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BÖRSE TO GO - HelloFresh, Jungheinrich und Zalando

Rebound im asiatischen Handel

 

Der asiatische Handel steht heute klar im Zeichen von Risk-On. Die Anleger in der Region sorgen vor allem dafür, dass die US-Futures wieder ins Plus gehen, nachdem die US-Benchmarks an der Wall Street streckenweise sehr schwach gehandelt wurden. Insbesondere die Technologie litt am Montag unter Abgaben bei gleichzeitig hohem Handelsvolumen. 

So auch das Bild am deutschen Aktienmarkt. Der Verlust beim TecDAX (-0,95 %) wich merklich von den anderen deutschen Benchmarks ab, die alle im Plus schließen konnten, wenn auch nur knapp. Der DAX ging am Ende bei 12.687,53 Punkten (+0,10 %) aus dem Rennen und der MDAX schloss 0,12 % höher bei 27.175,43 Punkten. Der DAX-Future notiert heute früh zeitweise mehr als 0,2 % höher bei mehr als 12.765 Punkten. 

Deutliche Gewinne konnte Wien am Montag verzeichnen. Der ATX kletterte um 1,33 % auf 2.224,13 Punkte. Die Aktien von Verbund (+11,31 %) und Telekom Austria (+7,74 %) führten die Liste der Gewinner an. In Zürich konnte der SMI 0,23 % zulegen auf 10.090,91 Punkte und der Future liegt heute früh leicht höher über 10.100 Punkten. 

Der chinesische Aktienmarkt notiert heute früh einheitlich im Plus. Angeführt wird die Liste der Benchmarks vom A50 Index, der zwischenzeitlich mehr als 1,1 % steigen kann und über 15.470 Punkten notierte. Heraus ragt auch der Nikkei 225 Index. Die japanische Benchmark wurde zeitweise mehr als 1,8 % im Plus gehandelt bei mehr als 22.725 Punkten. Die Aktien von Eisai und Mitsui Mining and Smelting führten die Benchmark mit hohen Gewinnen im zweistelligen Bereich an.

 

HelloFresh hebt Prognose an

 

HelloFresh gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass man die Prognose für das laufende Geschäftsjahr anhebt. Das Geschäft im Sommer habe sich bisher besser als erwartet entwickelt. Man sehe weiterhin hohe Nachfrage, sowohl von Bestandskunden als auch von Neukunden. Hat das Unternehmen bisher ein Umsatzwachstum von 55 bis 70 % für 2020 prognostiziert, erwartet man nun einen deutlichen Sprung auf eine Spanne von 75 bis 95 % Wachstum. Die Prognose für die „AEBITDA“ Marge setzte man von 8 bis 10 % auf 9 bis 11 % herauf. 

Die Zahlen für das 3. Quartal waren sehr gut. Der Umsatz konnte um 123 % von 436,7 auf 972,1 Mio. Euro gesteigert werden. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis von einem Break-Even in der Vorjahresperiode auf nun 134,1 Mio. Euro. Nach Steuern blieb ein Netto-Gewinn von 116,00 Mio. Euro stehen. Auf Sicht des Halbjahres beträgt der Gewinn 155,7 Mio. Euro. Die Aktien von HelloFresh notieren vorbörslich bei 49,45 Euro (0,20 %).

 

Jungheinrich hält sich gut

 

Es war kein einfaches Halbjahr für einen Zulieferer wie Jungheinrich. Der Spezialist für die Logistikbranche wies für die ersten sechs Monate einen Umsatz von 1,8 Mrd. Euro, was 8 % unter der Vorjahresperiode lag. Das Unternehmen hatte die Umsatzkosten aber gut im Griff und konnte einen operativen Verlust klar vermeiden. Man wies ein EBIT von 95,2 Mio. Euro (-24 %) nach 125,1 Mio. Euro im Vorjahr aus. Nach Steuern kam Jungheinrich auf einen Gewinn von 60 Mio. Euro (-29 %) aus. Die Aktie wird vorbörslich (L&S) leicht im Plus bei 26,16 Euro gehandelt.

 

Zalando mit hohem Wachstum

 

Nach einem schwachen 1. Quartal konnte Zalando während des Lockdowns seine Trümpfe voll ausspielen. Der Umsatz kletterte um 27,4 % auf 2.034,7 Mio. Euro und baute gleichzeitig die Rohertragsmarge auf 44,4 % aus, nachdem sie in den ersten drei Monaten auf 35,3 % gefallen war. Nach einem operativen Verlust von -113,1 Mio. Euro im 1. Quartal konnte Zalando im 2. Quartal einen operativen Gewinn von 198,4 Mio. Euro ausweisen, womit man im 1. Halbjahr nun auf einen Umsatz von 3.558,9 Mio. Euro und ein EBIT von 85,3 Mio. Euro kommt. Nach Steuern erwirtschaftete Zalando 122,5 Mio. Euro, wodurch der Halbjahresgewinn nun bei 36,1 Mio. Euro liegt. Zalando wird vorbörslich (L&S) bei 67,07 Euro (+1,09 %) gehandelt.

 

Zalando SE

 

Weitere wichtige Quartalsberichte am Dienstag: Alstria Office REIT, Aurubis, Berentzen-Gruppe, Deutz, Norilsk Nickel, OHB, Raiffeisen, Rakuten, Softbank, Swissquote und Uniper

 

ZEW-Index im Fokus

 

Der wichtigste Termin am Vormittag ist die Veröffentlichung des ZEW-Index um 11:00 Uhr. Der Index der Konjunkturerwartungen konnte sich in den vergangenen vier Monaten deutlich von dem Tief im März (-49,5 Punkte) erholen. Für den Monat August wird heute ein Stand von 58,0 Punkten erwartet nach 59,3 Punkten im Juli. 

Während die Konjunkturerwartungen am Finanzmarkt sehr stark gestiegen sind, befindet sich die Einschätzung der aktuellen Lage noch immer im Keller. Der Index erreichte erst im Mai seinen Tiefststand von -93,5 Punkten - der tiefste Stand seit August 2003 (-95,80 Punkte) - und erholte sich seither nur marginal auf -80,9 Punkte. Die Prognose für August erwartet eine Verbesserung auf -68,8 Punkte. Die Prognose für Juli war allerdings auch schon sehr optimistisch (-65,0 Punkte) und wurde nicht im Ansatz erreicht.

Für den US-Energiemarkt wird um 14:00 Uhr der Bericht der EIA von hoher Bedeutung sein. Die US Energy Information Administration wird ihre kurzfristige Prognose zur Entwicklung der wichtigsten Energieträger, wie Rohöl, Benzin, Diesel, Erdgas und Strom abgeben. 

Eine Stunde vor Börseneröffnung in New York wird der US-Erzeugerpreisindex für den Monat Juli veröffentlicht. Der Index spiegelt die Inflationsentwicklung auf Ebene der Erzeuger wider und ist somit einen Frühindikator für die Inflation auf Ebene der Endpreise. Die Analysten erwarten einen Anstieg im Vergleich zum Vormonat von 0,3 %. Im Jahresvergleich wird ein Anstieg von -0,8 % auf -0,7 % erwartet. 

 

11.08.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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