
Milliardenprojekt von Orsted wird gestoppt
Baustopp und gescheiterte Teilverkäufe führen zu
Trump verhängt Baustop für Windparktprojekt von Orsted. Kapitalerhöhung folgt auf die finanzielle Schieflage. Energiesektor aufgrund der Unsicherheiten tiefrot.
Der dänische Windkraftanlagenhersteller Orsted (DK0060094928) befindet sich aufgrund der Unsicherheiten in der Regulatorik in den USA in einer tiefgehenden finanziellen Krise. So verhängte US-Präsident Trump für eines der größten Windparkprojekte von Orsted im US-Bundesstaat New York einen sofortigen Baustopp.
Eigentlich wollte Orsted bereits seit Wochen den Teilverkauf des sogenannten „Sunrise“-Projekts im US-Bundesstaat New York hinter sich gebracht haben. Dies scheiterte allerdings aufgrund der Zurückhaltung von Investoren, die aufgrund der fehlenden Unterstützung der US-Regierung für erneuerbare Energien Abstand von Investitionen in den Sektor nahmen. Nun muss Orsted einen weiteren Schlag hinnehmen. Für das „Revolution Wind“-Projekt vor der Stadt New York verhängte federführend US-Präsident Trump einen vollständigen Baustopp. Begründet wurde dies mit neu aufgetretenen Bedenken, die allerdings nicht näher spezifiziert werden.
Orsted kündigte an gegen diesen Schritt klagen zu wollen. So besitzen die Dänen bereits seit Jahren eine vollständige Zulassung für das Bauprojekt, das bereits vor neun Jahren geplant wurde. Die vollständige Genehmigung für den Bau erhielt Orsted dann im Jahr 2023 von der US-Regierung unter Präsident Joe Biden. Aktuell prüft Orsted alle verfügbaren Optionen und ist mit den örtlichen Behörden im engen Austausch, um den Bau schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können. Das Projekt seit bereits zu mehr als 80 % fertiggestellt und rund 45 der 65 Turbinen seien bereits installiert. Für die weiteren 20 Turbinen inklusive der kompletten Fertigstellung sind allerdings rund 500 Millionen US-Dollar von Nöten und dieses Geld hat Orsted aufgrund der finanziell angespannten Situation aktuell nicht.
Das „Revolution Wind“-Projekt sollte eigentlich nach der Fertigstellung jährlich rund 100 Millionen US-Dollar zum EBITDA beitragen und zu Beginn des nächsten Jahres ans Netz gehen. Da dies sich bis auf unbestimmte Zeit weiter nach hinten verschiebt bringt den Windkraftanlagenbauer in finanzielle Not. Dennoch ließ Orsted wissen, dass man weiterhin die völlige Unterstützung des Mehrheitsaktionärs des dänischen Staats hinter sich weiß. Für die Kapitalerhöhung um rund 8 Milliarden Euro seien alle rechtlichen Wege bereits abgeschlossen, so dass man mit der Ausgabe von neuen Aktien in den nächsten Wochen beginnen könne. Das Geld soll genutzt werden, um die entstandene Finanzierungslücke zu schließen.
Im Jahr 2025 müssen die Aktionäre von Orsted bislang mit starken Nerven ausgestattet sein. Der Kursverlust bei den Dänen summiert sich seit Beginn des Jahres auf rund 45 %. Und die unsichere politische Lage in den USA dürfte in den nächsten Wochen nicht für einen schnellen Aufschwung führen, da auch weitere Großprojekte von Orsted in den USA temporär gestoppt wurden.
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28.08.2025 - Christian Teitscheid
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