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Spannung bei der Deutschen Bank, die Commerzbank kämpft mit der Charttechnik, Nel ASA hat ähnliche Probleme und auch bei TUI bleiben die Anleger nervös

Stehen den Aktionären hier entscheidende Tage bevor?

NTG24 - Spannung bei der Deutschen Bank, die Commerzbank kämpft mit der Charttechnik, Nel ASA hat ähnliche Probleme und auch bei TUI bleiben die Anleger nervös

 

Auch an der Börse herrscht manches Mal Alltagstrott und gerade aktuell sind die beherrschenden Themen den Investoren seit Längerem bekannt. Abseits von Zinsen, Inflation und vielleicht noch KI scheint es nur wenig Neues zu geben. Für Spannung ist dennoch gesorgt, und das manches Mal auch aufgrund von vollkommen anderen Entwicklungen.

Bei der Deutschen Bank (DE0005140008) etwa stand am Wochenende die letzte Welle bei der Migration von Kundenkonten der Postbank auf eine gemeinsame Plattform an. Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels war das Ganze noch nicht vollständig beendet. Doch es wird sich wohl im Laufe des Montags zeigen, ob dabei alles glatt gelaufen ist oder nicht doch wieder Probleme aufgetreten sind. Die Aktie dürfte darauf mit hoher Wahrscheinlichkeit reagieren.

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Im besten Fall überrascht die Deutsche Bank mit einem problemlosen Umzug der Daten, was der Aktie etwas Erholung verschaffen könnte. In etwas ungünstigeren Fällen könnten die Anleger aber noch weiter verschreckt werden. In der Vergangenheit klagten Kunden nach der Migration ihrer Konten teils über massive Probleme. In einem speziellen Fall soll es sogar zur Kündigung einer Wohnung gekommen sein, nachdem ein Betroffener seine Miete nicht mehr überweisen konnte. Es ist schwer zu hoffen, dass solche und ähnliche Vorfälle sich nicht wiederholen mögen.

 

Commerzbank: Gute Ausgangslage

 

Bei der Commerzbank (DE000CBK1001) dürfte es da zu Wochenbeginn schon etwas entspannter zugehen. Spannend wird es aber auch hier werden. Dafür sorgt derzeit die Charttechnik ganz allein. Seit Wochen schon kämpfen die Bullen um die psychologisch wichtige 10-Euro-Marke. Jene konnte am Freitag wieder einmal überwunden werden und nach Zugewinnen in Höhe von 1,7 Prozent ging es mit einem Kurs von 10,15 Euro ins Wochenende.

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Werbebanner EMH PM TradeDamit befindet die Commerzbank sich in einer guten Ausgangslage, um weiter auf Angriffskurs zu gehen. Im Fokus der Bullen stehen als nächstes Widerstände knapp unterhalb von 10,50 Euro. Darüber könnten erstmals seit den heftigen Abschlägen im März wieder Regionen jenseits der 11 Euro ins Visier genommen werden. Zunächst muss sich aber zeigen, ob die Commerzbank-Aktie sich endlich oberhalb von 10 Euro stabilisieren kann oder es nicht doch wieder zu viel zu schnellen Gewinnmitnahmen kommt. Möglich ist aktuell so ziemlich alles.

 

Nel ASA auf dünnem Eis

 

Für keinen Durchbruch konnte in der vergangenen Woche die Aktie von Nel ASA (NO0010081235) sorgen. Zwar gelang es den Bullen, eine kleine Gegenbewegung nach Neuigkeiten über einen neuen Auftrag aus Kalifornien auf die Beine zu stellen. Letztlich war aber schon bei 1,12 Euro Schluss und am Freitag ging es wieder bis auf 1,08 Euro in die Tiefe. Charttechnisch reißt der Titel damit keine Bäume aus.

Lediglich bei 1,05 Euro gibt es noch minimalen Support, ansonsten scheint der Blick aber wieder viel zu schnell in Richtung 1-Euro-Linie zu wandern und das 52-Wochen-Tief bei 0,94 Euro ist davon ebenfalls nicht weit entfernt. In umgekehrter Richtung scheint die einst so verlässliche Unterstützung bei 1,20 Euro in weite Ferne gerückt zu sein. Kurzum: es sieht weiterhin nicht gut aus für die angeschlagene Nel ASA-Aktie und selbst langfristig hübsche Aussichten scheinen daran momentan nichts ändern zu können.

 

TUI ohne neue Impulse

 

Ähnlich frustrierend ist die Lage bei den Anteilsscheinen von TUI (DE000TUAG505). Sowohl der Konzern als auch mancher Analyst sehen große Chancen dafür, dass es in den nächsten Monaten so gut wie seit Jahren nicht mehr laufen wird. Doch die Anleger scheinen da noch immer ihre Zweifel zu haben. Trotz anhaltender Berichte über hohe Buchungszahlen in den Sommermonaten will der TUI-Aktie einfach kein Durchbruch gelingen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIn der jüngeren Vergangenheit prallte das Papier bereits bei der 7-Euro-Marke nach unten ab und am Wochenende standen überschaubare 6,51 Euro auf dem Ticker. Zur Erinnerung: bereits bei 5,63 Euro ist das 52-Wochen-Tief zu finden, während Höchststände in unerreichbare Ferne gerückt sind. Zwar spielt bei letzterem Faktor auch eine Kapitalerhöhung eine Rolle. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass die TUI-Aktie mit Gegenwind zu kämpfen hat.

 

Es wird nicht einfacher

 

Über Langeweile können die Anlegerinnen und Anleger wahrlich nicht meckern. Nicht nur bei den hier behandelten Aktien gibt es immer wieder Überraschungen und teils einen offenen Schlagabtausch zwischen Bullen und Bären zu sehen. Mitnehmen lässt sich daraus, dass die Nervosität an den Märkten noch immer hoch ausfällt. Mal gibt es positive Signale, mal eher schlechte Neuigkeiten. Dieser Kurs dürfte sich noch eine Weile fortsetzen, denn die ganz großen Herausforderungen wurden bisher noch nicht gemeistert.

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03.07.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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