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Evotec ohne neue Impulse, Mercedes-Benz bleibt dem Verbrenner treu, Nel ASA leidet unter schwachen Vorgaben der Konkurrenz und Apple sorgt mit neuem Chip für Aufsehen

Mancher Konzern geht nach vorn, andere blicken zurück!

NTG24 - Evotec ohne neue Impulse, Mercedes-Benz bleibt dem Verbrenner treu, Nel ASA leidet unter schwachen Vorgaben der Konkurrenz und Apple sorgt mit neuem Chip für Aufsehen

 

Den Börsianern ist es am liebsten, wenn an den Märkten Bewegung herrscht. Bevorzugt soll es dabei natürlich in die Höhe gehen, was in der Regel von Fortschritten begünstigt wird. Solche gibt es dieser Tage aber längst nicht überall zu sehen und in manchem Fall lassen sich sogar Rückschritte beobachten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIrgendwo dazwischen hängt derzeit die Aktie von Evotec (DE0005664809), welche sich am Donnerstag wieder nicht traute, echte Ausrufezeichen zu hinterlassen. Nach einer mauen Prognose geriet der Titel schwer unter Druck. Nun stellt sich vor allem die Frage, ob der Aktienkurs sich davon wieder erholen kann. Gute Chancen dafür sehen gleich mehrere Analysten. Unter anderem hält Warburg Research an seiner Kaufempfehlung fest, strich das Kursziel aber von 25 auf nur noch 18 Euro zusammen.

Verglichen mit dem Schlusskurs vom Donnerstag bei 9,64 Euro wird damit aber noch immer annähernd eine Kursverdopplung in Aussicht gestellt. Die Experten räumen allerdings ein, dass bis zum Antritt des neuen Chefs im Sommer viele Fragezeichen auf Seiten der Anteilseigner bleiben werden. Echte Fortschritte sind nach dieser Ansichtsweise in naher Zukunft also eher nicht zu erwarten.

 

Mercedes-Benz setzt weiter auf Verbrenner

 

Rückwärts geht es derzeit bei Mercedes-Benz (DE0007100000). Das gilt sowohl für die Absatzzahlen als auch die weitere Strategie rund um Elektroautos. Noch vor wenigen Jahren bekräftigte der Stuttgarter Autobauer, sich im Laufe der nächsten Jahre zu „Electric Only“ zu wandeln. Als Zwischenziel wurde ausgerufen, bis zum Jahr 2025 mehr als die Hälfte aller hergestellten Fahrzeuge mit einem rein elektrischen Antrieb auszustatten.

Bei der jüngsten Hauptversammlung wurden nun gänzlich andere Töne angeschlagen. Die Transformation könne noch länger dauern als bisher angenommen, ließ CEO Ola Källenius wissen. So die Nachfrage vorhanden ist, wolle man auch bis deutlich in die 2030er Jahre noch auf Verbrenner setzen. Die Absatzschwäche bei E-Autos scheint hier klar ihre Spuren zu hinterlassen. An der Börse wird dies allerdings nicht nur kritisch gesehen und die Mercedes-Benz-Aktie legte an Christi Himmelfahrt um 1,6 Prozent bis auf 68,35 Euro zu. Die Verluste infolge eines schwachen Ausblicks konnten damit aber noch nicht ausgeglichen werden.

 

Nel ASA unter Druck

 

Bei Nel ASA (NO0010081235) warten die Anleger weiterhin vergeblich auf Fortschritte im großen Stil. Für gute Stimmung sorgte vor einigen Tagen die Meldung, dass die Norweger sich eine Reservierung im Gigawattbereich angeln konnten. Ein handfester Auftrag ist daraus aber noch nicht geworden. Nun enttäuschten die Mitbewerber in Form von Plug Power und Ballard Power in dieser Woche mit eher ernüchternden Zahlen.

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Banner GitterGewitter

 

Das versetzt der kleinen Rallye bei Nel ASA einen spürbaren Dämpfer und mit dem Aktienkurs ging es gestern um 2,5 Prozent auf 0,46 Euro abwärts. Eine Katastrophe ist das zwar noch nicht. Doch all jene, die auf einen Angriff auf die wichtige Marke bei 0,50 Euro gehofft hatten, dürften einmal mehr enttäuscht sein. Viel zu viele Fortschritte im Segment spielen sich leider noch immer nur in den Köpfen der Börsianer ab.

 

Apple deklassiert die Konkurrenz

 

Apple (US0378331005) musste sich in jüngerer Vergangenheit ebenfalls Kritik daran gefallen lassen, in vielen Bereichen nicht mehr den Ton anzugeben, sondern lediglich der Konkurrenz hinterher zu hecheln. Geht es um den Megatrend KI, zeigt der Tech-Gigant sich auch weiterhin eher blass. Immerhin punktet Apple aber mit dem M4-Chip, der zeitgleich mit neuen iPads vorgestellt wurde.

Mittlerweile sind die ersten Geräte in die Hände von Testern geraten und im Netz verbreiten sich munter Benchmark-Ergebnisse. Jene können sich mehr als sehen lassen und vor allem bei der Single-Core-Leistung wird die Konkurrenz von Intel, AMD und Qualcomm regelrecht deklassiert. Der ohnehin schon sehr flotte Vorgänger von M3 wird bei Geekbench 6.2 noch einmal um 20 Prozent übertroffen. Zum Snapdragon X Elite beträgt der Vorsprung etwa 30 Prozent. Wie viel davon im Alltag ankommt, steht noch auf einem anderen Blatt. Zudem ist fraglich, ob der Großteil der Nutzer die zusätzliche Leistung überhaupt benötigt. Apple erringt aber in jedem Fall einen Prestigegewinn.

 

Stillstand gibt es nicht

 

Manches Mal geht es den Anlegern nicht schnell genug und bei einigen Unternehmen wird auch durchaus schon mal über Rückschritte geklagt. Nicht beschweren können sich Anlegerinnen und Anleger aber in diesen Tagen über Stillstand. Die Märkte bleiben ständig in Bewegung, und eben deshalb ist es auch unabdingbar, aktuelle Entwicklungen stets genau im Blick zu behalten.

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10.05.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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