter anderem bei „n-tv“ zu lesen ist, denken die Verantwortlichen bei Paramount (US69932A2042) wohl sogar schon über einen Wegzug aus dem von Demokraten regierten Kalifornien nach. Insidern zufolge werden als Alternative unter anderem Texas und Georgia ins Auge gefasst. Dort verfügen die Republikaner über Mehrheiten, welche die Fusionspläne bereits mehr oder minder abgenickt haben.
Spruchreif ist noch nichts und Paramount äußerte sich zu den Gerüchten bislang nicht. Doch die Zeit drängt für den Mediengiganten. Denn für jedes Quartal nach Ende September, in dem die Übernahme nicht zustande kommt, wurden den Aktionären von Warner Bros. Zahlungen in Höhe von 650 Millionen US-Dollar zugesagt. Außerdem hat Warner Bros. ab Juni 2027 die Option, den Deal zu kündigen und eine milliardenschwere Vertragsstrafe zu kassieren.
Momentan gilt die Übernahme als ausgesetzt. Abzuwarten sind nun neben der bereits erwähnten Wettbewerbsklage auch Klagen der Drehbuchautorengewerkschaft. Die Verhandlungen dafür werden im März erwartet. Die Verzögerungen haben der Paramount-Aktie bereits zugesetzt, welche mit zuletzt 9,50 Dollar knapp 30 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn notierte.
Paramount auf Lösungssuche
Die Spekulationen über einen Umzug wurden am Mittwoch positiv aufgenommen und der Aktienkurs von Paramount kletterte immerhin wieder um 1,3 Prozent in Richtung Norden. Kritiker sprechen bei den Umzugsplänen zwar von einem Erpressungsversuch. Den Anlegern dürfte es aber nur recht sein, wenn die Fusionspläne mit allen Mitteln vorangetrieben werden. Neu ist das Vorgehen zudem nicht. In der Vergangenheit sorgte bereits Tesla für Aufsehen mit dem Umzug aus einem demokratischen in einen von den Republikanern dominierten US-Bundesstaat.
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13.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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