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BÖRSE TO GO - Commerzbank, K+S und Lufthansa

Tech-Aktien bleiben stark nachgefragt

 

Die Futures signalisieren einen weiteren starken Börsenauftakt. Alle wichtigen Aktienindex-Futures konnten sich während der asiatischen Sitzung weit ins Plus vorarbeiten und halten ihre Gewinne auch noch kurz vor Eröffnung der Vorbörse in Europa. Der DAX-Future wird mehr als 0,75 % höher bei über 12.362 Punkten gesehen. Der Nasdaq-Future liegt sogar mehr als 1,5 % im Plus bei knapp 11.940 Punkten. Der Terminmarkt signalisiert damit einen weiteren bullishen Tag. 

Die Aktienmärkte haben ihren starken Rebound am Mittwoch fortgesetzt. In Frankfurt schlossen alle wichtigen Indizes im Plus. Tagessieger war der TecDAX, der um 2,72 % auf 2.964,36 Punkte zulegen konnte. Die Aktien von MorphoSys (+8,08 %) und Sartorius (+7,08 %) führten die Liste der Gewinner im Index an. Auch der MDAX konnte am gestrigen Handelstag stark performen und stieg um 2,52 % auf 27.241,37 Punkte. Neben MorphoSys führte hier HelloFresh (+7,37 %) den Index mit nach oben. 

Der DAX verbesserte sich um 1,95 % auf 12.324,22 Punkte. Der Leitindex schloss damit in der Nähe des Tageshochs. Neben Delivery Hero (+7,80 %) führten auch die Aktien von Fresenius Medical Care (+6,96 %) die Liste der Gewinner an. Fresenius Medical Care profitierte neben dem sehr positiven Marktumfeld auch von einer politischen Entscheidung im US-Bundesstaat Kalifornien. Dort wurde die Proposition 23 vom Wahlvolk abgelehnt, worin unter anderem strengere Regulierungen für Dialysekliniken gefordert wurden. 

 

Nasdaq Composite Index

 

Besonders stark performte am Mittwoch die Wall Street. Allen voran kauften die Anleger Technologietitel zurück, die in der Woche vor der Wahl noch abgestoßen wurden. Der Nasdaq Composite Index kletterte zeitweise über 4 % und schloss am Abend 3,85 % höher bei 11.590,78 Punkten. Der S&P 500 Index stieg um 2,20 % auf 3.443,44 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index verbesserte sich um 1,34 % auf 27.847,66 Punkte. 

 

Commerzbank mit Verlust in Q3

 

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Die Commerzbank verzeichnete einen Verlust im 3. Quartal. Schon wieder möchte man sagen. Von den letzten vier vorgelegten Quartalsberichten fiel nur einer mit einem Gewinn aus. Insgesamt ist die Bilanz der letzten 12 Monate negativ. Im jüngst abgelaufenen Quartal ergab sich ein Netto-Verlust nach Steuern von -55 Mio. Euro, der nicht aus dem operativen Kerngeschäft stammt, sondern aus weiteren hohen Restrukturierungskosten herrührt. Für die Aktionäre beträgt der Netto-Verlust sogar -69 Mio. Euro, da noch 15 Mio. Euro an Stakeholder mit einem höheren Rang gehen. Insgesamt 201 Mio. Euro buchte der Vorstand für den Restrukturierungsaufwand. Auf einen grünen Zweig kommt die Bank so nicht. Der Aktien werden heute früh vorbörslich bei 4,25 Euro gehandelt. 

 

Lufthansa mit 2 Mrd. Euro Verlust

 

Der Umsatz fiel im 3. Quartal bei der Lufthansa um -74 % auf 2,66 Mrd. Euro. Ein harter Schlag, der aber nicht unerwartet kam, nachdem schon im August deutlich geworden war, dass das Interesse an Urlaubsreisen um 70 bis 80 % in diesem Jahr nachgelassen hatte. Der Verlust erreichte so nach Steuern ein Niveau von -1,97 Mrd. Euro, nachdem man im Vorjahresquartal noch einen Gewinn von 1,15 Mrd. Euro ausweisen konnte. Vor Steuern beträgt der Verlust sogar -2,39 Mrd. Euro. Für das 4. Quartal erwartet die Gesellschaft keine nennenswerte Verbesserung. Man hat die angebotenen Kapazitäten auf 25 % des Vorjahresniveaus reduziert, um so kostengünstig wie möglich zu operieren. Der Vorstand erwartet dennoch, dass der monatliche Mittelabfluss im 4. Quartal allein aus dem operativen Geschäft rund -350 Mio. Euro betragen wird. Die Aktien werden vorbörslich (L&S) bei 8,03 Euro gesehen. 

 

Wichtige Quartalsberichte am Donnerstag: AIG, Andritz, ArcelorMittal, AstraZeneca, Barrick Gold, Basler, Bristol-Myers Squibb, Cigna, Dialog Semiconductor, Duke Energy, Dürr, Electronic Arts, Enel, euromicron, Furukawa Electric, GEA, General Motors, Hawesko, HeidelbergCement, Incyte, ING Group, Kobe Steel, Konami, Lanxess, Linde, Lufthansa, Mitsubishi, Mologen, Münchener Rück, New Work, News Corp, Nikon, ProSiebenSat. 1 Media, S&T, Sempra Energy, Siemens Gamesa, Société Générale, Take Two, Teva Pharmaceutical, T-Mobile, TripAdvisor, UniCredit, Valiant, Veolia Environnement, Verbund, VTB Bank, Wacker, WCM, Wienerberger und Wynn Resorts 

 

Gewinnwarnung bei K+S

 

Kali + Salz warnte gestern, dass man einen erheblichen Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 2 Mrd. Euro hat. Der Vorstand sah sich gezwungen, die langfristigen Kalipreisschätzungen deutlich nach unten zu korrigieren, was die Werthaltigkeit des europäischen Geschäfts negativ beeinträchtigt. Man hat daher im 3. Quartal eine Wertberichtigung vorgenommen, die zwar die Liquidität des Unternehmens nicht beeinträchtigt, aber sehr wohl die Eigenkapitalbasis der Aktionäre. Kurzfristig wurde der Ausblick für das EBITDA in 2020 mit rund 480 Mio. Euro bestätigt. Das operative Kerngeschäft läuft also wie avisiert, aber langfristig sieht das Unternehmen schwache Zeiten auf sich zukommen. Die Akten von K+S hatten gestern bei 5,718 Euro (-4,12 %) geschlossen.

 

Folgende wichtige Aktien werden heute Ex-Dividende gehandelt: BP, Cintas, Eaton, Intel, Pfizer, Sirius XM und Wells Fargo

 

Tagestermine

 

Der schweizer Seco Konsumklima Index für das 4. Quartal wurde heute früh um 07:45 Uhr vorbörslich veröffentlich. Nachdem der Index im 2. Quartal einen historischen Tiefststand von -56 Punkten erreicht hatte, verbesserte sich der Index sukzessive im 3. Quartal auf -30 Punkte und stagniert nun im 4. Quartal auf diesem Stand bei -30 Punkten. 

Um 08:00 Uhr erwarten wir die Auftragseingänge für deutsche Industrie im Monat September. Den Prognosen zufolge soll sich das Wachstum von 4,5 % im August auf 2,0 % abgeschwächt haben.

Um 09:30 Uhr bekommen wir einen Einblick in das deutsche Bauwesen. Der Einkaufsmanagerindex für das Baugewerbe wird veröffentlicht. Eine Prognose liegt nicht vor. Der Index stand zuletzt im September bei 45,5 Punkten.

Am Nachmittag werden die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten in den USA veröffentlicht. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollen in der vergangenen Woche bei 732.000 Anträgen gelegen haben, nach 751.000 Anträgen in der Vorwoche. Die Folgeanträge sollen sich von 7,76 Mio. Anträgen auf 7,2 Mio. Anträge verringert haben. 

Am Abend erwartet uns dann der wichtigste Termin des Tages. Der Offenmarktausschuss der FED wird um 20:00 Uhr seine jüngste Zinsentscheidung bekannt geben und ab 20:30 Uhr darüber berichten, welche Maßnahmen getroffen werden, um den Kapitalmarkt zu unterstützen. 

 

05.11.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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