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Medikament von Merck & Co. lässt BioNTech und andere Impfstoffhersteller zittern

Erstes Medikament gegen Corona kann wohl noch dieses Jahr die Zulassung erhalten

NTG24 - Medikament von Merck & Co. lässt BioNTech und andere Impfstoffhersteller zittern

 

Merck & Co. setzt mit Entwicklung eines Corona-Medikaments die Impfstoffhersteller unter Druck. Während Kurs von Merck & Co stark dazugewinnt brechen die der Impfstoffhersteller ein.

Deutschland scheint eine Transformation vom Maschinenbaustandort hin zu einem Forschungs- und Entwicklungszentrum für hoch technisierte Pharmaunternehmen durchzuführen. So verkündete mit Merck & Co. (US58933Y1055) die ehemalige Tochter des Darmstädter Pharmaunternehmens Merck (DE0006599905) am heutigen Tag die erfolgreich verlaufenden dritte Phase des experimentellen Medikaments „Molnupiravir“ für beendet. Das Medikament senkt das Risiko, in Folge einer Infektion mit dem Sars-CoV-19 Virus hospitalisiert zu werden und die Gefahr eines tödlichen Verlaufs um 50 %. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie die in einer internen Klinik durchgeführt wurde.

Merck & Co. strebt laut Unternehmensmitteilung nun den schnellstmöglichen Markteintritt in den USA an. Durch die positiven klinischen Ergebnisse kann die entscheidende dritte Testphase nämlich frühzeitig beendet werden und die Autorisierung bei der CDC angestrebt werden.

Molnupiravir ist so designt, dass es Fehler im genetischen Code des Virus erkennt und diese gezielt ausnutzt. Damit ist es das erste Medikament, das nicht intravenös zugeführt werden muss, sondern oral eingenommen werden kann. Durch den Forschungserfolg hat Merck & Co. das ambitionierte Rennen mit anderen Pharma-Konzernen wie Roche (US7711951043) und auch Pfizer (US7170811035) gewonnen und kann als erstes ein marktreifes Medikament vorstellen.

An der klinischen Studie nahmen 775 Patienten teil. Davon waren 7,3 % nach den 29 Tagen der Behandlung entweder verstorben oder hospitalisiert. Bei der Gegengruppe die einen Placebo erhielten sind es 14,1 % gewesen. Allerdings verstarben bei der Gruppe die den Placebo erhielten 8 Patienten, während bei der Behandlung mit Molnupiravir kein einziger Verlust zu beklagen war.

Das Medikament soll für 5 Tage mit jeweils 12 Stunden Abstand eingenommen werden, um den vollständigen Schutz zu generieren. Anschließend ist es gegen alle Corona-Varianten effektiv einsetzbar.

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Werbebanner ISIN-WatchlistMerck möchte nun bereits in diesem Jahr 10 Millionen Dosen des Medikaments produzieren. Es existiert auch bereits ein Vertrag mit der US-Regierung, die 1,7 Millionen Kuren für einen Preis von 700 US-Dollar abnehmen wird. Damit könnten alleine Molnupiravir einen Umsatz von 700 Millionen US-Dollar in den letzten 3 Monaten des Jahres generieren.

Die Aktie von Merck & CO. gewann im heutigen Handel stark dazu und notiert bei 70,55 € um 9,02 % höher als noch am Vortag. Damit beendeten die Papiere die leichte Korrektur die Mitte August eingeläutet wurde. Auf Jahressicht gewinnt der stark schwankende Kurs nun immerhin 1,95 % hinzu.

 

02.10.2021 - Felix Eisenhauer

Unterschrift - Felix Eisenhauer

 

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