als .pdf Datei herunterladen

Nach CureVac-Deal - Bayer erwägt Corona-Impfstoffproduktion zu forcieren

Bayer will sich beim Kampf gegen Corona noch stärker engagieren

 

Die Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Monsanto durch Bayer (ISIN: DE000BAY0017; WKN: BAY001) brachte dem Vorstandsvorsitzenden des Leverkusener DAX-Unternehmens Werner Baumann scharfe Kritik ein und zog einen langfristigen Abwärtstrend der Bayer-Aktie nach sich, der sich vor gut zwei Monaten in einem mehrjährigen Tief bei 39,91 Euro im Xetra niederschlug (NTG24 berichtete).

 

Allianz mit CureVac zwecks Beschleunigung des Impfstoffprozesses

 

Die Verkündung eines Kooperations- und Servicevertrages mit dem Tübinger Impfstoffhersteller CureVac (ISIN: NL0015436031; WKN: A2P71U) brachte dem Unternehmen zu Beginn des Jahres seit Langem wieder positive Schlagzeilen ein. So teilte Bayer mit angesichts der Impfstoffknappheit in Deutschland und anderen Ländern CureVac nach erfolgter Zulassung bei der Entwicklung und Produktion seines CVnCoV-Impfstoffes künftig unterstützen zu wollen.

Im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ gab Bayer CEO Baumann nun preis, dass sich Bayer mit CureVac wie auch der Politik und den Behörden über eine Ausweitung der Kooperation auf die Impfstoffproduktion berate. „Mit unserem Produktionsnetzwerk in Deutschland und den USA sowie dem entsprechenden zeitlichen Vorlauf wären wir grundsätzlich in der Lage, Impfstoff in größeren Mengen zu produzieren", hieß es im Interview. Vorrangiges Ziel sei, „den Impfstoff so schnell wie möglich verfügbar zu machen“. Die Europäische Union sicherte sich bereits mehrere hundert Millionen Dosen des Vakzins.

Auch wenn die NRWler in die Impfstoffproduktion miteinsteigen sollten, so wird CureVac nach wie vor der alleinige Inhaber der Markzulassung in Deutschland bleiben. Bayer hingegen könnte Märkte außerhalb Europas erschließen und durch die Zusammenarbeit in Zukunft vielleicht auch in der Forschung wieder ein stückweit neben den weltweit führenden Pharmaunternehmen Anerkennung erlangen.

 

Gute Aussichten für Bayer-Aktie?

 

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNachdem sich bereits nach der Vertragsschließung mit CureVac im Januar eine Trendwende bei der Bayer-Aktie bestätigte, könnte sich die Lage nun mit Bekanntgabe des geplanten Eintritts des Konzerns in die Impfstoffproduktion weiter aufhellen und erneut Anleger in das Papier locken. Am Freitag notierte die Aktie zu Handelsschluss bei 52,25 Euro im Xetra. Erst zum morgigen Handelsbeginn am Montag wird sich zeigen, ob und wie sich die Pläne des Pharma- und Pflanzenschutzkonzerns auf den Kursverlauf der Aktie auswirken werden.

 

17.01.2021 - Marlen Böttcher - mb@ntg24.de

 









Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)