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BöRSE TO GO - mit Tesla, Commerzbank und Infineon

Blick auf den Quartalsabschluss

 

Guten Morgen,

Zum Wochenschluss präsentieren sich die Börsen verhalten freundlich. Selbst der DAX, der zuletzt eher technisch angeschlagen wirkte, kann bis dato den zweiten Tag in Folge ein Plus ausweisen. Das darf man noch nicht überbewerten. Schließlich gibt weiterhin die Wall Street die Schlagzahl an. Dort köchelt nach wie vor das angestrebte Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump. Wir hatten Ihnen schon an dieser Stelle erklärt, dass wir die ganze Angelegenheit zwar beobachten, aber vorerst noch nicht übergewichten.

Das gilt auch weiterhin. Denn wir gehen davon aus, dass sich der Markt spätestens in der kommenden Woche mehrheitlich dem dann abgeschlossenen Quartal widmen wird. Hier hatten wir auch schon im letzten Zürcher Trend entsprechendes kommentiert.

 

Pad Ericsson

Bildnachweis: © Telefonaktiebolaget L. M. Ericsson

 

TESLA: Wieder aufwärts

 

Das Yo-Yo-Spiel in der TESLA-Aktie geht in eine weitere Runde: Gestern nunmehr wieder +5%, nachdem die Webseite Electrek eine Meldung veröffentlicht hatte, aus der die Absatzzahlen für das 3. Quartal bekannt wurden. Demnach soll Elon Musk in einer internen eMail verkündet haben, dass TESLA sehr gute Chancen hat, im laufenden Quartal erstmals 100.000 Autos zu verkaufen, was ein neuer Rekord wäre. 

Im 2. Quartal verkaufte TESLA 95.000 Autos weltweit. Zitat Elon Musk: "Wir haben eine Chance, unser erstes Auslieferungsquartal von 100.000 Fahrzeugen zu erreichen, was ein unglaublich aufregender Meilenstein für unser Unternehmen ist!" TESLA wird voraussichtlich in den nächsten Tagen seine vierteljährlichen Fahrzeugauslieferungen melden. Wir hatten bereits in dieser Woche die technische Ausgangslage kommentiert.

 

Kursverlauf Tesla

 

Thomas Cook: Bluten jetzt die Banken?

 

Die Aufräumarbeiten nach der Insolvenz von THOMAS COOK gehen weiter. Nachdem zuerst die Frage geklärt wurde, wer womöglich davon profitieren könnte, rücken nun verstärkt die negativen Aspekte in den Vordergrund. D.h. konkret: Die Banken rücken in den Fokus. Denn hier drohen nun bei einigen Finanzinstituten erhebliche Abschreibungen auf Kredite und Anleihen. Insgesamt ist von einem Abschreibungsvolumen von bis zu 1,8 Milliarden Pfund die Rede. Betroffen könnten davon insbesondere Institute wie die Schweizer CREDIT SUISSE, die italienische UNICREDIT sowie MORGAN STANLEY und die britische BARCLAYS sein.

Zwar gibt es noch einen Hoffnungsschimmer. Denn bekanntlich geht es bei THOMAS COOK nicht um eine Sanierung, sondern um eine Komplettabwicklung. D.h. letztlich auch, dass die im Konzern befindlichen Assets wie auch Flugzeuge und Immobilien verscherbelt werden. Allerdings haben hier schon Experten erkennen lassen, dass die Flugzeugflotte eher alt ist und auch die Immobilien in eher schlechteren Lagen befindlich sind. Das lässt nichts Gutes für deren Verwertungswert erahnen.

 

COMMERZBANK in schwerem Gewässer

 

Apropos Banken: Die COMMERZBANK hatte heute einen großen Auftritt. Sie präsentierte weitere Details zur schon bekannten neuen Strategie, das Institut noch radikaler umzubauen. Das betrifft einerseits den Verkauf der polnischen Tochter MBank wie auch den Abbau tausender Arbeitsstellen. Allerdings dürfte das der COMMERZBANK kaum Pluspunkte einbringen.

Denn im gleichen Rahmen hat das Institut seine Prognose für das laufende Jahr mit weiter sinkenden Erträgen gekürzt. Und auch für die kommenden Jahre dürfte mit einer angepeilten Eigenkapitalrendite von 2-4 % eher Schmalhans Küchenmeister bleiben. Details dazu heute noch auf der Website.

 

Halbleiterwerte unter Druck

 

Der Freitag ist ebenfalls kein guter Tag für Halbleiter-Werte. Dabei kommt die negative Nachricht mal wieder aus Amerika. Dort hatte der Chiphersteller MICRON vor den Ertragsrisiken aus dem Handelskonflikt zwischen den USA und China gewarnt. Das reißt auch andere Halbleiterwerte herunter. Im DAX ist davon insbesondere INFINEON betroffen, die sich auch mit einer Herabstufung durch Analysten herumschlagen muss. Aber auch Werte wie SILTRONIC oder der Maschinenbauer AMSL leiden. 

Analog zu unseren bisherigen Kommentierungen zum Halbleitersektor müssen wir hier sicherlich noch einige technische Anpassungen vornehmen. Grundsätzlich rechnen wir allerdings damit, dass die Chipindustrie spätestens im kommenden Jahr zum Motor einer Markterholung werden könnte.

 

27.09.2019 - Carsten Müller - cm@ntg24.de

 









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