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Bei BYD scheint sich im Hintergrund so einiges zu tun

Darauf können die Anleger sich freuen

NTG24 - Bei BYD scheint sich im Hintergrund so einiges zu tun

 

Dass BYD in diesem Jahr in Europa richtig durchstarten und spätestens 2023 auch den deutschen Markt bedienen will, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Offen bleiben noch einige Details wie die Preise für die Fahrzeuge auf dem hiesigen Kontinent, und welche Modelle mittelfristig angeboten werden können.

Klar ist aber, dass BYD sich damit weiteres Wachstumspotenzial sichert, was bei den meisten Anlegern gut ankommt. Zwar scheiterte zuvor schon manch anderer chinesischer Hersteller am europäischen Markt. Dem jüngsten Versuch wird aber besonders viel Erfolgspotenzial unterstellt. Das liegt nicht nur daran, dass BYD viele Bauteile aus erster Hand fertigt und damit weniger abhängig von gestörten Lieferketten ist als so mancher Mitbewerber.

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Werbebanner WikifolioStattdessen überzeugt das Unternehmen auch mit überzeugenden Elektroautos, die in Tests von Experten immer wieder gute Urteile erhalten. Kombiniert BYD (CNE100000296) dies mit konkurrenzfähigen Preisen, dürfte gerade in Zeiten sinkender Reallöhne das Interesse hoch ausfallen. Während sich über die Erfolge in dieser Hinsicht für den Moment nur spekulieren lässt, scheinen die Verantwortlichen schon am nächsten Coup zu basteln, und der könnte an der Börse vielleicht sogar einen noch größeren Impact haben.

Wie „Der Aktionär“ unter Berufung auf Berichte der chinesischen Mediengruppe „Yicai“ schreibt, befindet sich bei BYD wohl eine neue Premiummarke in der Mache. Die soll für Preise ab umgerechnet 145.000 Euro Elektrofahrzeuge ohne Kompromisse anbieten. Die ersten Fahrzeuge sollen auch nicht erst in weit entfernter Zukunft das Licht der Welt erblicken. Noch in diesem Quartal könnte es eine offizielle Vorstellung geben, bevor dann 2023 auch die Massenfertigung startet. Für die Aktionäre könnten damit aufregende Zeiten anstehen.

 

Die Marge macht‘s

 

Schließlich hat der Premiumsektor sich in den letzten beiden Jahren als eine Art Rettungsanker für viele kriselnde Autohersteller etabliert. Die Verkaufszahlen bei Mercedes-Benz (DE0007100000) und anderen hiesigen Konzernen gingen zwar zurück. Durch die höheren Margen bei Premiumautos machte sich das bei den Umsätzen aber nur bedingt bis gar nicht bemerkbar. Offenbar ist hier also einiges zu holen.

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Nun hat BYD zwar nicht allzu sehr mit einer Schwäche bei den Absatzzahlen zu kämpfen. Dennoch dürften es die Anteilseigner gerne sehen, wenn der Konzern Umsätze und Margen noch weiter ansteigen lässt. Das gilt besonders für den chinesischen Markt, an welchen Europa in absehbarer Zeit in Sachen Bedeutung kaum heranreichen wird. Womöglich steht also schon die nächste Neuigkeit in den Starlöchern, welche der BYD-Aktie wieder zu einem Höhenflug verhelfen könnte. Genau darauf scheinen sich auch schon die Börsianer eingestellt zu haben, welche BYD am Montag trotz der miesen Stimmung an den Märkten im hohen Tempo in Richtung Norden beförderten.

 

So darf es bei BYD weitergehen

 

Um 3,9 Prozent konnte BYD sich gestern verbessern und damit den eigenen Kurs bis auf 34,92 Euro verbessern. Da es ansonsten keine nennenswerten Nachrichten zu sehen gab, liegt die Vermutung nahe, dass die mutmaßliche neue Premiummarke daran ihren Anteil hat. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die gute Laune weiter anhält und BYD damit einen glimpflichen Weg durch die neuerliche Krise finden wird.

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Werbebanner ISIN-WatchlistNoch ist es allerdings zu früh, um auf den jüngsten Gerüchten bereits eine Anlagestrategie aufbauen zu wollen. Zudem bleiben im Hintergrund Themen wie ein mögliches Delisting an den US-Börsen bestehen. In dieser Hinsicht scheint es zwar Anzeichen einer Entspannung zu geben. Ebenso wie bei der noch namenlosen neuen Tochter sind es aber vor allem Indizien, Gerüchte und Hoffnungen, die hier zuletzt für Schlagzeilen sorgten. Das birgt stets auch das Risiko von Enttäuschungen, auch wenn BYD fundamental derzeit besser aufgestellt sein mag als viele andere Autobauer.

 

30.08.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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