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Vergangene Dienste für Jeffrey Epstein könnten die Deutsche Bank noch einmal teuer zu stehen kommen

Das können die Anleger gerade gar nicht gebrauchen

NTG24 - Vergangene Dienste für Jeffrey Epstein könnten die Deutsche Bank noch einmal teuer zu stehen kommen

 

Die Herausforderungen für die Deutsche Bank könnten momentan kaum größer sein. Zwar sind die steigenden Zinsen hier zur Ausnahme mal eine begrüßenswerte Entwicklung. Abseits davon herrscht bei den Anteilseignern aber enorme Unsicherheit. Die rührt vor allem vom immer sichereren Blick auf eine drohende Rezession. Was das Geldhaus da nicht gebrauchen kann, sind weitere Abflüsse.

Eben solche scheint es nun aber für die Deutsche Bank (DE0005140008) zu geben. Wie unter anderem die „FAZ“ berichtete, ist es in einem Rechtsstreit mit Anlegern rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wohl zu einem Vergleich gekommen. Den Berichten zufolge soll die Deutsche Bank nun 26,25 Millionen USD an die Kläger auszahlen. Abgesegnet werden muss das nur noch durch den zuständigen Richter.

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Werbebanner EMH PM TradeKonkret vorgeworfen wurde der Deutschen Bank eine Irreführung der Anleger. Die habe dabei versagt, ihre Kunden genau zu durchleuchten und sei damit mit dafür verantwortlich, dass die Kurse in die Tiefe stürzten, nachdem die Kundenbeziehung zu Jeffrey Epstein ans Licht gekommen war. Letzterer vermittelte über Jahrzehnte minderjährige Mädchen an zahlende Kunden und die Deutsche Bank will davon nichts mitbekommen haben.

Wie üblich bei einem Vergleich wird die Deutsche Bank in dem Ganzen kein Schuldeingeständnis sehen. Für die Anleger ist es derweil wenig erfreulich, dass in der Sache schon wieder Millionen abfließen. Bereits im Jahr 2020 musste die Deutsche Bank eine Strafe von 150 Millionen USD an die Danske Bank zahlen. Nachdem das unbegreifliche Ausmaß der Verbrechen von Epstein immer mehr an die Öffentlichkeit gelangte, stand auch die Deutsche Bank in einem immer schlechteren Licht da.

 

Die Deutsche Bank weist jede Schuld von sich

 

Jener hätten nach Ansicht der Kläger eigentlich so einige Transaktionen auffallen müssen, welche in den vergangenen Jahren überprüft hätten werden müssen. Dazu ist es aber offenbar nicht gekommen. Die Deutsche Bank selbst äußerte sich zu dem jüngsten Vergleich bisher noch nicht. Zuvor wies das Finanzinstitut aber stets jede Schuld von sich. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich an diesem Ansatz etwas verändert hat.

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Hoffen lässt sich da nur, nicht nur aus Anlegersicht, dass die Deutsche Bank für die Zukunft etwas gelernt hat und ihre Kunden künftig besser durchleuchten wird. Geschäfte mit Kriminellen mögen auf kurze Sicht lukrativ erscheinen, kommen aber stets mit enormen Risiken einher. Um sich auf solche gar nicht erst einzulassen, steht die Deutsche Bank in der Pflicht, sich gerade große Transaktionen ihrer Kunden genau anzusehen. Das ist sie letzten Endes auch den Aktionären schuldig, welche unter dem Eppstein-Skandal teils schwer zu leiden hatten.

 

Weiter im Abwärtstrend?

 

Momentan hat das Ganze allerdings kaum noch Auswirkungen auf den Aktienkurs der Deutschen Bank. Zu sehr stehen Inflation und Rezession im Vordergrund, als dass die Anleger sich noch großartig für andere Themen interessieren könnten. Obschon die steigenden Zinsen wieder höhere Gewinne versprechen, sorgen sich die Anteilseigner um Ausfälle bei Krediten sowie eine allgemein sinkende Nachfrage. In der Folge ging es mit dem Kurs der Deutschen Bank zuletzt wieder recht steil in Richtung Süden.

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Werbebanner ClaudemusIm gestrigen Handel wertete das Papier um 1,63 Prozent auf 8,49 Euro ab. Damit verlieren die Bullen die Marke bei 9 Euro schon wieder aus den Augen, welche erst zu Beginn des Monats mit einem spektakulären Kursanstieg überwunden werden konnte. Bei der aktuellen Stimmung ist an einen neuerlichen Angriff in Richtung Norden kaum zu denken. Zwar werden mit Gewissheit auch wieder bessere Tage kommen. Wann genau Anleger damit rechnen können, bleibt aber erst einmal offen. Die Seitenlinie erscheint da mit all den Unsicherheiten derzeit gar nicht so unattraktiv.

 

27.09.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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