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Tesla würde mit Einstieg beim Konkurrenten BYD einen gewaltigen Schritt voran machen

Steht Tesla vor Mega-Deal?

NTG24 - Tesla würde mit Einstieg beim Konkurrenten BYD einen gewaltigen Schritt voran machen

 

Erst Mitte Dezember machte das Gerücht weltweit Schlagzeilen, dass Tesla (ISIN: US88160R1014; WKN: A1CX3T) den deutschen Autobauer Daimler (ISIN: DE0007100000; WKN: 710000) übernehmen möchte. Zwar wäre eine solche Transaktion für den Tesla-Konzern, der aktuell mit einer Marktkapitalisierung von 825 Milliarden US-Dollar bewertet wird, finanziell leicht zu stemmen. Allerdings hätte aus fundamentaler Sicht die Übernahme des Großkonzerns Daimler das Unternehmensprofil des reinen E-Autobauers Tesla so stark verändert, dass Elon Musk wohl nicht ernsthaft an diesem Deal interessiert ist. Hingegen machen nun in Asien wesentlich realistischere Spekulationen die Runde, dass sich Tesla am chinesischen Konkurrenten BYD (ISIN: CNE100000296; WKN: A0M4W9) beteiligen will, der auch gleichzeitig im Batteriegeschäft tätig ist.

 

 

So griff die älteste und auflagenstärkste Zeitung Südkoreas, Chosun, ebenfalls die Spekulationen von diversen Online-Publikationen auf, dass Tesla sich an dem führenden chinesischen Fabrikanten von E-Autos mit 20 % für 36 Milliarden US-Dollar beteiligen will. Für Tesla wäre ein Einstieg bei BYD und eine mögliche Kooperation äußerst sinnvoll, da BYD ebenfalls in der Batterietechnologie extrem stark aufgestellt ist und hier weltweit zu den führenden Zulieferern für andere E-Autobauer zählt. Bislang zählten die Kalifornier, die unter anderem mit LG Chem und Panasonic auf diesem Gebiet zusammenarbeiten, nicht zu den Kunden der Chinesen.

 

Zunehmender Konkurrenzdruck macht Kooperation sinnvoll

 

Aktuell wächst der Markt für E-Fahrzeuge nicht nur im Reich der Mitte rasant. Allerdings ändert sich die Fahrzeugbranche gerade nicht nur technologisch, vielmehr stellen neben den Playern im Markt immer mehr klassische Autobauer in einem rasanten Tempo auf die neue E-Technologie um, weshalb der Konkurrenzdruck massiv zunimmt. Entsprechend würde eine Zusammenarbeit zwischen Tesla und BYD mit entsprechender Kapitalbeteiligung die führende Stellung beider Unternehmen mittel- bis langfristig deutlich stärken.

 

 

 

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNach Erlösen in Höhe von 31,5 Milliarden US-Dollar erwarten die führenden Brokerhäuser an der Wall Street, dass Tesla seine Umsätze in 2021 auf 48,2 Milliarden US-Dollar und in 2022 auf 62,5 Milliarden US-Dollar steigern wird. Deshalb steht Tesla nun vor der gewaltigen Aufgabe, die Strukturen im Unternehmen schnell aufzubauen und zu festigen, wobei eine Partnerschaft mit BYD insbesondere bei der Entwicklung und Massenproduktion von künftigen Batterietechnologien absolut förderlich wäre.

 

Fazit:

 

Trotz des jüngsten Deals bleibt die Tesla-Aktie nach der extremen Rallye im Jahr 2020 mit einem geschätzten 2021er-KGV von 286 und einem geschätzten 2022er-KGV von 184 extrem ambitioniert bewertet und ist somit nur nach einer massiven Kurskorrektur interessant. Diese ist auch aus technischer Sicht überfällig, sofern es dem Papier nicht gelingt, den Widerstandsbereich von 900 US-Dollar nachhaltig zu überwinden.

 

03.02.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 

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