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Die Commerzbank macht sich Gedanken um fas Homeoffice und will feste Quoten in Zukunft abschaffen

Mehr Entscheidungsfreiheit für die Teams

NTG24 - Die Commerzbank macht sich Gedanken um fas Homeoffice und will feste Quoten in Zukunft abschaffen

 

Mit der Corona-Pandemie hat das Homeoffice sich endgültig als legitime Beschäftigungsform durchgesetzt. Allerdings ruderten einige Unternehmen mittlerweile auch schon wieder zurück und zitierten ihre Mitarbeiter wieder verstärkt ins Büro. Mancher Unternehmer hält das Homeoffice sogar generell für keine gute Idee. Bei der Commerzbank genießt die Arbeit von zu Hause oder unterwegs aber noch immer einen hohen Stellenwert.

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Werbebanner DegussaDennoch macht man sich bei der Commerzbank (DE000CBK1001) momentan Gedanken über die Zukunft des Homeoffice. Noch besteht eine Regelung, die bis Ende 2024 Bestand hat und den Angestellten erlaubt, bis zu 50 Prozent ihrer Tätigkeit vom Homeoffice aus nachzugehen. Bei der Onlinetochter Comdirect sind es sogar bis zu 70 Prozent. Wie es ab 2025 weitergeht, wurde bisher allerdings noch nicht festgelegt. Vorstandschef Manfred Knof äußerte gegenüber dem „Handelsblatt“ aber erste Ideen, über die es wohl auch schon einen Austausch mit dem Betriebsrat gegeben hat.

Angedacht ist demnach wohl, feste Quoten für den gesamten Konzern abzuschaffen, das Homeoffice an sich aber beizubehalten. Es wird eine Flexibilisierung der Quoten angestrebt, da man mit einer pauschalen Quote nicht den Anforderungen der einzelnen Teams gerecht werden könne. Jene sollen in Zukunft selbst darüber entscheiden können, wie viel Homeoffice gut und notwendig ist, um die eigenen Ziele zu erreichen.

 

Die Commerzbank plant auf Dauer

 

In Stein gemeißelt ist bisher noch nichts. Doch eine neue Vereinbarung soll nach dem Willen von Commerzbank und Betriebsrat wohl auf Dauer Bestand haben und nicht länger mit einem Ablaufdatum versehen sein. Flexibilität ist dem Geldhaus wichtig, um auch mit Blick auf bestimmte Zeiten den Ansprüchen gerecht zu werden. Als Beispiel werden routinierte Mitarbeiter genannt, welche ihre Aufgaben weitgehend autonom von überall aus erledigen können. Auch sie könnten aber gelegentlich im Büro gefragt sein, wenn gerade neue Mitarbeiter eingearbeitet werden müssen.

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Klar sind die Verantwortlichen sich aber auch darüber, dass durch eine solche Regelung gewisse Reibungspunkte entstehen könnten. Sollte ein leitender Angestellter etwa eine gänzlich andere Vorstellung von Homeoffice-Quoten haben als seine Untergebenen, so könnte schnell Unmut entstehen. Bei den derzeitigen Überlegungen soll deshalb auch geklärt werden, wie die Commerzbank in solchen Fällen vorgehen wird. Machtworte sind als Lösung eher weniger populär. Stattdessen können die Verantwortlichen sich Schlichtungsgremien vorstellen, bei denen sowohl Vertreter von Arbeitgeber als auch von den Arbeitnehmern vertreten sind.

In der Branche rechnet man damit, dass die letztliche Entscheidung der Commerzbank eine Signalwirkung entfalten könnte. Gerade bei Bankhäusern, die weiterhin auf feste Quoten setzen, wäre wohl ein gewisser Druck zu spüren, sich dem Vorbild der Konkurrenz anzupassen. Ob daraus letztlich mehr oder weniger Homeoffice entstehen wird, das lässt sich aktuell nicht vorhersagen. Ankommen wird es darauf, wie die Teams im Fall der Fälle ihren Bedarf selbst einschätzen.

 

Keine Gefahr für die Commerzbank-Aktie

 

Für die Anleger ist es erst einmal uninteressant, wer bei der Commerzbank wann und wo seine Arbeit erledigt, solange diese überhaupt erledigt wird. Homeoffice-Quoten sind an der Börse daher kein kursentscheidendes Thema. Gänzlich ignoriert werden sollte es aber wahrscheinlich nicht, da gerade in Zeiten des Fachkräftemangels eine arbeitnehmerfreundliche Regelung große Unterschiede machen kann. Die derzeitigen Überlegungen des Managements gehen da durchaus in die richtige Richtung.

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Werbebanner ClaudemusSie stehen auch der Erholung der Commerzbank-Aktie in keiner Weise im Weg. Am Freitag konnte das Papier sich bis auf 11,18 Euro verbessern und damit schon fast die Höchststände aus dem Sommer wieder erklimmen. Zumindest schnuppern können die Bullen schon am 52-Wochen-Hoch, welches bei 12 Euro anzutreffen ist. Grundsätzlich bleiben die Aussichten dank der hohen Zinsen sehr freundlich, was von den Börsianern noch immer nur teilweise gewürdigt wird.

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20.11.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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