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Neuer Hoffnungsschimmer bei Volkswagen, BMW bemüht sich um Produktpflege, Mercedes-Benz feiert Erfolge mit CLA und bei BYD wachsen die Zweifel

Europäische Autobauer wieder im Aufwind?

NTG24 - Neuer Hoffnungsschimmer bei Volkswagen, BMW bemüht sich um Produktpflege, Mercedes-Benz feiert Erfolge mit CLA und bei BYD wachsen die Zweifel

 

Lange Zeit schien es, als würde China den Automarkt im Sturm erobern. Auf dem Heimatmarkt wurde die Konkurrenz insbesondere im Bereich NEV regelrecht abgehängt und der Durchbruch in anderen Ländern schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch langsam scheint der Wind sich zu drehen und es wird in Europa wieder etwas Hoffnung getankt.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAllen Widrigkeiten zum Trotz konnte Volkswagen (DE0007664039) seine Stellung als Markführer in Deutschland und Europa verteidigen und die Absatzzahlen zuweilen sogar sichtlich steigern. Die steigende Nachfrage nach Elektroautos dürfte manchen Anleger aufatmen lassen. Zuletzt gab es allerdings Bedenken aufgrund drohender US-Zölle. Noch bis Mittwoch läuft eine Schonfrist, dann drohen Einfuhrzölle von bis zu 50 Prozent, sollte vorher kein „Deal“ zwischen den USA und der EU zustande kommen.

 

 

 

Am Wochenende gab es nun Hinweise darauf, dass es eine eben solche Einigung tatsächlich noch geben könnte. Wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Insider berichtet, ist wohl angedacht, sogenannte „Offset-Regeln“ durchzusetzen. Exporte sollen mit Importen verrechnet werden, das Gleiche könnte künftig für investiere US-Dollar und Importzölle gelten. Volkswagen wurde zwar nicht explizit genannt, doch soll sich die Industrie insgesamt für ein solches Modell stark machen, welches VW das Leben definitiv etwas leichter machen würde.

 

Frischzellenkur bei BMW

 

Die Anteilseigner von BMW (DE0005190003) würden sich wohl ebenfalls nicht beschweren. Unabhängig davon kümmert man sich in München darum, das eigene Portfolio frisch zu halten. Kürzlich angekündigt wurde die Produktpflege 2026 für Motorräder von BMW. Kurz zusammengefasst gibt es ein paar neue Sonderausstattungen sowie neue Farbtöne für M 100 XR, F 800 GS und weitere Modelle.

Das ist nicht der ganz große Wurf und es wird den Aktienkurs wahrscheinlich nicht nennenswert beeinflussen. Allerdings sind auch derart „kleine“ Maßnahmen nicht unwichtig und es ist beruhigend zu sehen, dass BMW nicht permanent im Panikmodus agiert, sondern auch in schwierigen Zeiten eine gewisse Routine walten lässt. Genau das dürfte am Ende des Tages auch Grundvoraussetzung dafür sein, von Geopolitik und allgemeiner Marktstimmung im Fall der Fälle profitieren zu können. Denn einem sichtlich wankenden Unternehmen würden die Anleger auch an guten Tag kaum über den Weg trauen.

 

Mercedes-Benz: Der neue CLA ist beliebt

 

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Werbebanner EMH PM TradeSchwierige Zeiten hat auch Mercedes-Benz (DE0007100000) hinter sich, und das nach Ansicht einiger Beobachter nicht ganz ohne eigene Schuld. Immer wieder kam der Vorwurf auf, der Autokonzern habe an der Kundschaft vorbeientwickelt und bleibe deshalb auf seinen Autos sitzen. Auch der neue Mercedes CLA wurde im Netz nicht eben positiv aufgenommen. Allem Anschein nach tickt die Kundschaft aber anders als der durchschnittliche wütende Social-Media-Schreihals.

Darauf weiten starke Absatzzahlen hin, über die Produktionschef Jörg Butzer kürzlich berichtete. Die Nachfrage ist sogar derart hoch, dass im Laufe des zweiten Halbjahres eine Drei-Schichten-Produktion für den neuen CLA aufgenommen werden soll. Das ist eine angenehme Abwechslung, denn in den letzten Monaten gab es aus der Branche oftmals gegenteilige Neuigkeiten um sinkende Produktionskapazitäten zu vernehmen. Sollte jetzt noch die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen USA und EU an den Märkten durchschlagen, wäre eine gesunde Basis für ein Comeback allemal vorhanden.

 

BYD: Ladenhüter?

 

Während in Europa das zarte Pflänzchen der Hoffnung langsam aufzukeimen scheint, braut sich bei BYD (CNE100000296) immer stärkerer Gegenwind zusammen. Das rapide Wachstum scheint etwas ins Stocken gekommen zu sein, und das ausgerechnet im Heimatmarkt. Dort wuchs der Elektroautomarkt im laufenden Jahr zwar kräftig, doch bei BYD stagnierten die Verkaufszahlen laut „Handelsblatt“ weitgehend. Zudem wird berichtet, dass per Ende Mai 340.000 Fahrzeuge ohne einen Abnehmer in den Lagern standen.

Im Netz gibt es entsprechende Bilder zu sehen, welche prall gefüllte Parkplätze zeigen. Die Erfolgsstory von BYD bekommen Risse, starke Rabatte im Juni sorgten zudem für Zweifel beim Blick auf die Marge. Die Anleger trieb es in die Defensive und der Aktienkurs fiel bis auf 13,16 Euro zum vergangenen Wochenende zurück. Historisch betrachtet ist das noch immer hoch, aber auch weit entfernt von einstigen Rekorden jenseits von 17 Euro.

 

Unverhofft kommt oft

 

Der Tag soll bekanntlich nicht vor dem Abend gelobt werden und ein einzelner Handelstag macht ebenso wenig gleich einen nachhaltigen Trend aus wie Absatzzahlen aus einem einzigen Monat. Doch die Zeichen der letzten Tage sind kaum zu übersehen. Es ist nicht so, als würde BYD plötzlich ins Bodenlose abstürzen und Volkswagen über Nacht zu alter Stärke zurückfinden. Es ist jedoch etwas in Bewegung gekommen und die von manch einem vielleicht schon abgeschriebenen europäischen Autokonzerne flirten zumindest wieder mit der Überholspur.

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07.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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