
Novartis wird optimistisch, Ford reduziert Prognose und Lufthansa stabilisiert sich - BÖRSE TO GO
Novartis signalisiert höheres Wachstum - Jahresprognose für Umsatz und Gewinn angehoben
Novartis wird optimistisch. Der Schweizer Pharmakonzern hebt die Jahresprognose für Umsatz- und Gewinnwachstum an. Ford Motor enttäuschte die Börse nachbörslich. Der amerikanische Autohersteller bekommt die Kosten nicht in den Griff und musste das Jahresziel für den Gewinn kappen. Die Lufthansa hat sich im 3. Quartal stabilisiert. Nach einem enttäuschenden 1. Halbjahr beginnt sich die Airline zu fangen.
Der Aktienhandel in Asien neigt am Dienstagmorgen zur Schwäche. Insbesondere die chinesischen Onshore-Indizes und der KOSPI notieren im Verlauf der Sitzung unter den Schlusskursen vom Montag. Positiv setzen sich der Hang Seng Index und der Nikkei 225 Index ab. Letzterer notiert im Verlauf der Sitzung mehr als 0,55 % im Plus. Der Terminmarkt ist hingegen weitgehend indifferent positioniert vor der Eröffnung der europäischen Vorbörse. Der DAX-Future (Dezember) wird bei 19.642,50 Punkten (+0,03 %) gehandelt.
Der Handel in Frankfurt startete positiv in die neue Woche, wobei der SDAX die Führung mit einem Tagesgewinn von 0,37 % auf 13.884,94 Punkte übernahm. Die Aktien von Evotec (DE0005664809) waren dabei die größten Tagesgewinner mit einem Plus von 8,62 % auf 7,06 Euro. Der DAX folgte dicht auf mit einem Anstieg um 0,35 % auf 19.531,62 Punkte wie auch der MDAX, der um 0,28 % auf 27.336,97 Punkte stieg. Der TecDAX schloss hingegen nahe dem Schlusskurs vom Freitag bei 3.420,87 Punkten.
In New York erlebten die Blue Chips zum Wochenauftakt ein Comeback. Der Dow Jones Industrial Average Index war am Montag der größte Gewinner und kletterte um 0,65 % auf 42.387,57 Punkte. Am stärksten performten die Aktien von 3M (US88579Y1010), die um 4,44 % auf 130,29 US-Dollar sprangen. Der S&P 500 Index schaffte noch ein kleines Plus von 0,27 % auf 5.823,52 Punkte, während der Nasdaq 100 Index auf dem Niveau vom Freitag stagniert bei 20.351,07 Punkten.

Novartis wird optimistisch
In den Schweizer Pharmakonzern kommt Bewegung. Novartis (CH0012005267) erhöhte am Morgen die Jahresprognose nach einem starken 3. Quartal. Beim Umsatz hatte man bisher ein Wachstum im Vergleich zu 2023 im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gesehen. Jetzt erwartet man mindestens ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Auch beim bereinigten Ergebnis wird man optimistisch und zieht die Prognose auf ein Gewinnwachstum, das mindestens im hohen Zehnerbereich gesehen wird. Bisher war ein Wachstum im mittleren Zehnerbereich möglich. Das folgt einem 3. Quartal, wo der Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft im Jahresvergleich um 9 % auf 12,823 Mrd. US-Dollar stieg und der Reingewinn um 111 % auf 3,185 Mrd. US-Dollar sprang. Bereinigt um Sondereffekte ergab sich ein Umsatzwachstum von 10 % und ein Gewinnwachstum von 17 %.
Ford reduziert die Gewinnprognose
Lange Gesichter nach Börsenschluss in den USA. Ford Motor (US3453708600) reduzierte die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn nach unten, da man die Kosten nicht in den Griff bekommt. Bisher hatte der Autokonzern auf dieser Basis bis zu 12 Mrd. US-Dollar avisiert, doch nun musste man das obere Ende auf 10 Mrd. US-Dollar reduzieren. Die Analysten hatten mit mindestens 10,6 Mrd. US-Dollar gerechnet, was nachbörslich zu Kursabschlägen bei den Ford Aktien führte. Ford hatte im regulären Handel bei 11,37 US-Dollar (+2,71 %) geschlossen, und fiel dann im nachbörslichen Handel um -5,98 % auf 10,69 US-Dollar. Das größte Problem für Ford Motor ist und bleibt die Elektrofahrzeugsparte. Allein im 3. Quartal verursachte die Sparte einen operativen Verlust von -1,2 Mrd. US-Dollar, womit sich die operativen Verluste in diesem Jahr für EVs auf -3,7 Mrd. US-Dollar kumulieren. Ford erwartet, dass die Elektrofahrzeuge im Gesamtjahr isoliert betrachtet einen Verlust von rund -5 Mrd. US-Dollar verursachen werden.
Lufthansa stabilisiert sich
Nach einem sehr schwachen 1. Halbjahr konnte sich die Lufthansa (DE0008232125) im 3. Quartal stabilisieren. Die Airline musste sich insbesondere von den Streiks zum Jahresbeginn wieder erholen. Der Umsatz wurde um 5 % auf 10,738 Mrd. Euro verbessert und auch die Kosten und Aufwendungen bekam man in den Griff. Dadurch wurde das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen bei 1,461 Mrd. Euro stabilisiert. Nach Steuern und inklusive des Finanzergebnisses sank der Gewinn allerdings um -8 % auf 1,095 Mrd. Euro bzw. 0,92 Euro je Aktie. Gleichzeitig signalisierte der Vorstand, dass man die Jahresprognose aufrechterhält.
Tagestermine
Der Handelstag startet in Europa um 08:00 Uhr mit der Veröffentlichung des deutschen GfK Konsumklimaindex für den Monat November. Nach einem Stand von -21,2 Punkten wird eine leichte Verbesserung auf -20,4 Punkte erwartet.
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29.10.2024 - Mikey Fritz
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