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BÖRSE TO GO - Software AG, va-Q-tec und Zur Rose

Verluste zur Eröffnung erwartet

 

Die Futures signalisieren auch für den Handel am Mittwoch eine schwache Entwicklung. Während des asiatischen Handels notieren alle wichtigen Futures deutlich im Minus, das sich vor Beginn der Vorbörse in Europa noch ausweitet. So liegt der DAX-Future kurz vor Eröffnung der Vorbörse -0,31 % im Minus bei 13.077 Punkten. Der S&P 500 Future gibt -0,50 % auf weniger als 3.588 Punkte ab und der Nasdaq-Future wird bei 11.932 Punkten (-0,35 %) gesehen. Damit bahnt sich eine Fortsetzung des Trends vom Dienstag an. 

Nach einem starken Wochenauftakt nahmen die Anleger am Dienstag ein paar Gewinne mit. Die Verkäufe setzten direkt nach der Eröffnung ein und zogen sich langsam, aber stetig bis zur Eröffnung der Wall Street hin, die dann noch einmal für neuen Optimismus in den letzten Handelsstunden sorgte. Es reichte aber nicht, um die deutschen Benchmarks wieder ins Plus zu drehen. 

Am stärksten traf es den TecDAX. Der deutsche Technologieindex sank um -0,98 % auf 3.000,14 Punkte. Die Aktien von Eckert & Ziegler waren dabei die größten Verlierer und gaben um -2,82 % auf 40,60 Euro ab. Bei Evotec ging es um -2,68 % auf 24,74 Euro nach unten. Am besten schlug sich am Dienstag noch der DAX, der mit einem Schlusskurs von 13.133,47 Punkten den Handel nahezu unverändert zum Montag beenden konnte. 

 

TecDAX

 

Auch an der Wall Street ergaben sich leichte Abgaben. Der Dow verzeichnete die größten Abgaben und schloss am Ende -0,56 % tiefer bei 29.783,35 Punkten. Hart erwischte es die Aktien von Walgreens, die um -9,63 % auf 39,85 US-Dollar fielen, nachdem Amazon.com angekündigt hatte, ihnen direkt Konkurrenz zu machen. Der S&P 500 Index sank um -0,48 %, konnte sich aber knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 3.600 Punkten halten. Der Russell 2000 Index zeigte erneut eine Outperformance und stieg gegen den allgemeinen Trend um 0,37 % auf 1.791,91 Punkte. 

Der asiatische Handel stellt sich heute früh sehr durchwachsen dar. Während der ASX 200 Index sich zeitweise um mehr als 0,5 % auf über 6.531 Punkte verbessern konnte, sank der Nikkei 225 Index deutlich um mehr als -1,10 % auf weniger als 25.729 Punkte. Auch der chinesische Aktienmarkt zeigte sich uneinheitlich. Die meisten Benchmarks pendelten um die Schlusskurse vom Vortag, aber der SZSE Component Index bewegte sich deutlich im Minus. Kurz vor Ende des Handels bewegte sich der Index mehr als -0,65 % im Minus bei weniger als 13.644 Punkten. 

 

Software AG hebt Prognose an

 

Die Software AG hat heute Nacht bekannt gegeben, dass man die Prognose für 2020 anhebt. Nach Prüfung der Zahlen für die ersten neun Monate erhöhte man die Prognosen für den Auftragseingang für die einzelnen Bereiche. Besonders erfreulich war der Sprung im Bereich A&N. Hier lag die Spanne zuvor bei einem Rückgang um -3 % bis zu einem Wachstum von 3 %. Die neue Spanne liegt nun bei einem Wachstum von 5 bis 15 %. Der Auftragseingang im Bereich DBP Cloud und IoT wird nun bei einem Wachstum von 30 bis 50 % gesehen, nach einer Spanne von 20 bis 40 %. Das Unternehmen warnte, dass sich die Wachstumszahlen für 2020 nicht linear auf das folgende Jahr übertragen lassen. Alle Prognosen lassen zudem Wechselkursveränderungen außer Acht.

 

Folgende Aktien werden heute Ex-Dividende gehandelt: Applied Materials, Archer-Daniels-Midland, Cognizant, Microsoft, Nielsen, SBA Communications und Walgreens Boots

 

va-Q-tec begibt Mittelstandsanleihe

 

va-Q-tec nutzt die Gunst der Stunde und emittiert eine neue Anleihe. Das Unternehmen wird seit einigen Wochen und Monaten an der Börse hoch gehandelt, da man Kühllösungen zum Transport von Medikamenten anbietet. Das Unternehmen gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass man in der Schweiz eine Anleihe mit einem Volumen von 20 Mio. CHF platzieren wird, die optional bei der Emission bis auf 25 Mio. CHF nominal aufgestockt werden kann. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre und der Coupon soll beachtliche 3,25 bis 3,75 % p. a. betragen. Die Anleihe soll nach der Emission an der Börse SIX kotiert werden.

 

va-Q-tec AG

 

Wichtige Quartalsberichte am Mittwoch: British Land, Lowe’s, Nvidia, STO und Target

 

Zur Rose gerät unter Druck

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie europäische Online-Apothekenkette Zur Rose Group geriet gestern scharf unter Druck. Amazon.com hatte angekündigt, dass man in den USA ab sofort in den Handel mit Medikamenten einsteigt. Durch die Übernahme von Pillpack vor zwei Jahren war es dem Online-Händler möglich, in die schwierigen Branchenstrukturen einzudringen. Amerikanische Amazon Kunden können ab sofort die Vertragsdaten ihrer Krankenkasse auf der Plattform hinterlegen und werden dann direkt mit den verschriebenen Medikamenten beliefert. Prime Kunden erhalten die Lieferungen innerhalb von zwei Tagen kostenlos. 

Für die Zur Rose Group ist das ein schwerer Schlag, denn man hat in den vergangenen Jahren aggressiv versucht, durch organisches Wachstum und zahlreiche Akquisitionen eine kritische Masse zu erreichen, um den margenschwachen Markt zu dominieren. Mit dem Eintritt in den USA, steht für Zur Rose zu befürchten, dass Amazon.com letztlich auch in den europäischen Kernmärkten in dieses Geschäft eintreten wird. Die Aktien von Zur Rose sanken gestern in Zürich bereits um -5,58 % auf 245,50 Franken.

 

Tagestermine

 

Noch vor Börseneröffnung in Europa bekommen wir heute die jüngsten Autozulassungszahlen aus Europa. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien werden um 08:00 Uhr die Zulassungszahlen für den Monat Oktober veröffentlichen.

Um 11:00 Uhr erhalten wir den abschließenden Verbraucherpreisindex für die Euro-Zone für den Monat Oktober. Laut den vorläufigen Zahlen soll die Inflationsrate bei -0,3 % liegen. 

Vor Börseneröffnung in New York bekommen wir die jüngsten Daten zur Lage der Baubranche in den USA. Der Immobilienmarkt läuft in den vergangenen Monaten so stark wie noch nie seit der Branchenindex 1985 eingeführt wurde. Das sollte sich in den heute zur Veröffentlichung anstehenden Baubeginnen widerspiegeln. Nach 1,545 Millionen Baugenehmigungen im Vormonat wird für den Monat Oktober mit 1,56 Millionen Genehmigungen gerechnet. 

Nach Börseneröffnung werden um 16:30 Uhr noch die aktuellen Rohöllagerbestände bekannt gegeben. Nach einem starken Anstieg in der Vorwoche um 4,28 Mio. Barrel wird für diese Woche mit einem kleineren Anstieg um 1,65 Mio. Barrel gerechnet. 

 

18.11.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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