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Symrise: Positive Überraschung vor der „Quiet Period“?

Analysten stufen Symrise herunter - Insider kaufen hinzu

 

Noch 11 Tage und dann geht Symrise in die „Quiet Period“. Das Unternehmen wird erst am 09. März die geprüften Zahlen für 2020 vorlegen und hat bisher keine vorläufigen Zahlen geliefert. Was verwundert, denn Symrise wurde im Dezember das Opfer eines Hacker-Angriffs, der einen grossen Teil der weltweiten IT-Struktur lahmlegte, unter anderem auch die Produktion. Hätte der Angriff einen nachhaltigen (negativen) Einfluss auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, wäre Symrise verpflichtet gewesen, eine entsprechende Ad-hoc Mitteilung zu veröffentlichen. Was jedoch nicht geschehen ist.

Die Aktien haben kaum reagiert auf den Hacker-Angriff. Bekannt wurde der Vorfall Mitte Dezember und die Notierungen sanken leicht, erholten sich aber schnell wieder bis Anfang Januar. Nicht genug, um wieder an meinen Kaufkurs vom Oktober heranzukommen, aber offensichtlich sorgt sich Frankfurt nicht übermässig, dass der Hacker-Angriff einen nachhaltigen Schaden bei Symrise hinterlassen wird. Die Vermutung ist naheliegend, dass Symrise den geforderten Preis gezahlt hat, um wieder Herr über die eigene IT zu werden. 

 

Analysten stufen Symrise herunter

 

Negativer eingestellt sind dagegen einige Analysten. Je tiefer die Kursnotierungen im Januar abrutschten, umso nervöser wurden sie. Zuletzt kamen die Société Générale und Morgan Stanley mit negativ gefärbten Verkaufsempfehlungen an den Markt. Beim genauen Hinsehen fällt jedoch auf, dass die Argumente sehr vage sind. Ich habe zumindest nichts entdecken können, was mich von meinem ursprünglichen Urteil abrücken lässt.

 

Symrise AG

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeViel interessanter ist in diesem Zusammenhang die jüngste Insider-Meldung. Dr. Heinz-Jürgen Bertram, der langjährige Vorstandsvorsitzende und Garant des Geschäftserfolgs von Symrise, hat am vergangenen Freitag und Montag dieser Woche auf eigene Rechnung Aktien von Symrise hinzugekauft. Offensichtlich nicht ganz zufällig, denn der Aktienkurs fiel an diesem Tag seit Langem wieder auf und unter die Marke von 100 Euro. Dr. Bertram kaufte bei 99,43 Euro und 101,30 Euro allerdings für einen vergleichsweise bescheidenen Betrag von insgesamt 40.146 Euro. Nichtsdestotrotz gilt bei Insider-Transaktionen immer dieselbe Regel: Es gibt viele Gründe für Insider, um Aktien zu verkaufen, aber es gibt nur einen Grund, um zu kaufen. 

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

21.01.2021 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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