Nach dem Start des ID. Polo legt Volkswagen mit einem GTI-Modell nach und stellt damit den ersten vollelektrischen GTI vor
Die Begeisterung bei den Aktionären von Volkswagen hält sich in Grenzen
Erst Ende April startete Volkswagen den Vorverkauf des ID. Polo und enthüllte zu dieser Gelegenheit auch diverse Modellvarianten. Nun soll das Momentum wohl nicht einfach wieder vergeben werden. Mit einem GTI-Modell legen die Wolfsburger bereits nach und buhlen damit um Kunden, welche es vielleicht etwas sportlicher mögen.
Zu bieten hat der ID. Polo GTI 166 kW (226 PS) statt der 155 kW (211 PS) der Standard-Variante. Damit soll der Elektro-Flitze binnen 6,8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Ferner werden von Volkswagen (DE0007664039) bei der Höchstgeschwindigkeit 175 km/h und damit 15 km/h mehr in Aussicht gestellt. Abseits davon soll sich das GTI auch beim Design bemerkbar machen.
Bei der Software erwartet Fahrer ein neues Profil namens „GTI“, bei dem Leistung und maximales Drehmoment permanent zur Verfügung stehen sollen. Dadurch soll laut Hersteller ein besonders dynamisches Handling möglich sein. Das Cockpit wird zudem in eine passende Farb- und Grafikwelt getaucht. Wie es in der Branche mittlerweile üblich ist, setzt Volkswagen also auch ein Stück weit auf Emotionen.
An den Start gehen soll die GTI-Variante des E-Polo Mitte Oktober für 39.000 Euro in der Basis-Konfiguration. Wie gut das Gefährt dann am Markt angenommen wird, das lässt sich nur abwarten. In Europa nimmt das Interesse an Elektroautos derzeit weiter zu; in den USA und in China lassen sich eher gegenteilige Beobachtungen machen. Da letztere Märkte für Volkswagen besonders wichtig sind, macht sich unter den Aktionären weiterhin Skepsis breit.
Volkswagen im Kurskeller
Die Aktie von Volkswagen reagierte bisher nicht weiter auf die Vorstellung von ID. Polo und auch die GTI-Variante sorgte für kaum mehr als ein beherztes Achselzucken. Umso mehr belasten hingegen Sorgen um Inflation und Konsumlaune und die VW-Aktie schafft es aus dem Kurskeller einfach nicht hinaus. Am Freitag ging es um ein Prozent leichter mit 87,94 Euro aus dem Handel. Schon bei 82,66 Euro lauert das 52-Wochen-Tief.
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18.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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