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Edelmetall Marktbericht vom 26.06.2024: Einblick in die kurz- bis mittelfristigen Bewegungen von Gold, Silber, Platin und Palladium

Beeinflussung der globalen Edelmetallmärkte durch scheinbar unendliche Nachfrage aus östlichen Regionen

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 26.06.2024: Einblick in die kurz- bis mittelfristigen Bewegungen von Gold, Silber, Platin und Palladium

 

Die Edelmetallmärkte haben sich diese Woche relativ einheitlich und überwiegend negativ entwickelt: Gold notiert bei 2.312 US-Dollar und verzeichnet einen Rückgang von 0,40 %, Silber ist mit 2,3 % Rückgang auf 28,83 US-Dollar gefallen, während Platin und Palladium ebenfalls Verluste hinnehmen mussten. Diese Zahlen spiegeln den Stand von Mittwoch, den 9 Uhr morgens, wider. In diesem Artikel analysieren wir die jüngsten Bewegungen auf den Edelmetallmärkten und diskutieren, was zukünftige Trends beeinflussen könnte.

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Keith Weiner, Gründer und CEO von Monetary Metals, teilte seine Einsichten über die treibenden Kräfte hinter den aktuellen Preisbewegungen von Gold (TVC:GOLD) und Silber (TVC:SILVER). Laut Weiner spielen makroökonomische Grundlagen, Geldpolitik und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage eine zentrale Rolle. Er sieht insbesondere in östlichen Regionen eine "unendliche Nachfrage" nach Gold, die stark genug ist, um die globalen Märkte zu beeinflussen.

Trotz der Abwendung vieler Anleger von Silber aufgrund seiner zunehmenden industriellen Nutzung, betont Weiner, dass Silber seine monetären Eigenschaften beibehalten wird. Diese Sichtweise stützt sich auf die robusten Fundamentaldaten, die Monetary Metals durch eine spezielle Methode zur Berechnung der Grundpreise für Gold und Silber ermittelt. Diese Modelle berücksichtigen spekulatives Verhalten auf stark fremdfinanzierten Terminmärkten und wiesen zuletzt fundamentale Preise auf, die deutlich über den aktuellen Marktpreisen liegen – für Silber bei 36 US-Dollar pro Unze und für Gold bei etwa 2.700 US-Dollar pro Unze.

 

Marktreaktionen vor wichtigen Wirtschaftsdaten

 

Die Preise für Gold waren insbesondere im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten gedämpft, die Hinweise auf den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung der Federal Reserve in diesem Jahr geben könnten. Der unveränderte Spot-Goldpreis am frühen Morgen und die leichte Aufwertung des US-Dollars machten Gold teurer für Besitzer anderer Währungen, während auch die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen anzogen.

Die aggressiven Kommentare der US-Notenbank in der Nacht zuvor führten zu einer leichten Abschwächung des Goldpreises. Marktstrategen wie Yeap Jun Rong von IG und Tim Waterer von KCM Trade beobachten jedoch, dass trotz höherer Zinsen, die das Halten von Gold verteuern, die Nachfrage bei niedrigeren Preisen stabil bleibt. Die anstehenden Wirtschaftsdaten könnten weitere Bewegungen auslösen, besonders wenn die Inflationsdaten überraschend ausfallen und Unsicherheiten über die Geldpolitik der Fed verstärken.

 

Technische Analyse der Edelmetalle

 

Die technischen Indikatoren liefern wertvolle Einsichten in die kurz- bis mittelfristigen Bewegungen der Edelmetallpreise. Hier betrachten wir die technischen Analysen für Gold, Silber, Platin (TVC:PLATINUM) und Palladium (TVC:PALLADIUM) und interpretieren, was diese für Anleger bedeuten könnten.

 

Gold: Stabilität trotz Gegenwind

 

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Werbebanner DegussaDie aktuelle technische Analyse für Gold zeigt, dass der Preis im laufenden Monat um 0,73 % gefallen ist. Als direkter Unterstützungsbereich kristallisiert sich die Zone um 2.016 US-Dollar heraus. Dieser Bereich könnte in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle spielen, falls der Preis weiter fällt. Auf der anderen Seite steht der Widerstandsbereich bei etwa 2.450 US-Dollar, der als potenzieller Wendepunkt für zukünftige Preisanstiege dient. Der 200-Tage-Durchschnitt (GD200) ist steigend, und der Preis von Gold liegt aktuell darüber, was insgesamt als positives Signal gewertet wird. Die übergeordnete Tendenz ist jedoch seitwärts gerichtet.

 

Silber: Volatilität mit positiven Signalen

 

Silber verzeichnet für den aktuellen Monat ein Minus von 5,1 %. Der signifikante Unterstützungsbereich liegt bei 22,26 US-Dollar, während der Widerstand bei 32,49 US-Dollar zu finden ist. Diese Widerstandszone könnte als Anziehungspunkt für zukünftige Kursbewegungen dienen. Der 200-Tage-Durchschnitt zeigt ebenfalls eine aufwärtsgerichtete Bewegung, und der Kurs liegt darüber, was langfristig als positiv interpretiert wird. Trotz der jüngsten Verluste deutet die technische Analyse darauf hin, dass die allgemeine Tendenz eher seitwärts gerichtet ist.

 

Platin: Bullische Signale erkennbar

 

Platin hat in diesem Monat 4,5 % verloren, zeigt jedoch bullische Tendenzen in der technischen Betrachtung. Der Widerstandsbereich liegt bei 1.095 US-Dollar, und der Unterstützungsbereich findet sich bei 867 US-Dollar. Der 200-Tage-Durchschnitt ist ebenfalls steigend, und der aktuelle Kurs liegt darüber, was die bullischen Aussichten untermauert. Die übergeordneten Trends für Platin sind daher als bullisch zu bewerten.

 

Palladium: Herausforderungen für Bullen

 

Palladium zeigt im aktuellen Monat eine positive Entwicklung von 2,2 %. Dennoch ist die technische Lage herausfordernd, da der Widerstandsbereich bei 1.107 US-Dollar liegt und der Unterstützungsbereich bei 869 US-Dollar. Der 200-Tage-Durchschnitt ist fallend und der Kurs liegt unter diesem Durchschnitt, was insgesamt eine ungünstige Trendlage für Bullen darstellt.

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26.06.2024 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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