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BÖRSE TO GO - Apple, Daimler und Lanxess

Japans Wirtschaft erholt sich stark - Bruttoinlandsprodukt profitiert von starker Konjunktur

 

Asien fährt heute früh nur mit halber Kraft, da die meisten Börsenplätze weiterhin aufgrund von Feiertagen geschlossen bleiben. Australien, Japan und Südkorea handeln jedoch und weisen starke Gewinne aus. Die gute Stimmung hat sich auch auf den Terminmarkt übertragen. Alle wichtigen Future notieren im Plus, wobei der DAX-Future 20 Minuten vor Eröffnung der europäischen Vorbörse mit einem Gewinn von 0,58 % auf 14.144 Punkte heraussticht. Aber auch der S&P 500 Future kann sich um 0,40 % auf 3.946 Punkte verbessern. Das Nasdaq-Future wird bei 13.844 Punkten (+0,28 %) gesehen. 

An einem handelsschwachen Tag konnte sich Frankfurt am Freitag überwiegend ins Plus retten. Im Vorfeld des heutigen Feiertags in den USA blieb das Interesse der Anleger sehr zurückhaltend. Der DAX konnte am Ende bei 14.049,89 Punkten (+0,06 %) schließen. Starke Käufe ergaben sich bei der Deutschen Bank, deren Aktien um 1,89 % auf 8,98 Euro steigen konnten, und bei Fresenius Medical Care, die sich wieder um 2,23 % auf 61,38 Euro erholten. Besonders schwach entwickelt sich dagegen der SDAX, der unter Gewinnmitnahmen litt und um -0,47 % auf 15.597,93 Punkte sank. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Der TecDAX konnte mit einem Zugewinn von 0,23 % auf 3.545,37 Punkte am stärksten performen. Hier standen die starken Kursgewinne bei Nordex (+2,93 %) und Evotec (+3,91 %) im Vordergrund. Der MDAX beendete die Woche bei 32.595,23 Punkten (+0,15 %).

Die Sitzung an der Wall Street vor dem Presidents Day war von einem schwachen Handelsvolumen geprägt. Der Handel neigte in der zweiten Hälfte zur Schwäche, wurde dann aber in der letzten Handelsstunde nach oben geboten. So verbesserten sich letztlich alle Benchmarks, wobei es der Dow Jones Industrial Average Index (+0,09 %) und der Russell 2000 Index (+0,18 %) nur knapp ins Plus schafften. Deutlicher zulegen konnten dagegen der S&P 500 Index, der um 0,47 % auf 3.934,83 Punkte stieg, und der Nasdaq Composite Index, der sich um 0,50 % auf 14.095,47 Punkte verbesserte. 

 

Apple sucht weiter nach einem Auto-Partner

 

Nachdem die Gespräche mit Hyundai Motor und Kia abgebrochen wurden, wendete sich der Blick von Apple nach Japan. Die Aktien von Nissan steigerten sich vergangene Woche kurzzeitig, nachdem der CEO Makoto Uchida andeutete, dass der Autokonzern es sich vorstellen kann, mit Technologieunternehmen zusammen zu arbeiten. In der Rolle eines reinen Auftragsproduzenten sieht sich Nissan jedoch auch nicht. Man werde keine Autos produzieren, wo nicht Nissan draufsteht. Apple und Nissan hatten zuvor Gespräche über eine Zusammenarbeit gehalten, kamen aber offensichtlich nicht zu einer Partnerschaft. Nissan wäre aufgrund seiner Beteiligungen bei Mitsubishi Motor und Renault ein interessanter Partner für Apple gewesen. Die Zahl der verbleibenden Autohersteller, die noch als Partner für Apple infrage kommen, wird damit zusehends kleiner. 

 

Daimler muss 1,29 Mio. Autos zurückrufen

 

Ein Softwarefehler verursacht einen Rückruf in den USA. Daimler muss insgesamt 1,29 Mio. Fahrzeuge aus den Jahren 2016 bis 2020 in die Werkstätten zurückrufen, da ein Softwarefehler entdeckt wurde, der im Falle eines Unfalls den falschen Standort des Wagens an die Rettungsstelle senden kann. Der Fehler entsteht, wenn bei einem Unfall die Stromversorgung des Kommunikationsmoduls kurzzeitig unterbrochen wird. Das Problem wurde im Oktober 2019 erstmals intern bekannt, nachdem das eCall Center von Mercedes Benz einen falschen Standort feststellte. Die daraufhin eingeleitete Untersuchung fand heraus, dass dies ein systematisches Problem ist. 

Probleme bekommt Daimler zunehmend auch in der aktuellen Produktion. Nachdem der weltweite Halbleitermarkt für Automobile sehr eng wurde und die Autoproduktion zu einer Verlangsamung zwang, könnten sich nun auch noch die neuen Grenzkontrollen in Deutschland zu einem weiteren Hindernis entwickeln. Der Konkurrent BMW warnte bereits, dass man mit großen Einschnitten rechnet und wahrscheinlich drei Werke von Lieferengpässen betroffen sind. Aus Stuttgart war zuletzt zu hören, dass bis dato keine Engpässe aufgetreten sind. 

 

Lanxess kauft in den USA zu

 

Lanxess kündigte am Wochenende die Übernahme von Emerald Kalama für 1,04 Mrd. US-Dollar an. Das amerikanische Unternehmen ist in der Spezial-Chemie tätig. Emeralds Produkte werden vor allem in Konsumentenprodukten eingesetzt und man erlöste im vergangenen Jahr einen Umsatz von 425 Mio. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) lag bei rund 90 Mio. US-Dollar. Emerald Kalama hat seinen Schwerpunkt in Nordamerika und setzt dort rund 45 % seiner Produktion ab. 

 

Lanxess AG

 

Die Übernahme wird von Lanxess aus vorhandenen Mittel bezahlt. Zuvor muss der Deal jedoch noch die Genehmigung aller beteiligten Länder erhalten. Der Lanxess-Vorstand rechnet daher erst im 2. Halbjahr mit dem Abschluss des Geschäfts. 

 

Tagestermine

 

Das japanische Bruttoinlandsprodukt schlägt die Erwartungen der Analysten. Die vorläufigen Zahlen für das 4. Quartal zeigen einen Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahresvergleich von 12,7 %. Die Erwartungen hatten sich bei einem Zuwachs um 9,5 % eingependelt. Auch der Vergleich zum 3. Quartal fiel vorteilhafter aus. Hier wurde ein Anstieg um 2,3 % erwartet, doch die Statistik weist sogar ein Plus von 3,0 % aus. 

Um 11:00 Uhr erwarten wir wichtige Wirtschaftsdaten für die Euro-Zone. Die Industrieproduktion für den Monat Dezember wird veröffentlicht und die Kontraktion im Jahresvergleich soll sich von zuvor -0,6 % auf nun -0,3 % verbessert haben. Der Handelsbilanzüberschuss wiederum soll leicht von 25,8 auf 25,3 Mrd. Euro gesunken sein. 

 

15.02.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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