
Google präsentiert neue AI-Suche, Hornbach enttäuscht bei Dividende und Jumbo-Abschreiber bei Julius Bär - BÖRSE TO GO
Google präsentiert eine neue AI-Suche - Project Astra beeindruckt auf der I/O
Google präsentiert eine neue AI-Suche. Die Suchmaschine versucht mit allen Mitteln, ihr organisches Monopol gegen die AI-Konkurrenz zu verteidigen. Lange Gesichter bei den Hornbach-Aktionären. Die Baumarktkette erhöht die Dividende nicht, obwohl der Gewinn deutlich gestiegen ist. Jumbo-Abschreiber bei Julius Bär. Halbjahresgewinn soll unter dem Vorjahresniveau liegen.
Asien entwickelt sich am Morgen sehr freundlich. Abgesehen vom Nikkei 225 Index, der zwischenzeitlich mehr als -0,30 % fällt, liegen im Verlauf der Sitzung alle anderen Benchmarks klar im Plus. Die größten Gewinne verzeichnen dabei der China A50 Index und der KOSPI, die beide zwischenzeitlich mehr als 1,00 % steigen können. Der Terminmarkt ist vor der Eröffnung der europäischen Vorbörse erneut zweigeteilt. Während die amerikanischen Aktienindex-Futures fallen, kann sich der DAX Future (Juni) leicht um 0,09 % auf 24.096,00 Punkte verbessern.
Die Börse Frankfurt erlebte am Dienstag einen starken Handelstag. Alle deutschen Benchmarks verbesserten sich und wurden dabei vom MDAX angeführt, der um 1,39 % auf 30.550,83 Punkte sprang und damit ein neues 52-Wochenhoch setzte. Der größte Gewinner im Mid Cap Index war ThyssenKrupp (DE0007500001), deren Aktien einen Rebound sahen und 6,29 % höher bei 8,85 Euro schlossen. Der SDAX folgte mit weitem Abstand und stieg um 0,66 % auf 16.753,14 Punkte, wie auch der TecDAX, der sich um 0,52 % auf 3.870,38 Punkte verbesserte. Der DAX setzte ein neues Allzeithoch mit 24.036,11 Punkten und knackte die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten, stieg aber insgesamt am Dienstag nur um 0,42 %.
Ganz anders dagegen New York. Nach einem langen Run kühlte sich die bullische Stimmung am Dienstag an der Wall Street etwas ab. Der Dow Jones Industrial Average Index hielt sich am besten und sank nur leicht um -0,27 % auf 42.677,24 Punkte. Der Nasdaq 100 Index gab hingegen -0,37 % auf 21.367,37 Punkte ab und der S&P 500 Index bildete das Schlusslicht mit einem Abschlag um -0,39 % auf 5.940,46 Punkte.

Google präsentiert neue AI-Suche
Google präsentierte auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O eine neue AI-Suche. Vor einem Jahr hatte man die AI-Zusammenfassungen auf der ersten Ergebnisseite der Suchen eingeführt. Doch die AI-Konkurrenten beginnen sich an das organische Monopol der Alphabet (US02079K1079) Tochter heranzumachen, was das Unternehmen nur abwehren kann, wenn man den Benutzern ein noch attraktiveres Angebot bietet. Dazu bietet man in Zukunft den AI-Modus an, der die Benutzeranfragen detaillierter und kleinteiliger beantworten kann und die Suchen auch personalisieren kann, wenn dies gewünscht ist. Einen sehr positiven Eindruck hinterließ die Präsentation des Project Astra, das das Smartphone in Zukunft in einen vollständig intelligenten Assistenten verwandeln soll. Natürlich lieferte Google auch eine aktualisierte Version seiner AI Gemini. Die Version 2.5 soll ab Juni mit einem Deep Think Modus verfügbar sein und mit der Flash Variante bringt man einer Version für Smartphones heraus, die weniger Ressourcen verbraucht und schneller ist.
Hornbach: Keine Dividendenerhöhung trotz Gewinnsprung
Europas größte Baumarktkette legte für das abgelaufene Geschäftsjahr solide Zahlen vor. Hornbach (DE0006083405) erreichte im Geschäftsjahr 2024/25 einen leichten Umsatzzuwachs von 0,6 % auf 6,20 Mrd. Euro. Den operativen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) konnte man jedoch sehr deutlich um 11,9 % auf 252,7 Mio. Euro steigern. Hornbach begründet dies im Wesentlichen mit geringeren Kosten, insbesondere bei den Rohstoffen. Auf „bereinigter“ Basis nennt das Unternehmen ein EBIT von 269,5 Mio. Euro (+6,0 %). Nach Steuern weist man den Aktionären vor Anteilen Dritter einen Gewinn von 147,2 Mio. Euro (+11,8 %) bzw. 8,80 Euro je Aktie aus. Trotz des starken Gewinnwachstums wird der Vorstand die Aktionäre jedoch nicht daran teilhaben lassen. Für die Hauptversammlung, die für den 11. Juli angesetzt ist, schlägt der Vorstand nur eine unveränderte Dividende von 2,40 Euro je Aktie vor. Auch für das neue Jahr zeigt sich der Vorstand optimistisch. Das 1. Fiskalquartal ist gut gestartet und gibt die Zuversicht, dass der Vorjahresumsatz mindestens gehalten und im Zweifel leicht verbessert werden kann. Dazu gehört auch, dass man neue Standorte eröffnen wird. Das „bereinigte“ EBIT soll sich in diesem Jahr auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.
Neuer Jumbo-Abschreiber bei Julius Bär
Julius Bär (CH0102484968) wird seine Probleme im Kreditportfolio nicht los. Erneut meldete der Schweizer Vermögensverwalter einen sehr großen Verlust im Kreditportfolio aus neuen Rückstellungen in Höhe von jetzt 130 Mio. Franken. Das ist eine negative Überraschung, denn der Finanzplatz Zürich war bisher davon ausgegangen, dass Julius Bär sein Kreditportfolio vollständig bereinigt hat. Das eigentliche Vermögensverwaltungsgeschäft, das Kerngeschäft der Bank, entwickelte sich positiv. Man konnte netto 4,2 Mrd. Franken an neuen Kundengeldern akquirieren und verwaltete zu Ende April 467 Mrd. Franken. Der Verwaltungsrat warf jedoch einen trüben Ausblick. Man macht deutlich, dass die Aktionäre im 1. Halbjahr mit einem Gewinnrückgang im Jahresvergleich rechnen müssen.
Tagestermine
Der Zollkrieg der Amerikaner macht sich in der Außenhandelsbilanz der Japaner schnell bemerkbar. Das Handelsbilanzergebnis kippte von einem Überschuss von 559,4 Mrd. Yen im März in ein Defizit von -115,8 Mrd. Yen im April.
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21.05.2025 - Mikey Fritz
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