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Geberit zeigt hohe Wachstumsraten

Der Halbjahresabschluss von Geberit ist deutlich besser als befürchtet

NTG24 - Geberit zeigt hohe Wachstumsraten

 

Die Befürchtungen der Börse haben sich nicht bestätigt. Geberit hat ein sehr zufriedenstellendes Halbjahr abgeliefert, während der Finanzplatz Zürich die Bewertungen kräftig hat abkühlen lassen. Vor Veröffentlichung des Berichts lagen die Aktien rund -15 % tiefer seit Jahresbeginn. Alles andere als eine befriedigende Entwicklung, vor allem weil der Gesamtmarkt in Form des SMI im selben Zeitraum rund 8 % zugelegt hat.  

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Das Umsatzwachstum fiel im 1. Halbjahr bei Geberit (CH0030170408) deutlich höher als befürchtet aus. Man erlöste 1,71 Mrd. Franken. Währungsbereinigt entspricht das einem Wachstum von fast 6 %, was für den Schweizer Hersteller von Sanitärprodukten gut ist. Der brettharte Franken reduziert das Wachstum jedoch deutlich auf nur noch 2,8 %. Entscheidend ist in diesem Fall jedoch nicht, wie viel der Devisenmarkt dem Konzern genommen hat, sondern ob Geberit aus dem Tal herauskommt, was nun bestätigt wurde. Obendrein zeigte das operative Geschäft steigendes positives Momentum im Verlauf des Halbjahres. Im Juni-Quartal lag das „bereinigte“ Wachstum schon bei 8,8 %. 

 

SMI vs Geberit AG

 

Westeuropa schwächelt, aber die anderen Regionen holen die Kastanien aus dem Feuer. Es ist wirklich bemerkenswert, wie stark die strukturelle Schwäche den einstigen Motor der Alten Welt inzwischen lahmlegt. Die Schweiz selbst hingegen entwickelt sich mit einem Umsatzplus von fast 10 % für Geberit sehr zufriedenstellend. Heraus stechen die osteuropäischen Märkte (+12 %) und sogar die Region Naher Osten / Afrika konnte trotz des Iran-Krieges deutlich um 19 % wachsen. Im Hinblick auf die Grösse der Absatzmärkte wäre es aber selbstverständlich von überragender Bedeutung für den Sanitärspezialisten, dass Frankreich, Grossbritannien und Deutschland endlich wieder wirtschaftlich aufblühen. 

 

Geberit zeigt hohe Wachstumsraten

 

Der positive Trend bei den Baugenehmigungen in Europa setzt sich fort. Die Jahre 2022 bis 2024 waren ausgesprochen schwach, aber seit letztem Jahr ist wieder Schwung im Baugeschäft. Im Jahr 2024 ergab sich ein Plus von 5 % bei den Baugenehmigungen und im 1. Quartal 2026 erhöht sich die Zahl der Baugenehmigungen um 8 %. Das sieht man auch sofort in den Zahlen von Geberit, die für das Juni-Quartal einen „bereinigtes“ Umsatzwachstum von mehr als 8 % ausweisen. Aber: Der Neubau tangiert nur 40 % des Geberit-Geschäfts. Tatsächlich stammen 60 % der Umsätze aus dem Renovierungsgeschäft. Das Verhältnis ist selbstverständlich nicht in Stein gemeisselt. Boomt der Bau, dann steigt der Umsatzanteil entsprechend auch bei Geberit an. 

 

Geberit AG

 

Die Bilanz bleibt weiterhin solide, hat aber leicht an Bonität verloren. Die Eigenkapitalquote sank seit Jahresbeginn um 310 Basispunkte von 34,5 % auf 31,4 %. Die Nettoschulden stiegen um 14 % auf 1,33 Mrd. Franken, was die Geschäftsführung damit begründet, dass der freie Cashflow leicht gesunken ist und man den Abschluss des letzten Aktienrückkaufprogramms zeitlich etwas vorgezogen hat. Insgesamt 300 Mio. Franken hat man in den letzten zwei Jahren investiert, um eigene Aktien am Markt zurückzukaufen und einzuziehen, was den Anteil der Altaktionäre am Unternehmen erhöht. Dieses Programm lief offiziell bis September 2026, wurde nun aber schon im Juni vollendet, was Sinn macht, da der Kurs zu diesem Zeitpunkt im Keller war und die Geschäftsführung bereits wusste, dass man ein sehr zufriedenstellendes Halbjahr in der Tasche hat. Am Rande: In der Zwischenzeit hat die Gesellschaft gleich das nächste Aktienrückkaufprogramm mit einem identischen Volumen aufgelegt. Auch hier gilt eine maximale Laufzeit von zwei Jahren. 

Die Profitabilität konnte man trotz gestiegener Kosten weiter verbessern. Das EBIT stieg um 4 % auf 450 Mio. Franken, und nach Steuern blieben 364 Mio. Franken (+7,4 %) für die Aktionäre. Dank des erwähnten Aktienrückkaufprogramms stieg der Gewinn je Aktie etwas stärker um 7,9 % auf 11,09 Franken. 

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20.08.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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