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Valneva wieder in Rot, BASF verschreckt die Anleger, TUI erneut mit Problemen und BYD hängt die Konkurrenz ab

An den Börsen sind noch immer starke Nerven gefragt

NTG24 - Valneva wieder in Rot, BASF verschreckt die Anleger, TUI erneut mit Problemen und BYD hängt die Konkurrenz ab

 

Es ist eine Zeit der Extreme an den Börsen. Nahezu täglich lassen sich große Bewegungen feststellen, doch leider geht es dabei nicht immer für die aus Anlegersicht richtige Richtung. Am Mittwoch mussten viele Titel wieder schwere Verluste hinnehmen, welche an der Erholung zu Wochenbeginn nagten und die Stimmung stark belasteten.

Valneva (FR0004056851) konnte beispielsweise nicht weiter von der Meldung profitieren, dass Pfizer sich acht Prozent des französischen Wirkstoffentwicklers einverleiben und dafür ein stattliches Sümmchen zahlen wird. Bei Erreichen der Marke von 12,50 Euro setzten stattdessen Gewinnmitnahmen ein und bis Handelsschluss fiel die Valneva-Aktie auf 11,76 Euro zurück.

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Werbebanner WikifolioDas ist immer noch recht ansehnlich angesichts der Tatsache, dass der Kurs in der vergangenen Woche noch zwischen 7 und 8 Euro festhing. Das kurzfristige Potenzial scheint aber erst einmal ausgeschöpft zu sein. Einige Analysten empfehlen Valneva dessen ungeachtet weiterhin zum Kauf und begründen dies unter anderem mit der Aussicht auf eine vollständige Übernahme durch Pfizer. Offiziell angekündigt sind derartige Pläne allerdings nicht.

 

Jetzt wird es ernst

 

Bei BASF (DE000BASF111) konnten sich Anleger und Vorstand noch über ein recht gutes erstes Halbjahr im aktuellen Krisenjahr freuen. BASF-Chef Martin Brudermüller geht allerdings nicht davon aus, dass es in diesem Stil weitergehen wird. Stattdessen stimmte er auf dem „Tag der Industrie“ darauf ein, dass es im zweiten Halbjahr deutlich größere Herausforderungen geben werde. Dafür sorgen sollen in erster Linie die hohe Inflation, welche den Konsum bremst und die hohen Energiekosten.

Zudem rechnet BASF damit, dass gestörte Lieferketten bei der Konkurrenz künftig keine Vorteile mehr für das eigene Unternehmen bieten werden. Ganz so pessimistisch waren viele Anleger offenbar nicht und so fiel die Reaktion auf die Warnungen des Chemiekonzerns regelrecht geschockt aus. Im gestrigen Handel stürzte die BASF-Aktie um 5,8 Prozent auf 43,40 Euro herab und bildete damit das Schlusslicht im DAX – und das an einem ohnehin nicht besonders erfreulichen Handelstag.

 

Das dürften Urlauber sich anders vorgestellt haben

 

Einmal mehr große Probleme offenbarten sich jüngst bei einem Flug des Reiseveranstalters TUI (DE000TUAG000). Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, mussten vor wenigen Tagen rund 140 Urlauber tagelang auf eine Ersatzmaschine warten, nachdem der ursprüngliche Rückflug ausgefallen war. Als Grund dafür wurde ein medizinischer Notfall genannt, durch welchen das ankommende Flugzeug in Genf landen musste. Im Anschluss sah die Crew sich psychisch nicht mehr in der Lage, den geplanten Rückflug für die TUI-Urlauber noch durchzuführen.

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So etwas kann passieren, allerdings scheinen sich entsprechende Meldungen bei TUI zu häufen und Beschwerden gibt es vor allem über eine mangelhafte Kommunikation zwischen Konzern und Kunden. Einige Betroffene berichtete, dass sie über weite Strecken überhaupt nicht wussten, ob und wann der Rückflug nachgeholt werden würde. Wieder einmal werden mit solchen Vorkommnissen böse Vorahnungen bei den Aktionären geweckt, denn die Hauptsaison hat noch nicht einmal begonnen. Sollten sich in jener derartige Probleme häufen, könnte das TUI auf Dauer teuer zu stehen kommen. Die Aktie befindet sich mit rund 1,80 Euro ohnehin schon tief im Kurskeller, was die fehlende Zuversicht der Anteilseigner recht eindrucksvoll unterlegt.

 

Auf der Überholspur

 

Gute Neuigkeiten sind dieser Tage ein seltener Anblick, ab und zu sind sie aber doch zu finden. BYD (CNE100000296) etwa konnte im Mai mit hervorragenden Verkaufszahlen in China punkten. Rund 113.000 Fahrzeuge konnten im vergangenen Monat an die Frau oder den Mann gebracht werden, womit der Hersteller sich auf den zweiten Platz hinter Wuling schiebt. Letztes Jahr musste BYD sich noch mit Platz 13 zufriedengeben.

Mit der Entscheidung, keine Verbrenner mehr zu verkaufen, scheinen die Verantwortlichen dabei auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Denn während die Verkaufszahlen von Autos insgesamt in China schwer rückläufig waren, konnten die Absatzzahlen von Elektroautos um über 90 Prozent zulegen. BYD blickt im Heimatmarkt also weiter auf große Chancen. Die schlechte Laune bei den Anlegern kann dadurch nur bedingt gemildert werden. Am Mittwoch mussten Kursabschläge von 1,36 Prozent verkraftet werden.

 

Es wird nicht einfacher

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistDie Märkte bleiben fest im Griff von Sorgen vor Inflation, steigenden Zinsen und der drohenden Rezession. Auch wenn viele Anleger bei diesen Begriffen wohl mittlerweile nur noch entnervt abwinken werden, so lässt sich das Ganze leider kaum ignorieren. Auch in den nächsten Tagen und Wochen werden diese Themen den Ton angeben und damit dem Bärenmarkt weiteres Futter geben. Die eine oder andere gute Nachricht geht da schnell unter und die Börsianer müssen sich weiterhin auf schwierige Zeiten einstellen.

 

23.06.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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