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Autodesk: Stop Loss-Verletzung nach sehr soliden Q3-Zahlen, jedoch schwachem Ausblick auf Q4

Update zum Themendepot Zukunftstechnologien 28.11.2021

NTG24 - Autodesk: Stop Loss-Verletzung nach sehr soliden Q3-Zahlen, jedoch schwachem Ausblick auf Q4

 

In der zurückliegenden Börsenwoche, die vor allem am 26.11. nicht nur vom „Black Friday“ des Einzelhandels, sondern ebenso auch der Aktienbörsen in Gestalt massiver Marktkorrekturen nach der erstmaligen Ausbreitung der neuen Covid 19-Omikron-Mutationsvariante aus Südafrika heraus gekennzeichnet war, schwächte sich der MSCI WORLD (Euro)-Index erheblich um - 2,7 % ab. Im Zuge der hiermit erneut verbundenen Underperformance zurückliegend besonders haussierender Qualitätswachstumswerte korrigierte das Themendepot Zukunftstechnologien sogar um - 4,3 %.

Seit seiner Auflegung am 04.05.2020 erzielte das Depot auf Währungsbasis Euro per 28.11. damit nun eine Nettoperformance unter Ausschluss von Dividendenzahlungen von + 87,6 %. Dies entsprach gegenüber dem MSCI World (Euro)-Index seit dem Depotstart auch weiterhin einer gewaltigen Outperformance um + 35,6 %.

Mit Abstand stärkster Underperformer im Themendepot Zukunftstechnologien war in der letzten Woche die Aktie des weltgrößten Entwicklers von Computer Aided Design-, Manufacturing- und Engineering- (CAD/CAM/CAE)-, Product Data Management- (PDM)- und Building Information Modeling/Management (BIM)- Strukturierungs- und Simulationssoftwares, AUTODESK INC. (US0527691069).

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Werbebanner ClaudemusAutodesk legte am 23.11. nachbörslich zwar hoch solide und über alle Analystenerwartungen hinausgehende Zahlen zum 3. Quartal 2021/22 (per 31.10.) vor, jedoch folgte anschließend ein derart enttäuschender Ausblick auf das laufende 4. Quartal, dass die Aktie am Folgetag, dem 24.11., in der Spitze gleich um fast - 20 % einbrach, weshalb die Aktie unter Verletzung unserer gesetzten Stop Loss-Marke von 265 USD noch an diesem Tag zum entsprechenden Kurs mit einem Wochen-Minus von - 17,8 % aus den Depot ausgebucht wurde.

Durch diese Veräußerung, deren Liquidationserlös wir zunächst in der Kasse belassen – eine künftige erneute Gewichtungsaufstockung innerhalb des Gesundheitstechnologie-Sektors befindet sich gegenwärtig jedoch in Prüfung – erhöht sich die Cash-Quote des Themendepots Zukunftstechnologien momentan auf rd. 13,4 %.

 

Chart: AUTODESK INC. (in US-Dollar)

 

 

Autodesk, deren Geschäftsprofil inklusive der Lizenzpartnerschaft mit ihrem führenden europäischen Vertriebspartner MENSCH UND MASCHINE SOFTWARE AG (DE0006580806) Sie auch noch einem diesem jüngsten Bericht unseres Hauses entnehmen können, legte am 23.11. für das 3. Quartal 2021/22 zwar zunächst sehr erfreuliche Zahlen vor, die die Konsensschätzungen der Analysten auch jeweils übertrafen.

So konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um hoch solide + 18,6 % auf 1,13 Mrd. USD gesteigert werden, was marginal über die Analystenkonsensschätzung von 1,12 Mrd. USD hinausging. Der Non GAAP-Nettogewinn stieg jedoch sogar weit dynamischer um + 27,9 % auf 1,33 USD je Aktie (= gleichbedeutend mit einem absoluten Non GAAP-Nettogewinn von rd. 300 Mio. USD), während die Analysten zuvor nur die Erzielung eines Nettogewinns von 1,26 USD je Aktie erwartet hatten.

Die anschließende sehr zurückhaltende Prognoseabgabe des Konzerns für das laufende 4. Quartal 2021/22 (Umsatz: ca. 1,185 – 1,20 Mrd. USD; Non GAAP-Nettogewinn je Aktie ca. 1,41 – 1,47 USD je Aktie) implizierte trotz einer weiteren klaren sequenziellen Wachstumsfortsetzung gegenüber dem 3. Quartal jedoch, dass der zuvor für das jetzige Quartal gültige, noch weit optimistischere Analystenkonsens (Umsatz: ca. 1,20 Mrd. USD; Nettogewinn: 1,46 USD je Aktie) nur im besten Falle erreicht werden dürfte.

Darüber engte Autodesk nun auch für das Gesamtjahr 2021/22 ihre Umsatzprognose leicht auf ca. 4,36 – 4,375 Mrd. USD ein (bisher: 4,345 – 4,385 Mrd. USD), kappt damit aber also zumindest den oberen Rand ihres bisherigen Umsatzausblicks. Das Gleiche gilt auch für den Non GAAP-Nettogewinn je Aktie in 2021/22, der nunmehr in einer Spanne von 4,98 – 5,04 USD je Aktie erwartet wird (zuvor gültige Prognose nach dem 2. Quartal: 4,91 – 5,06 USD je Aktie).

Den gerade am oberen Rand ihrer Prognosespanne sehr vorsichtigen Ausblick auf das laufende 4. Quartal begründet der Konzernvorstand wörtlich damit, dass „Störungen der Lieferketten und der hiermit einhergehende Inflationsdruck, der globale Arbeitskräftemangel und die weiterhin hohen Schwankungen in der Entwicklung der COVID 19-Pandemie das zuvor veranschlagte Tempo der weiteren Geschäftsbelebung und deshalb auch folgerichtig den Konzernausblick derzeit beeinträchtigen würden“.

Diese Erklärungen zur derzeit moderaten Einschätzung der weiteren kurzfristigen Geschäftsperspektiven durch den Vorstand sind aus unserer Sicht jedoch so allgemein gefasst und stehen derart deutlich im Widerspruch zur ungebremst dynamischen operativen Entwicklung des 3. Quartals von Autodesk, dass wir diese skeptischen Verlautbarungen für das 4. Quartal (und damit natürlich zwingend auch für das Gesamtjahr 2021/22) derzeit fast nur als eine rein prophylaktische Vorsichtsmaßnahme einstufen, die sich letzten Endes mit hoher Wahrscheinlichkeit als zu zurückhaltend herausstellen dürfte.

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Werbebanner ISIN-WatchlistHieraus erklärt sich, warum wir zwar infolge ihrer Stop Loss-Verletzung die Aktie von Autodesk nun konsequent aus dem Themendepot Zukunftstechnologien eliminiert haben, gleichzeitig aber unsere Kaufempfehlung für die weiterhin in einem gänzlich intakten Aufwärtstrend befindliche und in unserem Strategiedepot Aktien Spekulativ allokierte Aktie der deutschen Mensch Und Maschine Software AG vorerst weiterhin unverändert beibehalten (aktueller Kurs: 63,50 EUR, Konsenskursziel: 70 EUR, d.h. rechnerische Unterbewertung um fast - 10 %).

Unsere Stop Loss-Empfehlung für die Aktie heben wir nun allerdings geringfügig von 55 auf 56 EUR an

 

Chart: MENSCH UND MASCHINE SOFTWARE AG (in Euro)

 

 

28.11.2021 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 

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