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Xiaomi plant mit neuem E-Auto Frontalangriff auf Tesla, Nio und Co.

Aggressives Wachstum

 

Der chinesische Elektronik-Hersteller Xiaomi (KYG9830T1067), welcher für seine aggressive und erfolgreiche Expansionsstrategie mittlerweile bei der weltweiten Investorengemeinde gut bekannt ist, hat mit der Ankündigung, künftig auch E-Autos herzustellen, für reichlich Trubel am Kapitalmarkt gesorgt. So ließ Firmengründer Lei Jun kürzlich verlautbaren, dass er 10 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung und Fertigung eines eigenen, mit Strom angetriebenen Fahrzeugs investieren will, was in den kommenden Jahren zu noch mehr Konkurrenz in diesem attraktiven Marktsegment führen wird.

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DAX Future SignaleAus Anlegersicht müssen sich die Aktionäre von klassischen Herstellern wie Daimler (DE0007100000) und VW (DE0007664005) weniger Sorgen machen, da diese etablierten Player ohnehin gemessen am KGV und KUV vergleichsweise günstig gehandelt werden. Hingegen ist der künftige Markteintritt eher von Firmen wie Tesla (US88160R1014) und Nio (US62914V1061), die trotz der Konsolidierung in den vergangenen Wochen immer noch hoch bewertet sind, relevant, da bei diesen Titeln eine vergleichsweise starke künftige Expansion eingepreist ist, wobei selbst eine kleine Reduktion der Wachstumserwartungen zu erheblichen Veränderungen bei den langfristigen Bewertungsmodellen vieler Analysten führt.

 

Xiaomi in bester Gesellschaft

 

Neben Xiaomi forschen auch andere Giganten wie Apple (US0378331005) an eigenen E-Autos, weshalb der Markt künftig noch weitaus unübersichtlicher werden sollte. Während sich Player wie Daimler einen guten Ruf im Fahrzeugmarkt und somit eine beträchtliche Anzahl an Stammkunden sichern konnten, sind Player wie Nio mit ihren geringen Stückzahlen selbst noch unbekannt und müssen um den Gewinn von neuen Marktanteilen kämpfen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeHingegen stufen wir für Xiaomi die Erfolgsaussichten des Projekts als hoch ein, da die Firma bereits unter Beweis stellen konnte, sich in anderen Geschäftssparten erfolgreich zu etablieren. Sicherlich ist die Entwicklung eines E-Autos weitaus komplexer, aber dennoch trauen wir dem ambitionierten Manager Lei Jun zu, langfristig entsprechend positive Resultate im Sinne der Aktionäre zu erzielen. Auch wenn der Kapitalmarkt hinsichtlich dieser Pläne noch zurückhaltend ist, da der Einsatz von 10 Milliarden US-Dollar auch ein finanzielles Risiko für Xiaomi darstellt, so stufen wir das Chance-Risiko-Verhältnis bei der Aktie positiv ein.

 

 

Das Fazit:

 

Aktuelle wird Xiaomi mit einem geschätzten 2021er-KGV von 38 und einem 2022er-KGV von 31 gehandelt, was durchaus fair ist. Da die Nettomargen von Xiaomi derzeit von den Zukunftsinvestitionen mittelfristig eher belastet werden und sich in diesen beiden Jahren auf lediglich 5 % belaufen könnten, wird sich die Bewertung relativieren, wenn ab 2023 sehr wahrscheinlich die Profitabilität wieder anzieht, was sich auch positiv auf die künftigen KGVs auswirkt.

 

07.04.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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