als .pdf Datei herunterladen

Die Reibereien zwischen Unilever und dem Eiscremehersteller Ben & Jerry’s scheinen in die nächste Runde zu gehen

Entledigt sich Unilever unangenehmer Zeitgenossen?

NTG24 - Die Reibereien zwischen Unilever und dem Eiscremehersteller Ben & Jerry’s scheinen in die nächste Runde zu gehen

 

Seit Jahren schon nehmen die Spannungen zwischen Unilever und Ben & Jerry’s zu. Der Eiscreme-Gigant wirft seinem Mutterkonzern vor, politische Äußerungen und Aktivitäten abwürgen zu wollen. Nun wird behauptet, dass genau deshalb auch der vor Kurzem zurückgetretene Ben-&-Jerry’s-Chef Dave Stever entlassen worden wäre.

Stever ist bereits seit 1988 bei Ben & Jerry’s tätig, doch laut Unilever (GB00B10RZP78) geschah sein Rückzug zum 31. März ganz und gar freiwillig. Dass er dazu aufgrund seiner Unterstützung der sozialen Mission und der Markenintegrität von Ben & Jerry‘s gedrängt wurde, davon will der Lebensmittelkonzern nichts wissen. Dennoch steht der Vorwurf im Raum, dass die (angebliche?) Entlassung ohne Rücksprache mit dem Vorstand geschehen sei.

Anzeige:

Banner INVEST Stuttgart

 

Das Ganze ist Teil einer größeren Auseinandersetzung, bei der Unilever vorgeworfen wird, die politischen Aktivitäten von Ben & Jerry’s beschneiden zu wollen. Schon immer setzte man sich dort für Themen wie soziale Gerechtigkeit ein und tat dies etwa in den sozialen Medien kund. 2021 kam es zum Eklat, als der Verkauf von Produkten im besetzten Westjordanland eingestellt wurde. Unilever reagierte, indem das dortige Geschäft verkauft wurde.

 

 

 

Trotz den Reibereien treibt Unilever seine Pläne zur Ausgliederung des Eiscremegeschäfts voran. Ab dem 1. Juli soll die Sparte, zu der neben Ben & Jerry’s auch Langnese und Magnum zählen, eigenständig auftreten. Die Gründer von Ben & Jerry’s sollen sich gerüchteweise darum bemüht haben, ihr Unternehmen wieder selbst zu übernehmen. Unilever stellte aber klar, dass die Tochter nicht zum Verkauf stehe.

 

Unilever streitet weiter

 

Unilever scheint sich eher zurückhalten zu wollen, wenn es um das Thema Politik geht. Dieser Ansatz ist bei Ben & Jerry’s aber sehr unbeliebt und so dürften weitere Spannungen programmiert sein. Das scheint im ersten Moment für das Geschäft nur beiläufig interessant zu sein. Doch die Eiscreme-Tochter verfügt durchaus über eine beträchtliche Reichweite und ist damit in der Lage, wenigstens das Image von Unilever zu beschädigen. Momentan leider die Aktie aber freilich mehr unter Zollsorgen und einer anhaltenden Konsumschwäche.

Anzeige:

Banner Immobiliengutachter Stuttgart

 

Unilever plc-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Unilever plc-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unilever plc-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Unilever plc - hier weiterlesen...

 

28.04.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)