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BÖRSE TO GO - Bayer, Fielmann und Travel24.com

Wichtige asiatische Börsen geschlossen

 

Nach einem durchwachsenen Handel am Mittwoch startet der Terminmarkt heute früh mit neuem Optimismus. Alle wichtigen Futures notieren kurz vor Eröffnung der europäischen Vorbörse deutlich im Plus. Der DAX-Future wird mehr als 0,80 % höher gesehen bei knapp unter 12.800 Punkten. Der S&P 500 Future liegt mehr als 0,45 % und der Nasdaq-Future mehr als 0,4 % höher. 

Wir erlebten gestern dagegen einen uneinheitlichen Handel in Frankfurt. Die deutschen Benchmarks beendeten den Handelstag mit Abgaben und einige schlossen auch im Minus. Der DAX konnte seine zwischenzeitlichen Gewinne nicht halten, sondern litt in der letzten Handelsstunde unter Verkäufen und ging mit einem Minus von -0,51 % bei 12.760,73 Punkten aus dem Rennen. Am härtesten traf es am Mittwoch die Aktien von Covestro (-7,19 %), die eine große Akquisition für 1,61 Mrd. Euro angekündigt hatte. 

Das Highlight am Mittwoch war der SDAX. Die Benchmark für kleine börsennotierte Unternehmen kletterte um 1,61 % auf 12.487,57 Punkte. Die Aktien von Encavis (+7,86 %) und New Work (+6,76 %) waren die größten Gewinner des Tages. 

Zürich kippelt. Für den Aktienmarkt ist entscheidend, dass der SMI nicht unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten fällt, doch die Notierungen drifteten am Ende des Handels gefährlich dicht an diesen Punkt heran. Am Mittwoch sank der SMI um -0,41 % auf 10.187,00 Punkte. Die Aktien von Roche (-1,58 %) und Alcon (-0,76 %) belasteten. 

 

SMI

 

Wien zeigte sich dagegen von seiner positiven Seite. Der ATX stieg am Mittwoch um 0,61 % auf 2.108,75 Punkte. Die Kursgewinne bei Verbund (+3,80 %) und BAWAG (+2,67 %) sorgten für gute Stimmung. 

Auch die Wall Street gab zum Ende hin deutlich ab. Doch trotz der späten Gewinnmitnahmen schlossen alle Benchmarks im Plus. Der Dow Jones Industrial Average stieg am stärksten und schloss 1,20 % höher bei 27.781,70 Punkten. Der S&P 500 Index verbesserte sich um 0,83 % auf 3.363,00 Punkte.

Die Börse Tokio musste heute früh den Handel einstellen. Durch einen nicht näher spezifizierten Hardware-Fehler wurde der gesamte Börsenhandel beendet und auch nicht wieder aufgenommen. Der Fehler sorgte auch dafür, dass kleinere Börsenplätze in Nagoya, Fukuoka und Sapporo den Handel aussetzten. Es war der größte Ausfall, den die japanische Börse je erlebt hat, und das noch dazu am ersten Tag des neuen Quartals.

Der Börsenhandel in China ist ab heute für eine ganze Woche aufgrund von Feiertagen (Mittherbstfest) geschlossen. Der Handel wird wieder am 08. Oktober aufgenommen. Hongkong und Südkorea sind heute und morgen aufgrund von Feiertagen geschlossen.

 

Bayer: Gewinnwarnung für 2021

 

Bayer gab gestern nach Börsenschluss eine breite Umsatz- und Gewinnwarnung für 2021 heraus. Die deutlich verringerte Prognose für 2020 wird beibehalten und bestätigt, aber der Vorstand kündigte zusätzlich an, dass man in 2021 beim Umsatz stagnieren wird. Das niedrige Umsatzniveau von 2020 wird sich im folgenden Jahr fortsetzen. Eine Erwartung, die die Börse bisher nicht teilte. Das „bereinigte“ Ergebnis für 2021 wird selbst dann niedriger als 2020 ausfallen, wenn man die (negativen) Wechselkursveränderungen herausrechnet. Ausgerechnet die Agrarchemie, der sich Bayer mit dem Kauf von Monsanto so sehr verschrieben hat, zieht den Konzern herunter, weil die Umsätze unter den Erwartungen bleiben. Bayer kündigte massive Sonderabschreibungen im oberen einstelligen Milliardenbereich an. 

Bayer reagiert auf diese Prognose mit neuen Sparprogrammen. Obwohl der Chemie- und Pharmakonzern bereits umfangreiche Programme zur Senkung von Kosten und zur Steigerung der Effizienz in allen Bereich angestoßen hat, sieht man sich gezwungen, die Programme um mehr als 50 % auszuweiten. Auch die Dividende wird fallen. Die Ausschüttungsquote soll in Zukunft bei lediglich 30 % liegen. Die Aktien von Bayer notieren vorbörslich (L&S) bei 51 Euro (-0,49 %). 

 

Wichtige Unternehmensberichte am Donnerstag: PepsiCo, Constellation Brands, ConAgra Foods und Carnival

 

Fielmann überrascht positiv

 

Das Geschäft im 3. Quartal hat sich nicht nur wieder erholt, sondern es wächst wieder. Fielmann kündigte einen voraussichtlichen Umsatz von 420 Mio. Euro für die letzten drei Monate an. Das würde deutlich über dem Vorjahresniveau liegen, als das Unternehmen einen Umsatz von 400 Mio. Euro erwirtschaftete. Auch das Vorsteuerergebnis soll wachsen, was in diesem Umfeld bemerkenswert ist. Der Vorstand erwartet rund 80 Mio. Euro nach 78,5 Mio. Euro im Vorjahr. 

 

Fielmann AG

 

Der scharfe Einbruch im 2. Quartal wird damit im restlichen Jahr fast wieder eingeholt. Obwohl Fielmann massiv unter dem Lockdown gelitten hatte, erwartet man nun für 2020 einen Außenumsatz von 1,6 Mrd. Euro nach 1,76 Mrd. Euro in 2019 und ein Vorsteuerergebnis von mehr als 140 Mio. Euro (2019: 253,81 Mio. Euro). Die Aktien von Fielmann stiegen am Mittwoch um 2,62 % auf 68,50 Euro.

 

Folgende wichtige Aktien werden heute Ex-Dividende gehandelt: Bristol-Myers Squibb, Cisco und Sysco

 

Notverkauf bei Travel24.com

 

Die Covid-19 Krise hinterlässt verbrannte Erde im Tourismusgeschäft. Die Travel24.com AG kündigte an, dass man die mittelbare Beteiligung an der Travel 24 Hotel Leipzig Betriebsgesellschaft um 23 % auf nur noch 26 % reduzieren will. Der Grund: Die „unbedingt notwendige Sicherung der Liquidität der Travel24.com AG“. Die Begründung ist nicht ohne Grund so drastisch formuliert, denn die Beteiligung wird knapp über dem Buchwert rausgeschleudert. Als Käufer nennt der Vorstand die Vicus Group.

 

Tankan Bericht unter den Erwartungen

 

Während die Börse Tokio fast den gesamten Tag über geschlossen war, kam der Tankan Bericht heraus. Die einzelnen Indizes verbesserten sich im Trend deutlich im Vergleich zum 2. Quartal, aber nahezu alle blieben unter den Erwartungen der Börse. 

Für zahlreiche Länder werden heute die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes für September veröffentlicht. Die Frühindikatoren werden unter anderem für Spanien, die Schweiz, Italien, Frankreich, Deutschland, die Euro-Zone, Großbritannien und die USA vorgelegt.

Aus den USA erwarten wir heute um 14:30 Uhr die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Nach dem überraschenden Anstieg bei den Zahlen der vorletzten Woche wird heute wieder mit einem Rückgang der Anträge auf 850.000 gerechnet. Auch bei den Folgeanträgen wird ein Rückgang auf 12,25 Millionen Anträge erwartet. Morgen stehen dann die wichtigen monatlichen Arbeitsmarktdaten an, die von der Wall Street mit Spannung erwartet werden. 

 

01.10.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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