Trotz neuer Rekorde bei Vorbestellerzahlen wird die Samsung-Aktie im hohen Tempo in die Tiefe befördert
Die Aktionäre von Samsung schalten in den Krisenmodus
Eigentlich scheint es für Samsung momentan bestens zu laufen. Der Konzern gilt dank seiner Kapazitäten für Speicherchips als klarer Profiteur von immer höheren Speicherpreisen und im Smartphone-Segment scheint es wieder besser zu laufen. Letzteres bringt allerdings auch wieder Sorgen mit sich, da höhere Speicherpreise ein wenig an der Marge nagen könnte. Dazu kamen zuletzt noch weitere Unwägbarkeiten.
Gut angekommen sind die kürzlich vorgestellten Geräte aus der Reihe Galaxy S26 offenbar schon. Der südkoreanischen Nachrichtenagentur „Yonhap“ zufolge wurden schon 1,35 Millionen Geräte vorbestellt. Damit wäre der letztjährige Rekord der S25-Reihe von 1,3 Millionen Vorbestellungen noch einmal übertroffen worden. Samsung (US7960502018) scheint sich im Segment also behaupten zu können. Dennoch wurde die Aktie seit Ende Februar um etwa 20 Prozent in Richtung Süden befördert.
An irgendetwas scheinen die Anleger sich dann doch zu stören. Besonders in der vergangenen Woche purzelten die Kurse in einem bedenklichen Tempo. Das hat natürlich mit dem Krieg im Nahen Osten zu tun, der eine ganze Reihe von Sorgen mit sich bringt. Akute Kostensteigerungen in so ziemlich allen Bereich erwarten Ökonomen aufgrund der rasanten Anstiege beim Ölpreis, welcher am Wochenende bereits die Marke von 100 US-Dollar je Barrel passierte.
Schlechte Zeiten für Samsung voraus?
Weitaus größere Sorgen machen die Anleger von Samsung sich aber über die mittel- und langfristigen Folgen des Konflikts. Sollte der sich noch länger hinziehen, so wären inflationäre Effekte rund um den Globus wohl kaum zu vermeiden. Das würde bei Samsung nicht nur die Margen von Smartphones gefährden, wo die Kunden Preissteigerungen eher nicht mitmachen. Durch das komplette Portfolio hinweg würden sich negative Effekte ergeben.
Noch dazu zeigte sich bereits in der Vergangenheit, dass die Konsumlaune in Zeiten erhöhter Inflation nicht eben zunimmt, sondern eher das Gegenteil der Fall ist. Wenn Lebensmittel und Co. im Preis anziehen, was in einem Szenario mit rasant steigenden Energiekosten recht schnell der Fall ist, sparen die Verbraucherinnen und Verbraucher gerne mal bei anderen Anschaffungen. Ein neues Smartphone oder ein neues Notebook wird da schon mal nach hinten verschoben.
Als wäre das nicht schon belastend genug, scheint Samsung auch ein Qualitätsproblem beim Galaxy S26 Ultra zu haben. Das Portal „watson“ berichtet unter Verweis auf Diskussionen bei Reddit darüber, dass wohl eine ganze Reihe von Nutzern unzufrieden mit dem sogenannten „Privacy Display“ sind. Dabei handelt es sich um eines der am stärksten beworbenen neuen Features der Samsung Smartphones. Über eine Anpassung von Helligkeit und Pixeln soll das Bild von Dritten nicht mehr zu erkennen sein. Das scheint auch zu funktionieren, allerdings lässt die Bildqualität aus Sicht einiger Nutzer stärker nach, als sie es sich erwartet haben. In der Folge soll es wohl zu reihenweisen Stornierungen gekommen sein.
Schwere Zeiten für Samsung
Genau beziffern oder überprüfen lässt sich nicht, wie viele Käufer ihre Geräte wieder zurückgeschickt haben mögen und ob dies über gewöhnliche Vorgänge bei einem Produktlaunch hinausgeht. Der Samsung-Aktie helfen solche Berichte in ohnehin schwierigen Zeiten aber gewiss nicht weiter. Das Papier steht voll und ganz im Zeichen von Sorgen um Rückschläge der weltweiten Konjunktur, möglicherweise weiter steigende Energiepreise und einen daraus ausgelösten Schock bei der Konsumlaune.
Auch wenn es sich bei all dem (noch) um theoretische Szenarien handelt, so begeben die Börsianer sich doch schon jetzt klar in die Defensive. Investments werden munter umgeschichtet und gefragt sind aktuell vor allem Werte, die angesichts des Irankriegs als beständig gelten. In diese Kategorie wird Samsung offenbar nicht gezählt. Es bleibt die Hoffnung, dass die Auswirkungen geringer als befürchtet ausfallen werden. Verlass ist darauf aber freilich nicht und Anzeichen für ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten fehlen derzeit vollständig.
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09.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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