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BÖRSE TO GO - Intel, ProSiebenSat.1 Media und Siemens

Siemens erwägt Anhebung des Ausblicks - Aktien steigen kräftig

NTG24 - BÖRSE TO GO - Intel, ProSiebenSat.1 Media und Siemens

 

Der asiatische Handel ist heute früh von Gewinnmitnahmen geprägt. Nahezu alle wichtigen Benchmarks notieren im Minus, wobei die Verluste in Hongkong und Jakarta herausstechen. Die schwache Stimmung hat sich auch auf den Terminmarkt übertragen, wo alle wichtigen Futures kurz vor Eröffnung der europäischen Vorbörse im Minus liegen. So wird der DAX-Future -0,28 % tiefer bei 13.888 Punkten gesehen, der S&P 500 Future liegt bei 3.836 Punkten (-0,25 %) und der Nasdaq-Future gibt -0,32 % auf 13.352 Punkte ab. 

Der DAX enttäuschte am Donnerstag erneut. Während sich alle anderen deutschen Benchmarks weiter ins Plus vorarbeiteten, versuchte der Blue Chip Index den Sprung über die Marke von 14.000 Punkten, scheiterte aber. Der DAX kam zur Börseneröffnung bis auf 14.026,35 Punkte und wurde dann von den Bären wieder rüde zurückgeworfen. Am Ende schloss der Index -0,11 % tiefer bei 13.906,67 Punkten. Ein weiteres Mal waren es die Autotitel, die versuchten, den DAX hochzuhalten. Daimler (+1,95 %) und die Volkswagen Vorzüge (+2,80 %) führten die Liste zusammen mit dem Corona-Gewinner Delivery Hero (+3,58 %) an. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Die deutsche Benchmark mit den größten Gewinnen war der TecDAX. Im Einklang mit der Nasdaq zog die deutsche Technologie-Benchmark am Donnerstag um 0,76 % auf 3.379,88 Punkte. Die Liste der Gewinner im Index wurde von den Aktien von Nemetschek, die um 3,04 % auf 61,00 Euro stiegen, und von Varta, die um 3,08 % auf 130,40 Euro kletterten, angeführt. Der MDAX stieg um 0,54 % auf 13.906,67 Punkte und der SDAX verbesserte sich um 0,49 % auf 15.655,73 Punkte. 

Die Sitzung an der Wall Street verlief sehr durchwachsen. Angeführt wurden die Gewinner von den großen Technologieschwergewichten. Ansprechend konnte sich der Nasdaq Composite um 0,55 % auf ein neues Allzeithoch von 13.530,92 Punkten verbessern, während der S&P 500 Index sein jüngstes Allzeithoch verteidigte und bei 3.853,07 Punkten (+0,03 %) schloss. Der Russell 2000 Index gab dagegen deutlich ab und beendete den Handel bei 2.141,42 Punkten (-0,89 %).

 

Hacker-Angriff bei Intel 

 

Wer gestern das Ende der Wall Street Sitzung verfolgte, wunderte sich wohl über die verfrühten Intel-Zahlen. Anstatt wie üblich nach dem Ende des Handels die aktuellen Zahlen für das zurückliegende Quartal zu veröffentlichen, um die Börsenkurse nicht zu beeinflussen, platzte das Unternehmen kurz vor Schluss des Handels mit seinen Informationen heraus. Dahinter stand nach Unternehmensangaben ein Hacker-Angriff, der dazu führte, dass wichtige Teile des Quartalsberichtes vorab im Internet zirkulierten. 

Intel legte Zahlen für das 4. Quartal vor, die besser als befürchtet waren. Das Volumen der verkauften Chips erhöhte sich im letzten Quartal um 33 %. Intel profitierte dabei von der Corona-Krise, die viele Haushalte dazu bewegte, neue Laptops und PCs zu kaufen, um das Homeoffice, Homeschooling und die zahlreichen Videokonferenzen besser zu meistern. Auch die hohe Nachfrage nach Gaming-PCs unterstützte den Umsatz von Intel. Der Umsatz mit PC-Chips erhöhte sich um 9 % auf 10,9 Mrd. US-Dollar. Insgesamt sank der Umsatz im Jahresvergleich jedoch um 1 % auf 20 Mrd. US-Dollar. Bereinigt um einen außerordentlichen Gewinn im Vorjahr legte Intel einen Gewinn von 1,52 US-Dollar / Aktie vor. Der Kurs verbesserte sich während des Präsenzhandels um 6,46 % auf 62,46 US-Dollar und gab im nachbörslichen Handel um -4,66 % auf 59,55 US-Dollar ab. 

 

ProSiebenSat.1 Media schlägt die eigene Prognose

 

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 Media kommt besser durch die Corona-Krise als befürchtet. Der Vorstand hatte sich für 2020 einen Gesamtumsatz von 3,85 bis 3,95 Mrd. Euro vorgenommen und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 600 bis 650 Mio. Euro. Das Unternehmen meldete gestern Abend nach Börsenschluss, dass man auf Basis der vorläufigen und ungeprüften Daten nun von einem Gesamtumsatz von 4,04 Mrd. Euro und einem bereinigten operativen Ergebnis von „rund“ 700 Mio. Euro ausgeht. Die Aktien hatten auf Xetra bei 13,76 Euro (+2,23 %) geschlossen. 

 

Siemens erwägt Anhebung des Ausblicks

 

Die Zahlen für das 1. Quartal bei Siemens waren so stark, dass man vorzeitig über eine Anhebung des Ausblicks für das Gesamtjahr nachdenkt. Offiziell gibt es noch keine Anhebung, sondern lediglich den Hinweis. Die Aktien reagierten nachbörslich sehr positiv und stiegen um 2,94 % auf 126,20 Euro, nachdem sie am Donnerstag im regulären Handel schon 1,18 % höher bei 123,80 Euro geschlossen hatten.

 

Siemens AG

 

Das zusätzliche Wachstum kommt aus China und dem Trend zur Digitalisierung in der Industrie. So weist die Sparte Digital Industries einen bereinigten Umsatzanstieg um 5 % auf 3,8 Mrd. Euro aus. Das bereinigte operative Ergebnis - ohne Abschreibungen - stieg um 57 % auf 848 Mio. Euro. Analysten hatten sich hier im Schnitt auf 600 Mio. Euro eingestellt. Die Bahntechnik war dagegen erneut ein Problembereich. Der Umsatz legte zwar bereinigt um 4 % auf 2,2 Mrd. Euro zu, aber das operative Ergebnis sank leicht auf 219 Mio. Euro. 

 

Tagestermine

 

Zum Ausklang der Börsenwoche stehen heute die Einkaufsmanagerindizes im Mittelpunkt. Die deutschen Einkaufsmanagerindizes werden um 09:30 Uhr veröffentlicht. Für den vorläufigen Gesamtindex im Monat Januar wird ein Rückgang von 52,0 Punkten auf 50,3 Punkte erwartet. Ein Stand von 50 Punkten ist bei Einkaufsmanagerindizes die Scheidegrenze zwischen zukünftiger Expansion und Kontraktion. Der Rückgang soll sich sowohl aus den Zahlen des verarbeitenden Gewerbes als auch aus dem Dienstleistungssektor speisen. So soll der Index für das verarbeitende Gewerbe von 58,3 Punkten auf 57,5 Punkte gefallen sein. Der Index für den Dienstleistungssektor soll von 47,0 Punkten auf 45,3 Punkte gefallen sein. 

Der Einkaufsmanagerindex für die USA wird um 15:45 Uhr veröffentlicht. Auch hier erwarten die Ökonomen für den Monat Januar die gleiche Tendenz wie in Deutschland. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe soll von 57,1 Punkten auf 56,5 Punkte gefallen sein. Der Index für den Dienstleistungssektor soll von 54,8 Punkte auf 53,6 Punkte gefallen sein. Für den Gesamtindex liegt keine Prognose vor. Der Gesamtindex stand zuletzt bei 55,3 Punkten. 

 

22.01.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 

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